Krems Welterbesteig Wachau

Krems an der Donau: Ankommen am Start unserer Weitwanderung
Krems und der Welterbesteig Wachau waren für uns der eigentliche Startpunkt unserer Weitwanderreise. Nach unserem Zwischenstopp in Linz ging es am nächsten Morgen mit dem Zug weiter nach Krems, wo wir bereits zwei Jahre zuvor eine Woche verbracht und erste Erfahrungen auf dem Welterbesteig gesammelt hatten. Dieses Mal wollten wir jedoch mehr: Sechs Etappen lagen vor uns und wir wollten die Wachau mit nur einem Tagesrucksack erwandern, während unser großes Gepäck von Unterkunft zu Unterkunft transportiert wurde.
Am nächsten Morgen hieß es für uns, Linz wieder zu verlassen. Bevor wir uns auf den Weg zum Bahnhof machten, brauchten wir allerdings erst einmal ein Frühstück. Da wir das Hotel ohne Frühstück gebucht hatten, gingen wir morgens kurz zum Lidl direkt vor dem Hotel und holten uns ein paar Brötchen, Hummus und Käse. Den Kaffee hatten wir bereits auf unserem Zimmer und so gingen wir mit unseren Einkäufen wieder nach oben, um ganz in Ruhe zu frühstücken.
Für uns gehört genau das zu einer entspannten Reise dazu. Wir müssen morgens nicht unbedingt ein großes Frühstücksbuffet haben, sondern sind mit ein paar Brötchen, etwas Käse und Hummus vollkommen zufrieden. Danach packten wir unsere Sachen zusammen und machten uns mit unserem Gepäck auf den Weg zum Bahnhof.
Gegen 10 Uhr ging es für uns mit dem Zug von Linz nach St. Pölten. Dort stiegen wir in einen kleineren Zug um, der uns weiter nach Krems brachte. Insgesamt waren wir knapp zwei Stunden unterwegs und auch diesmal funktionierte alles problemlos. Unsere Zugtickets hatten wir bereits im Voraus gebucht und konnten dadurch wieder einen günstigeren Preis bekommen.
Für uns hat sich das frühe Buchen bei Zugreisen inzwischen einfach bewährt. Gerade wenn wir bei der Reisezeit etwas flexibel sind, schauen wir uns verschiedene Verbindungen an und vergleichen die Preise. So konnten wir auch bei dieser Reise entspannt nach Krems fahren, ohne uns erst am Reisetag um Tickets kümmern zu müssen.
Unsere Weitwanderung als Komplettpaket
Unsere Reise von Krems auf dem Welterbesteig Wachau hatten wir als Komplettpaket über den Tourismusverband Donau Niederösterreich gebucht. Für uns war das besonders praktisch, weil wir uns dadurch nicht selbst um jede einzelne Unterkunft und den Gepäcktransport kümmern mussten.
Zu unserem Arrangement gehörten unter anderem die Übernachtungen entlang der Route und der tägliche Gepäcktransport von einer Unterkunft zur nächsten. Wir konnten dadurch tagsüber nur mit unseren Tagesrucksäcken wandern, während unser großes Gepäck bereits zur nächsten Unterkunft gebracht wurde.
Auch die Schifffahrt am Ende unserer Wanderung war Bestandteil unserer Reiseplanung. Allerdings war wegen des niedrigen Wasserstands zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher, ob sie tatsächlich stattfinden konnte.
Was genau alles in unserem Paket enthalten war und wie die Organisation funktioniert hat, zeigen wir euch später noch ausführlich in unserem großen Beitrag zum Welterbesteig Wachau. Dort werden wir auch erklären, für wen sich so ein organisiertes Wanderpaket unserer Meinung nach lohnt.
Wieder in Krems – und plötzlich wurde es ernst
Als wir in Krems ankamen, machten wir uns zu Fuß auf den Weg zu unserer Unterkunft. Etwa 10 bis 15 Minuten später waren wir bereits am Hotel Unter den Linden angekommen.


Krems war für uns zu diesem Zeitpunkt allerdings längst kein unbekannter Ort mehr. Wir waren bereits zwei Jahre zuvor für eine ganze Woche hier und hatten damals schon die Wachau erkundet. Dabei waren wir auch auf dem Welterbesteig unterwegs und hatten bereits die erste Etappe des Weitwanderwegs kennengelernt.
Uns hatte die Region damals so gut gefallen, dass wir schon bei unserer Abreise wussten: Wir kommen wieder.
Und nun waren wir tatsächlich wieder da.
Nur diesmal war etwas anders. Wir wollten nicht einfach ein paar Tage in der Wachau verbringen, sondern den Welterbesteig von Krems über mehrere Etappen komplett durchwandern. Sechs Etappen lagen vor uns, sechs Tage, an denen wir jeden Morgen unsere Wanderschuhe schnüren und am Ende des Tages irgendwo anders ankommen würden.
Zweimal waren wir zuvor schon in Sachsen weitgewandert. Damals hatten wir allerdings unser komplettes Gepäck selbst getragen. Jeder zusätzliche Pullover, jede Wasserflasche und alles, was man sonst so für mehrere Tage braucht, landete im Rucksack und damit irgendwann auch auf unseren Schultern.
Diesmal wollten wir es anders ausprobieren.
Unser großes Gepäck würde von Unterkunft zu Unterkunft transportiert werden und wir selbst würden nur mit unseren Tagesrucksäcken losziehen. Klingt eigentlich ziemlich komfortabel – und genau deshalb waren wir neugierig, wie sich diese Art des Weitwanderns für uns anfühlen würde.
- Würden wir die leichten Rucksäcke lieben?
- Würden wir am Ende eines langen Wandertages noch genug Energie haben?
- Und vor allem: Würde auch wirklich alles funktionieren, was für die nächsten Tage organisiert worden war?
Denn die Wanderung selbst war nicht das Einzige, worauf wir gespannt waren. Die Unterkünfte waren vorab gebucht, unser Gepäcktransport organisiert und die einzelnen Etappen standen fest. Wir mussten uns eigentlich nur noch an die Route halten und laufen.
Eigentlich.
Denn genau an diesem Punkt merkt man bei einer solchen Reise auch, wie sehr man darauf angewiesen ist, dass die vielen kleinen Dinge im Hintergrund funktionieren. Kommt unser Gepäck wirklich jeden Tag dort an, wo wir es brauchen? Sind die Unterkünfte wie geplant? Passt das Wetter? Und schaffen wir die einzelnen Etappen so, wie wir sie uns zu Hause vorgestellt haben?
Die Route kannten wir bereits ziemlich genau. Wir hatten uns zu Hause intensiv damit beschäftigt, die GPX-Daten auf Komoot gespeichert und die wichtigsten Punkte und Termine offline auf unseren Handys dabei.
Aber Theorie und Praxis sind eben zwei verschiedene Dinge.
Noch standen wir in Krems, hatten unsere Wanderschuhe nicht einmal für die erste Etappe geschnürt und wussten nicht, was die kommenden Tage tatsächlich mit uns machen würden.
Eines war allerdings sicher: Am nächsten Morgen würde es endlich losgehen.
Und dann würden wir herausfinden, ob Weitwandern mit leichtem Tagesrucksack wirklich so entspannt ist, wie es klingt.
Unser Hotel Unter den Linden für den Welterbesteig in Krems Wachau
Nach etwa 10 bis 15 Minuten zu Fuß erreichten wir unser Hotel Unter den Linden. Die Unterkunft liegt am Rand der Kremser Altstadt und war für unsere Reise deshalb wirklich praktisch. Wir konnten von hier aus schnell in die Altstadt laufen, waren aber genauso schnell in den Weinbergen und bei den umliegenden Heurigen.
Für eine Weitwanderung auf dem Welterbesteig durch die Wachau fanden wir die Lage in Krems besonders angenehm. Wir mussten nicht erst lange mit Bus oder Bahn fahren, um zu unserer ersten Etappe zu gelangen. Auch der Bahnhof war zu Fuß erreichbar und so konnten wir am Anreisetag mit unserem Gepäck einfach vom Zug bis zum Hotel laufen.
Da unsere komplette Reise als Paket über den Tourismusverband organisiert worden war, hatten wir das Hotel nicht separat gebucht oder bezahlt. Unterkunft, Gepäcktransport und die weiteren Leistungen gehörten zu unserem gebuchten Arrangement für den Welterbesteig.
Nach dem Einchecken konnten wir also erst einmal ankommen und unser Zimmer beziehen.
Ankommen vor dem großen Abenteuer
Nach der Zugfahrt von Linz nach Krems und dem Fußweg zum Hotel waren wir froh, endlich unser Gepäck abstellen zu können. Wir machten uns kurz frisch und ließen den Reisetag erst einmal etwas sacken.

Dabei wurde uns auch langsam bewusst, dass es nun wirklich losging. Bisher hatten wir uns zu Hause mit der Route beschäftigt und die einzelnen Etappen geplant. Jetzt standen wir tatsächlich in Krems und waren nur noch einen Abend vom Start unserer Weitwanderung entfernt.
Eine kleine Überraschung gab es beim Einchecken ebenfalls. Wir bekamen ein Goodiebag mit einer Trinkflasche, einer Brotdose und einem Sitzkissen. Vor allem die Trinkflasche und das Sitzkissen sollten uns in den nächsten Tagen noch regelmäßig begleiten.
Das war ein schöner Auftakt und passte irgendwie zu unserer Reise. Wir waren nicht einfach nur für ein paar Tage in der Wachau. Vor uns lagen sechs Etappen und mehrere Tage unterwegs von Unterkunft zu Unterkunft.
Warum wir uns für diese Unterkunft entschieden hätten
Die Lage des Hotels hätte für unsere Pläne kaum besser sein können. Direkt vor der Tür begann praktisch die Mischung aus Stadt und Weinlandschaft, die wir an der Wachau so mögen.
Auf der einen Seite lag die Kremser Altstadt mit ihren historischen Gassen und Sehenswürdigkeiten. Auf der anderen Seite ging es hinauf in die Weinberge. Auch ein Heuriger war zu Fuß erreichbar. Da wir Krems bereits von unserem früheren Aufenthalt kannten, mussten wir diesen Nachmittag nicht noch einmal mit einer klassischen Stadtbesichtigung verbringen. Wir wussten, dass unsere erste Wanderetappe am nächsten Morgen ohnehin durch die Altstadt führen würde.
Also entschieden wir uns, den Nachmittag ganz entspannt anzugehen. Wir wollten noch einen Heurigen besuchen, ein Glas Wachauer Wein trinken und einfach die Tatsache genießen, wieder hier zu sein. Und genau dafür mussten wir gar nicht weit laufen.
Ein Nachmittag beim Heurigen Weingut Hamböck
Nachdem wir im Hotel eingecheckt und uns kurz frisch gemacht hatten, wollten wir noch einmal raus. Große Pläne hatten wir für diesen Nachmittag allerdings nicht. Krems kannten wir bereits von unserem früheren Aufenthalt und deshalb mussten wir diesmal nicht unbedingt noch einmal durch die Altstadt laufen und alle Sehenswürdigkeiten anschauen.
Wir wollten es einfach gemütlich angehen lassen.
Da wir schon einmal in der Wachau waren, gehört für uns ein Besuch beim Heurigen inzwischen irgendwie dazu. Also machten wir uns vom Hotel aus auf den Weg zum Heuriger Weingut Hamböck. Viel mehr hatten wir für diesen Nachmittag gar nicht vor.
Wein und Brotzeit mit Blick über Krems
Beim Heurigen konnten wir auf der Terrasse sitzen und hatten von dort einen richtig schönen Blick über Krems. Genau solche Momente lieben wir auf Reisen. Man sitzt irgendwo, hat ein Glas Wein vor sich und schaut einfach in die Landschaft.
Nach der Anreise von Berlin über Linz nach Krems tat es außerdem gut, einmal nicht auf die Uhr schauen zu müssen.
Wir bestellten uns verschiedene Weine und dazu eine Brotzeit. Mehr brauchten wir tatsächlich nicht. Für uns gehört genau das zu einem gelungenen Urlaubstag: gutes Essen, ein Glas Wein und eine schöne Aussicht.


Wir saßen eine ganze Weile dort und ließen den Nachmittag einfach auf uns zukommen. Dabei war natürlich auch unsere bevorstehende Wanderung immer wieder Thema.
Am nächsten Morgen sollte es endlich losgehen.
Noch einmal die Ruhe genießen
Vielleicht genossen wir diesen Nachmittag deshalb auch besonders. Wir wussten, dass ab dem nächsten Morgen unser Tagesablauf ganz anders aussehen würde. Wandern, Höhenmeter, Kilometer, Pausen und irgendwann die nächste Unterkunft.
Heute mussten wir dagegen noch nirgendwo hin. Wir konnten einfach sitzen bleiben. Leider änderte sich das Wetter irgendwann und es zog immer mehr zu. Die Stimmung auf der Terrasse veränderte sich und wir beschlossen, lieber wieder zurück zum Hotel zu gehen.
Eigentlich passte das aber ganz gut. Wir hatten keine Lust, am Abend vor der ersten Etappe von Krems auf dem Welterbesteig durch die Wachau noch völlig durchnässt zu werden.
Ein ruhiger Abend vor dem Start unserer Wanderung von Krems auf dem Welterbesteig Wachau
Zurück im Hotel ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Wir hatten an diesem Tag bewusst nicht mehr viel geplant. Krems würden wir am nächsten Morgen ohnehin noch einmal sehen, denn unsere erste Etappe des Welterbesteig Wachau führte auch durch die Stadt Krems.

Viel vorbereiten mussten wir ebenfalls noch nicht. Die Route kannten wir bereits, die GPX-Daten waren auf unseren Handys gespeichert und die wichtigen Punkte hatten wir offline dabei.
Trotzdem war da inzwischen diese besondere Vorfreude. Jetzt waren wir wirklich angekommen. Und am nächsten Morgen würde aus all der Planung endlich eine richtige Wanderung werden.
Niedrigwasser in der Wachau – würde unsere Schifffahrt überhaupt stattfinden?
Schon bei unserer Ankunft in Krems war die Donau ein Thema, das uns immer wieder beschäftigte. Wir hatten vor unserer Reise bereits viel über das Niedrigwasser gelesen und auch in Linz gesehen, dass der Wasserstand deutlich niedriger war als gewohnt. In Krems wurde noch einmal sichtbarer, wie wenig Wasser die Donau zu dieser Zeit führte.

Für unsere Wanderung war das zunächst gar nicht so wichtig. Eine Sache machte uns allerdings etwas Sorgen: Zu unserem gebuchten Arrangement gehörte am letzten Tag eine Schifffahrt zurück zu unserem Ausgangspunkt.
Und zu diesem Zeitpunkt war überhaupt nicht sicher, ob diese tatsächlich stattfinden würde.
Noch war die Schifffahrt nicht garantiert
Als wir in Krems ankamen, waren die Schiffe wegen des niedrigen Wasserstands noch nicht wieder regulär durch die Wachau gefahren. Damit stand für uns im Raum, dass sich unsere Planung am Ende der Welterbesteig Wanderung möglicherweise ändern könnte.
Natürlich hatten wir uns vor der Reise darauf gefreut. Nach sechs Wandertagen sollte es am letzten Tag nicht wieder zu Fuß oder mit dem Zug zurückgehen. Stattdessen wollten wir die gesamte Strecke noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben und mit dem Schiff auf der Donau zurückfahren.
Aber zunächst hieß es abwarten.
Wir konnten an diesem Abend ohnehin nichts daran ändern. Unsere Wanderung war organisiert und die einzelnen Unterkünfte waren gebucht. Also blieb uns nur zu hoffen, dass sich der Wasserstand in den nächsten Tagen weiter erholen würde.
Die Donau sollte uns noch öfter begegnen
Interessant war für uns, dass wir das Thema Niedrigwasser während der gesamten Reise immer wieder beobachten konnten. In Linz hatte die Donau bereits wieder etwas mehr Wasser und auch einige Kreuzfahrtschiffe waren unterwegs.
In der Wachau sah das Ganze dann wieder etwas anders aus. Hier wurde der niedrige Wasserstand für uns viel greifbarer, weil wir während unserer Wanderung immer wieder direkt an der Donau unterwegs waren. Noch wussten wir allerdings nicht, wie sich die Situation bis zum Ende unserer Reise entwickeln würde.
Später sollten wir in Wien sogar sehen, wie stark das Niedrigwasser die Schifffahrt beeinträchtigte. Dort lagen fast 20 Schiffe fest, während einzelne Schiffe in der Wachau bereits wieder fahren konnten.
Für uns wurde dadurch aus einer Meldung, die wir vor der Reise gelesen hatten, ein Thema, das wir während unseres gesamten Urlaubs mit eigenen Augen beobachten konnten.
Und dann wurde es ernst
Am Abend konnten wir an der Situation mit der Donau ohnehin nichts ändern. Die Schifffahrt lag noch mehrere Tage vor uns und bis dahin konnte sich der Wasserstand noch verändern. Wir beschlossen deshalb, das Thema erst einmal beiseitezuschieben.
Denn viel wichtiger war, was am nächsten Morgen passieren würde.
Unsere Anreise war geschafft. Berlin, München, Linz, St. Pölten und schließlich Krems lagen hinter uns. Wir waren angekommen, hatten uns eingerichtet und den Nachmittag beim Heurigen verbracht. Jetzt wartete der eigentliche Grund auf uns, warum wir überhaupt in die Wachau gekommen waren.
Unsere erste Etappe von Krems auf dem Welterbesteig durch die Wachau.
Ein neuer Versuch mit leichtem Gepäck
Wir hatten bereits Erfahrung mit Weitwanderungen. Zweimal waren wir in Sachsen mehrere Tage unterwegs gewesen und hatten dabei unser komplettes Gepäck selbst auf dem Rücken getragen. Diesmal wollten wir bewusst etwas anderes ausprobieren.
Unser großes Gepäck würde von Unterkunft zu Unterkunft transportiert werden. Wir selbst würden nur mit unseren Tagesrucksäcken wandern.
Genau darauf waren wir besonders gespannt. Würde sich eine Weitwanderung dadurch wirklich entspannter anfühlen? Würden wir es genießen, morgens nur das Nötigste einzupacken und den schweren Koffer einfach zurückzulassen?
Oder würden wir irgendwann doch das Gefühl haben, dass etwas fehlt?
Die Strecke selbst bereitete uns dagegen weniger Sorgen. Wir hatten uns bereits zu Hause intensiv mit der Tour beschäftigt, die GPX-Daten in Komoot gespeichert und die wichtigsten Punkte und Termine auch offline auf unseren Handys dabei.
Trotzdem ist eine geplante Route etwas anderes, als tatsächlich am Startpunkt zu stehen.
Und jetzt waren wir genau hier.
Vorfreude auf die ersten Kilometer
An diesem Abend ließen wir es ruhig angehen. Die wichtigsten Vorbereitungen hatten wir bereits zu Hause erledigt, die Route war auf unseren Handys gespeichert und auch sonst war für den nächsten Morgen alles vorbereitet. Wir wollten einfach noch einmal gut schlafen und ausgeruht in unsere erste Etappe starten.
Trotzdem waren wir natürlich gespannt. Nicht darauf, ob wir überhaupt mehrere Tage wandern können – das hatten wir bei unseren beiden Weitwanderungen in Sachsen bereits ausprobiert. Viel interessanter war für uns die Frage, wie sich diese Reise mit organisiertem Gepäcktransport anfühlen würde. Sechs Etappen lagen vor uns und jeden Morgen würden wir nur unseren Tagesrucksack nehmen, während unser großes Gepäck bereits zur nächsten Unterkunft unterwegs sein sollte.
Auch die geplante Schifffahrt am Ende der Reise war zu diesem Zeitpunkt noch nicht sicher, denn der niedrige Wasserstand der Donau machte uns weiterhin etwas Sorgen. Es gab also noch einige Dinge, die wir nicht beeinflussen konnten. Aber eines war sicher: Am nächsten Morgen begann unsere eigentliche Weitwanderung.
Wir waren nicht mehr auf der Durchreise, sondern endlich dort angekommen, wo wir hinwollten. Vor uns lagen die ersten Kilometer des Welterbesteigs von Krems durch die Wachau – und wir waren gespannt, was die nächsten sechs Etappen für uns bereithalten würden.
FAQ: Krems und der Start unserer Weitwanderung auf dem Welterbesteig Wachau
Wie kommt man mit dem Zug von Linz nach Krems?
Wir sind von Linz zunächst mit dem Zug nach St. Pölten gefahren und dort in einen kleineren Zug nach Krems umgestiegen. Die gesamte Strecke dauerte bei unserer Verbindung knapp zwei Stunden. Wir hatten unsere Tickets bereits vorher gebucht und konnten dadurch günstiger reisen.
Ist Krems ein guter Ausgangspunkt für den Welterbesteig Wachau?
Ja, für uns war Krems ein idealer Ausgangspunkt. Die Stadt liegt direkt an der Donau und bietet gleichzeitig einen einfachen Zugang zu den Weinbergen. Außerdem ist der Bahnhof gut erreichbar und die erste Etappe des Welterbesteigs führt direkt durch Krems.
Wie lange sollte man in Krems bleiben?
Das hängt davon ab, was man in Krems unternehmen möchte. Wir kannten die Stadt bereits von einem früheren Aufenthalt und haben deshalb diesmal nur eine Nacht eingeplant. Wer Krems zum ersten Mal besucht, kann unserer Meinung nach aber problemlos eine Woche für die Stadt und die Umgebung einplanen.
Wo kann man in Krems gut übernachten?
Wir haben im Hotel Unter den Linden übernachtet. Die Unterkunft liegt am Rand der Altstadt und damit sehr praktisch für eine Reise, bei der man sowohl die Stadt als auch die Weinberge erkunden möchte. Unser Aufenthalt war Teil des gebuchten Welterbesteig-Pakets und wurde über den Tourismusverband organisiert.
Kann man den Welterbesteig Wachau mit Gepäcktransport wandern?
Ja. Genau das haben wir bei unserer Reise ausprobiert. Unser großes Gepäck wurde von Unterkunft zu Unterkunft transportiert und wir waren tagsüber nur mit unseren Tagesrucksäcken unterwegs. Für uns war das eine neue Erfahrung, da wir bei unseren bisherigen Weitwanderungen in Sachsen unser komplettes Gepäck selbst getragen hatten.
Wie plant man eine Weitwanderung mit Gepäcktransport?
Wir würden empfehlen, die einzelnen Etappen und Unterkünfte frühzeitig zu planen. Bei unserer Reise war das besonders unkompliziert, weil wir ein komplettes Arrangement über den Tourismusverband gebucht hatten. Die Unterkünfte, der Gepäcktransport und weitere Leistungen waren dadurch bereits organisiert.
Wie kann man bei einer Zugreise nach Krems Geld sparen?
Wir buchen Zugtickets möglichst frühzeitig und vergleichen verschiedene Verbindungen. Oft lohnt es sich auch, außerhalb der Hauptreisezeiten zu fahren. Wer flexibel ist, kann beispielsweise unter der Woche oder am frühen Morgen beziehungsweise am Abend günstigere Verbindungen finden. Bei internationalen Zugreisen lohnt sich außerdem ein Preisvergleich mit der Bahngesellschaft des jeweiligen Reiselandes.
Ist Krems auch für einen kurzen Aufenthalt geeignet?
Ja. Wir waren diesmal nur eine Nacht in Krems und konnten trotzdem einen schönen Nachmittag und Abend verbringen. Da wir die Stadt bereits kannten, haben wir uns bewusst auf einen entspannten Nachmittag beim Heurigen konzentriert und nicht noch einmal alle Sehenswürdigkeiten besucht.
Wann beginnt der Welterbesteig Wachau ab Krems?
Das hängt von der gewählten Etappenplanung ab. Bei unserer Wanderung starteten wir am nächsten Morgen direkt in Krems und machten uns auf den Weg zu unserer ersten Etappe. Wie dieser erste Wandertag für uns war, erzählen wir im nächsten Beitrag unserer Wachau-Serie.
Unser Fazit nach dem ersten Tag in Krems
Wenn wir heute auf diesen Tag zurückblicken, war es genau die richtige Entscheidung, Krems als Ausgangspunkt unserer Wanderung zu wählen. Die Stadt ist für uns eine schöne Mischung aus historischer Altstadt, Donau und Weinbergen. Gleichzeitig ist sie ein praktischer Startpunkt für den Welterbesteig.
Wer Krems noch nicht kennt, sollte unserer Meinung nach ruhig etwas mehr Zeit einplanen. Wir hatten durch unseren früheren Aufenthalt bereits vieles gesehen und konnten uns deshalb diesmal ganz auf den Beginn unserer Wanderung konzentrieren.
Für uns war dieser erste Tag vor allem eines: das ruhige Ankommen vor dem großen Abenteuer.
Am nächsten Morgen würde sich das ändern. Dann hieß es Wanderschuhe an, Tagesrucksack auf den Rücken und los.
Unsere erste Etappe auf dem Welterbesteig Wachau begann.
Weiter geht’s: Unsere erste Etappe auf dem Welterbesteig
Der ruhige Ankunftstag in Krems war vorbei und damit auch die letzte Etappe unserer Anreise. Am nächsten Morgen sollte es endlich losgehen.
Unser Tagesrucksack war gepackt, die Wanderschuhe standen bereit und vor uns lag die erste Etappe des Welterbesteigs Wachau. Nach unseren bisherigen Weitwanderungen in Sachsen waren wir besonders gespannt darauf, wie sich das Wandern mit leichtem Gepäck anfühlen würde.
Also hieß es am nächsten Morgen: Rucksack auf, Wanderschuhe an und los.
Wie die erste Etappe verlief, welche Orte wir unterwegs gesehen haben und ob unser Gepäck tatsächlich wie geplant an der nächsten Unterkunft angekommen ist, erzählen wir im nächsten Teil unserer Wachau-Serie.
Hier gibt’s unsere Eindrücke zu den weiteren Etappen:
- Krems Welterbesteig Wachau
- Welterbesteig Krems Dürnstein: Unsere 1. Etappe
- Welterbesteig Dürnstein Weißenkirchen: Unsere 2. Etappe
- Welterbesteig Weißenkirchen Spitz: Unsere 3. Etappe
- Welterbesteig Spitz Mühldorf: Unsere 4. Etappe
- Welterbesteig Mühldorf Spitz: Unsere 5. Etappe
- Schifffahrt Spitz Krems: Mit dem Schiff durch die Wachau
Fragen zu meinen Wanderungen?
Habt ihr Fragen zu diesem Beitrag oder zu meinen Wanderungen?
Dann schreibt mir gerne eine E-Mail an Nadine@nadinswelt.de, nutzt das Kontaktformular auf Nadinswelt.de oder schreibt mir einfach direkt über Instagram oder TikTok. Ich freue mich immer über eure Nachrichten und helfe euch gerne mit meinen persönlichen Erfahrungen weiter.
Mehr Eindrücke auf Instagram & TikTok
Auf Instagram und TikTok unter @Na.dins_welt nehme ich euch mit auf unsere Reisen und zeige euch viele weitere Eindrücke, Reels, Tipps und Behind-the-Scenes.
Dort erwarten euch nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern auch Wanderungen, besondere Unterkünfte, Ausflugstipps und viele Momente, die es nicht in den Blog geschafft haben.
Wenn ihr nichts verpassen möchtet, folgt mir dort gerne und begleitet mich auf meinen nächsten Abenteuern.