Viamala-Schlucht
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Viamala-Schlucht: Unser spontaner Besuch in Graubünden

Viamala-Schlucht

Nachdem wir am frühen Morgen aus dem Tessin aufgebrochen und über den San Bernardino Pass gefahren waren, ging es für uns weiter in Richtung Graubünden. Unser eigentliches Ziel für diesen Tag war eine Unterkunft auf einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Landquart. Doch wie so oft auf unseren Reisen schauen wir gerne, welche interessanten Orte entlang unserer Route liegen. Dabei entdeckten wir die Viamala-Schlucht und stellten fest, dass wir direkt daran vorbeikommen würden. Da wir ohnehin unterwegs waren, beschlossen wir spontan, einfach einmal anzuhalten und zu schauen, ob wir überhaupt einen Parkplatz bekommen würden.


Spontan entdeckt und Glück mit dem Parkplatz

Die Viamala-Schlucht war für uns kein lange geplantes Ausflugsziel. Wir hatten sie erst bei der Planung unserer Route entdeckt und wollten spontan entscheiden, ob ein Besuch an diesem Tag zeitlich und organisatorisch überhaupt möglich war. Direkt vor der Schlucht gibt es nur begrenzte Parkmöglichkeiten. Als wir ankamen, war außerdem gerade ein großer Reisebus eingetroffen. Wir hatten jedoch Glück und konnten noch einen Parkplatz ergattern.

Damit stand unserem spontanen Besuch nichts mehr im Weg. Wir gingen zum Besucherzentrum beziehungsweise in den dortigen Shop, holten uns unsere Eintrittskarten und machten uns anschließend auf den Weg hinunter in die Schlucht.


359 Treppenstufen hinunter ins Schluchtzentrum

Schon beim Beginn des Abstiegs war klar: Der Weg hinunter ist zwar gut machbar, aber später müssen wir natürlich auch wieder nach oben. Insgesamt führen 359 Treppenstufen hinunter ins Schluchtzentrum. Der Weg verläuft über verschiedene Ebenen und führt immer tiefer zwischen die beeindruckenden Felswände.

Da es mittlerweile bereits Mittag war und die Temperaturen deutlich gestiegen waren, hatten wir zum Glück extra etwas zu trinken mitgenommen. Das war auch gut so, denn nicht alle Besucher hatten Getränke dabei. Gerade an warmen Tagen sollte man für den Besuch ausreichend Wasser einpacken.

Viamala-Schlucht

Der Ab- und Aufstieg über die Treppen dauert in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten. Wir waren ungefähr eine halbe Stunde unterwegs, ohne durch die Schlucht zu rennen oder uns besonders zu beeilen. Wir haben uns die Umgebung angeschaut, Fotos gemacht und immer wieder angehalten.


Die Kraft des Wassers ist beeindruckend

Was uns an der Viamala-Schlucht besonders beeindruckt hat, war einmal mehr die Kraft des Wassers. Wenn man zwischen den hohen Felswänden steht und sich vorstellt, dass sich das Wasser über Jahrtausende seinen Weg durch das Gestein gebahnt hat, bekommt man ein ganz anderes Gefühl für die Landschaft.

Die Felswände der Viamala-Schlucht sind bis zu 300 Meter hoch und wurden durch die Kraft des Wassers glattgeschliffen. Im Schluchtzentrum kann man außerdem jahrtausendealte Strudeltöpfe aus nächster Nähe sehen. Dabei handelt es sich um rundliche Vertiefungen im Fels, die durch das Wasser und mitgeführtes Gestein über einen sehr langen Zeitraum entstanden sind.

Viamala-Schlucht

Auch die verschiedenen Markierungen, die zeigen, wie hoch das Wasser in der Vergangenheit bereits gestanden hat, fanden wir sehr beeindruckend. Während man selbst immer weiter hinuntergeht, wird einem gleichzeitig bewusst, welche Wassermassen hier früher bereits durch die Schlucht geflossen sein müssen.


Jede Schlucht ist anders

Vor unserem Besuch hatten wir keine Fotos oder Videos der Viamala-Schlucht gesehen und wussten deshalb nicht genau, was uns erwarten würde. Wenn man bereits mehrere Schluchten besucht hat, könnte man natürlich denken, dass eine Schlucht im Grunde der nächsten ähnelt. Wir finden aber, dass jede Schlucht ihren ganz eigenen Charakter hat.

Auch die Viamala-Schlucht ist wieder anders als andere Schluchten, die wir bereits gesehen haben. Die hohen, glattgeschliffenen Felswände, die jahrtausendealten Strudeltöpfe und die verschiedenen Ebenen, über die man durch die Schlucht läuft, geben ihr ihren eigenen Reiz.

Natürlich ist die Viamala-Schlucht kein riesiges Ausflugsziel, in dem man den ganzen Tag unterwegs ist. Unser Besuch dauerte ungefähr eine halbe Stunde. Dafür ließ sich die Schlucht aber perfekt in unsere Fahrt einbauen und war für uns ein sehr schöner Zwischenstopp auf dem Weg durch Graubünden.


Eine willkommene Abkühlung an einem heißen Tag

Unser Besuch kam an diesem Tag außerdem genau zur richtigen Zeit. Es war mittlerweile Mittag und die Temperaturen waren deutlich gestiegen. Nach unserer Fahrt über den San Bernardino Pass wurde es zunehmend heiß.

Je weiter wir zwischen die Felsen hinuntergingen, desto angenehmer und kühler wurde die Luft. Nicht so kalt, dass man eine Jacke gebraucht hätte, aber doch deutlich erfrischender als oben in der Sonne. Gerade an einem warmen Sommertag empfanden wir die Viamala-Schlucht deshalb als eine willkommene Abkühlung.

Wenn man genauer hinschaut, entdeckt man außerdem viele kleine Details an den Felswänden. Durch die Feuchtigkeit und die Algen, die sich dort absetzen, entstehen unterschiedliche grünliche und dunklere Färbungen. Dort, wo regelmäßig Wasser steht oder die Felsen besonders feucht sind, wirken die Farben intensiver. An Stellen, die mehr Sonne abbekommen, sind die Felsen dagegen heller und weniger grün.

Algen an Felswand

Wir haben deshalb neben den großen Aufnahmen der Schlucht auch einige Detailbilder gemacht. Gerade solche kleinen Besonderheiten machen für uns einen Besuch oft noch interessanter.


Historische und moderne Brücken in der Schlucht

Neben den beeindruckenden Felswänden und dem Wasser gehören auch verschiedene Brückenkonstruktionen zum Erlebnis.

Viamala-Schlucht

In der Viamala-Schlucht treffen historische und moderne Brücken aufeinander und ermöglichen unterschiedliche Perspektiven auf die Felswände und die Schlucht.

Wir fanden es spannend, wie sich die Bauwerke in die natürliche Umgebung einfügen. Einerseits sieht man die gewaltigen Felsformationen, die über Jahrtausende durch die Natur entstanden sind, andererseits die Brücken und Wege, die den Besuchern heute ermöglichen, mitten in diese Landschaft hineinzulaufen.


Ist der Besuch der Viamala-Schlucht anstrengend?

Grundsätzlich ist der Besuch der Viamala-Schlucht gut machbar. Allerdings sollte man die 359 Treppenstufen nicht unterschätzen. Der Weg führt zunächst hinunter in die Schlucht und anschließend natürlich wieder zurück nach oben.

Für uns war das kein Problem. Wir hatten ausreichend Zeit und etwas zu trinken dabei und konnten jederzeit eine Pause machen. Wer sich Zeit lässt, muss die Treppen nicht schnell bewältigen.

Wer allerdings Schwierigkeiten mit vielen Treppen oder längeren Auf- und Abstiegen hat, sollte sich vorher überlegen, ob der komplette Weg machbar ist. In diesem Fall kann man die Schlucht auch von oben betrachten und den Besuch entsprechend anpassen.

Gerade an heißen Tagen sollte man außerdem ausreichend Wasser dabeihaben.


Mehr als nur ein kurzer Besuch

Unser Besuch beschränkte sich auf den eigentlichen Weg hinunter zur Schlucht und wieder zurück. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Viamala-Schlucht aber auch mit verschiedenen öffentlich zugänglichen Wanderwegen zwischen Thusis, Zillis und Andeer verbinden.

Wenn ihr also nicht nur einen kurzen Zwischenstopp einlegen, sondern die Region ausführlicher erkunden möchtet, gibt es noch weitere Möglichkeiten. Das Personal im Besucherzentrum steht euch für weitere Informationen zur Verfügung.

Für uns passte der kurze Besuch an diesem Tag allerdings perfekt in unsere Route. Wir waren bereits seit dem frühen Morgen unterwegs und wollten anschließend noch weiter in Richtung Soliser Viadukt und Rheinschlucht fahren.


Café, Souvenirladen und Grand-Tour-Schild

Oberhalb der Viamala-Schlucht gibt es ein kleines Café mit einer Terrasse. Dort kann man nach dem Besuch noch eine Pause einlegen und etwas trinken. Außerdem gibt es einen kleinen Souvenirladen.

Auch das Grand-Tour-of-Switzerland-Schild befindet sich wieder oberhalb bei den Parkplätzen. Da wir auf unserer Schweiz-Rundreise immer wieder an diesen Schildern vorbeigekommen waren, durfte natürlich auch hier ein Foto nicht fehlen.

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Die Viamala-Schlucht ist saisonal geöffnet. Für 2026 gelten folgende Öffnungszeiten:

26. März bis 30. April 2026: täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr

Mai bis September 2026: täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr

1. Oktober bis 1. November 2026: täglich von 9:00 bis 18:00 Uhr

Der letzte Zutritt zur Schlucht ist jeweils 30 Minuten vor der Schließung möglich. Während der Wintersaison von November bis März bleibt die Viamala-Schlucht aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Der Eintritt kostet für Erwachsene CHF 10 und für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren CHF 6. Für Gruppen ab 10 Personen gelten vergünstigte Preise.

Da sich Öffnungszeiten und Preise ändern können, solltet ihr vor eurem Besuch noch einmal die aktuellen Informationen prüfen.


Unser Fazit zur Viamala-Schlucht

Die Viamala-Schlucht war für uns ein spontaner Zwischenstopp, der sich auf jeden Fall gelohnt hat. Wir hatten die Schlucht während unserer Fahrt über den San Bernardino Pass entdeckt und uns spontan entschieden, einfach anzuhalten. Genau solche ungeplanten Stopps gehören für uns zu einer Rundreise dazu.

Besonders beeindruckt hat uns natürlich die Kraft des Wassers. Wenn man zwischen den hohen Felswänden steht, die glattgeschliffenen Felsen betrachtet und die Markierungen früherer Wasserstände sieht, bekommt man einen ganz anderen Eindruck davon, welche Kräfte hier über Jahrtausende gewirkt haben.

Auch wenn wir bereits andere Schluchten gesehen haben, finden wir nicht, dass man deshalb sagen kann: „Eine Schlucht kennt man, dann reicht es.“ Jede Schlucht sieht anders aus und hat ihren ganz eigenen Charakter. Die Viamala-Schlucht ist zwar ein eher kurzer Ausflug, aber die beeindruckenden Felswände, die jahrtausendealten Strudeltöpfe und die verschiedenen Perspektiven machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Für uns war die Schlucht an diesem heißen Tag außerdem eine willkommene Abkühlung. Je weiter wir zwischen die Felsen hinuntergingen, desto angenehmer wurden die Temperaturen.

Wir würden die Viamala-Schlucht deshalb jedem empfehlen, der in Graubünden unterwegs ist und einen beeindruckenden, aber zeitlich überschaubaren Zwischenstopp sucht. Wenn ihr allerdings Schwierigkeiten mit vielen Treppen habt, solltet ihr den Ab- und Aufstieg über die 359 Stufen bei eurer Planung berücksichtigen.


Weiter Richtung Soliser Viadukt und Rheinschlucht

Nach unserem Besuch in der Viamala-Schlucht ging es für uns weiter Richtung Chur. Eigentlich wollten wir nun zu unserer Unterkunft fahren. Doch wie so oft auf unserer Reise entdeckten wir unterwegs noch einen Hinweis, der unsere Aufmerksamkeit weckte.

An einem Schild stand etwas von einem Viadukt.

Viadukt

Also bogen wir spontan ab und machten uns auf die Suche. So kamen wir schließlich zum Soliser Viadukt, einem beeindruckenden Eisenbahnviadukt in der Region. Auch dieser kurze Zwischenstopp war wieder völlig ungeplant und hat uns gezeigt, wie viele interessante Orte man entlang der Strecke entdecken kann.

Danach ging es für uns weiter in Richtung Rheinschlucht. Auch dort bekamen wir während unserer Fahrt einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Landschaft, bevor wir schließlich zu unserer Unterkunft weiterfuhren.

Rheinschlucht

Wie unser spontaner Abstecher zum Soliser Viadukt war und was wir von der Rheinschlucht gesehen haben, erzählen wir euch in den nächsten Beiträgen unserer Schweiz-Rundreise.


FAQ zur Viamala-Schlucht

Wo liegt die Viamala-Schlucht?

Die Viamala-Schlucht liegt im Kanton Graubünden in der Schweiz. Sie befindet sich zwischen Thusis, Zillis und Andeer und ist gut in eine Rundreise durch Graubünden integrierbar.

Wie viele Treppen gibt es in der Viamala-Schlucht?

Der Weg hinunter ins Schluchtzentrum führt über insgesamt 359 Treppenstufen. Nach dem Besuch muss man den Weg natürlich auch wieder hinaufgehen.

Wie lange dauert der Besuch der Viamala-Schlucht?

Der Ab- und Aufstieg über die Treppen ins Schluchtzentrum dauert in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten. Je nachdem, wie viele Pausen man macht und wie ausführlich man sich die Schlucht anschaut, kann der Besuch natürlich auch länger dauern.

Wie hoch sind die Felswände der Viamala-Schlucht?

Die Felswände der Viamala-Schlucht sind bis zu 300 Meter hoch und wurden über Jahrtausende durch die Kraft des Wassers glattgeschliffen.

Was kann man in der Viamala-Schlucht sehen?

Neben den beeindruckenden Felswänden und dem Wasser kann man jahrtausendealte Strudeltöpfe aus nächster Nähe sehen. Außerdem gibt es historische und moderne Brückenkonstruktionen sowie Markierungen, die frühere Wasserstände zeigen.

Kann man in der Viamala-Schlucht wandern?

Ja. Neben dem eigentlichen Besuch der Schlucht gibt es verschiedene öffentlich zugängliche Wanderwege zwischen Thusis, Zillis und Andeer. Wer mehr Zeit mitbringt, kann die Region daher auch ausführlicher zu Fuß erkunden.

Ist die Viamala-Schlucht für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet?

Der Weg ins Schluchtzentrum führt über 359 Treppenstufen. Wer Schwierigkeiten mit vielen Treppen oder längeren Auf- und Abstiegen hat, sollte den Besuch entsprechend planen. Die Schlucht kann auch von oben betrachtet werden.

Gibt es Parkplätze an der Viamala-Schlucht?

Ja, es gibt Parkplätze direkt bei der Viamala-Schlucht. Die Anzahl ist jedoch begrenzt. Wir hatten bei unserem spontanen Besuch Glück und konnten noch einen Parkplatz bekommen.

Gibt es ein Café an der Viamala-Schlucht?

Oberhalb der Schlucht gibt es ein kleines Café mit Terrasse sowie einen kleinen Souvenirladen.

Wann ist die Viamala-Schlucht geöffnet?

Die Öffnungszeiten sind saisonabhängig. Von Mai bis September ist die Viamala-Schlucht täglich von 8:00 bis 19:00 Uhr geöffnet. Im Frühjahr und Herbst gelten kürzere Öffnungszeiten. Während der Wintersaison bleibt die Schlucht aus Sicherheitsgründen geschlossen.

Was kostet der Eintritt in die Viamala-Schlucht?

Der Eintritt kostet für Erwachsene CHF 10 und für Kinder zwischen 6 und 16 Jahren CHF 6. Für Gruppen ab 10 Personen gibt es vergünstigte Preise.

Lohnt sich ein Besuch der Viamala-Schlucht?

Für uns hat sich der Besuch auf jeden Fall gelohnt. Die Viamala-Schlucht ist zwar kein riesiges Ausflugsziel, aber die beeindruckenden Felswände, die jahrtausendealten Strudeltöpfe und die sichtbaren Spuren der Kraft des Wassers machen den Besuch zu einem besonderen Erlebnis.

Wenn ihr ohnehin in Graubünden unterwegs seid, würden wir die Viamala-Schlucht als Zwischenstopp auf jeden Fall empfehlen.

Weiter geht unsere Schweiz-Rundreise mit einem spontanen Abstecher zum Soliser Viadukt und anschließend weiter durch die beeindruckende Rheinschlucht.


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Weitere Reiseberichte unserer 14-tägigen Schweiz Rundreise

Dieser Beitrag ist Teil meiner 14-tägigen Schweiz Rundreise. Nach und nach entstehen hier ausführliche Reiseberichte mit vielen Tipps, Wanderungen, Sehenswürdigkeiten und persönlichen Erfahrungen.

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Jeder Beitrag baut auf dem vorherigen auf und nimmt euch Schritt für Schritt mit auf unsere Reise durch die Schweiz. Schaut also gerne vorbei..

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