Meersburg am Bodensee
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Meersburg am Bodensee

Meersburg am Bodensee

Ein entspannter Spaziergang durch die Altstadt von Meersburg am Bodensee

Obwohl wir schon einmal am Bodensee waren, wollten wir unbedingt noch einen weiteren Tag hier verbringen. Für unseren Ausflug entschieden wir uns diesmal für Meersburg am Bodensee.

Das Wetter bei uns an der Unterkunft sah zunächst gar nicht so vielversprechend aus. Für den Bodensee war allerdings Sonne angesagt. Und tatsächlich hatten wir Glück: Kaum waren wir in Meersburg angekommen, zeigte sich der Bodensee von seiner sonnigen Seite.

Wir wollten an diesem Tag bewusst keinen vollgepackten Besichtigungsplan. Statt möglichst viele Sehenswürdigkeiten abzuhaken, wollten wir einfach durch Meersburg schlendern, die Altstadt entdecken, den See genießen und uns ein bisschen treiben lassen.


Parken und zu Fuß nach Meersburg am Bodensee

Unser Auto stellten wir etwas außerhalb in der Nähe des Stichelweihers ab. Dort konnten wir kostenlos parken und machten uns anschließend zu Fuß auf den Weg in Richtung Altstadt.

Für uns war das eine gute Möglichkeit, den Besuch direkt mit einem kleinen Spaziergang zu beginnen. Insgesamt waren wir später etwas mehr als drei Stunden in Meersburg unterwegs. Unsere aufgezeichnete Route kam auf knapp 4 Kilometer und rund 70 Höhenmeter.

Damit war es keine Wanderung im eigentlichen Sinne, sondern eher ein gemütlicher Spaziergang durch die Stadt und entlang des Bodensees. Genau das hatten wir uns für diesen Vormittag auch vorgenommen.


Unser erster Weg führte zum Neuen Schloss

Unser erster Anlaufpunkt war das Neue Schloss Meersburg. Wir wollten allerdings nicht ins Schloss hinein, sondern vor allem die Außenanlagen und den Blick über den Bodensee genießen.

Das Neue Schloss liegt oberhalb der Altstadt und seine Gartenterrasse bietet einen weiten Blick über den See. Bei guter Sicht reicht das Panorama bis zum Alpenraum.

Wir gingen deshalb zunächst in Richtung Schlossgarten und blieben dort eine Weile stehen. Vor uns lag der Bodensee und das Wetter hätte für diesen Ausblick kaum besser sein können.

Meersburg am Bodensee

Besonders schön fanden wir, dass wir von hier aus nicht nur über den See schauen konnten. Bei der guten Sicht konnten wir sogar bis nach Österreich hinüberblicken. Auch die Insel Mainau konnten wir von unserem Aussichtspunkt aus erkennen.

Meersburg am Bodensee

Für uns war das ein richtig schöner Start in den Tag. Noch bevor wir die eigentliche Altstadt erkundet hatten, hatten wir bereits einen der Ausblicke, wegen denen sich ein Besuch in Meersburg für uns lohnt.

Wir hatten dabei übrigens nicht das Ziel, jede Sehenswürdigkeit ausführlich zu besichtigen. Wir wollten uns an diesem Tag einfach treiben lassen. Also genossen wir die Aussicht, machten ein paar Fotos und gingen anschließend weiter.

Von hier führte unser Weg in Richtung der Alten Burg. Auch dort schauten wir uns das historische Gebäude nur von außen an. Wir hatten an diesem Tag nicht vor, Museen oder Innenräume zu besuchen. Uns interessierte vielmehr die Atmosphäre von Meersburg und das Zusammenspiel aus historischen Gebäuden, Weinbergen und Bodensee.

Und genau diese Mischung machte schon die ersten Meter unseres Spaziergangs zu einem schönen Erlebnis.


Von der Burg hinunter in die Altstadt

Nach unserem Aufenthalt im Schlossgarten machten wir uns langsam auf den Weg in Richtung Altstadt. Wir kamen dabei zunächst noch an der Alten Burg vorbei. Auch hier beließen wir es bei einem Blick von außen, denn an diesem Tag wollten wir vor allem durch Meersburg schlendern und die Atmosphäre auf uns wirken lassen.

Burg

Von der Oberstadt führte unser Weg schließlich hinunter in Richtung Unterstadt. Dabei kamen wir am Bärenbrunnen vorbei. Der Brunnen steht an der Steigstraße und gehört zu den bekannten historischen Brunnen der Stadt. Der Bär auf der Brunnensäule trägt das Meersburger Wappen.

Wir schauten uns den Brunnen kurz an und liefen weiter bergab. Schon hier merkten wir, wie schön es ist, Meersburg einfach zu Fuß zu erkunden. Zwischen den historischen Häusern ging es immer weiter hinunter in Richtung Bodensee.


Eine überraschende Entdeckung am Wegesrand

Auf unserem Weg kamen wir auch an der Mittelaltertaverne Drachenfeuer vorbei. Sie war zu diesem Zeitpunkt gerade dabei zu öffnen. Schon von außen fanden wir die Taverne so interessant, dass wir uns sofort dachten: Hier müssen wir später noch einmal vorbeischauen.

Wir wollten aber zunächst weiter und den Bodensee erreichen. Deshalb merkten wir uns die Taverne einfach für später vor und gingen weiter in Richtung Unterstadt.

Schließlich erreichten wir die Unterstadtstraße. Sie verbindet die historische Oberstadt mit dem Bereich am See und führt durch einen besonders schönen Teil der Meersburger Altstadt. Die Straße ist von historischen Häusern gesäumt und führt weiter in Richtung Hafen und Bodensee. Hier ließen wir uns einfach treiben. Mal blieben wir stehen, um uns ein Gebäude genauer anzusehen, mal ging es direkt weiter. Genau diese Mischung hatten wir uns für unseren Tag vorgenommen.

meersburg

Unser nächstes Ziel war jetzt die Seepromenade. Nach den engen Gassen der Altstadt wollten wir unbedingt wieder ans Wasser und den Blick über den Bodensee genießen.

Und dort wartete bereits das nächste bekannte Wahrzeichen von Meersburg auf uns.


An der Seepromenade entlang

Säule

Von der Unterstadtstraße aus erreichten wir schließlich die Seepromenade. Nach unserem Spaziergang durch die historischen Gassen lag nun der Bodensee direkt vor uns. Für uns war das genau der richtige Moment, um einfach ein bisschen am Wasser entlangzulaufen und die Aussicht zu genießen.

Direkt an der Hafenmole steht die Magische Säule von Peter Lenk. Das rund 13 Meter hohe Kunstwerk wurde 2007 aufgestellt und zeigt satirisch dargestellte Persönlichkeiten aus der Meersburger Stadtgeschichte.

Wir liefen an der Säule vorbei und schauten sie uns dabei natürlich genauer an. Besonders die vielen unterschiedlichen Figuren machen das Kunstwerk interessant. Für einen kurzen Stopp auf einem Spaziergang durch Meersburg ist die Magische Säule auf jeden Fall sehenswert.


Weiter in Meersburg am Bodensee am Bodensee entlang

Von hier aus folgten wir der Seepromenade weiter bis zur Nepomuk-Statue. Dabei hatten wir immer wieder einen schönen Blick auf den Bodensee und konnten einfach die Sonne genießen.

Genau solche Momente machen für uns einen Ausflug nach Meersburg aus. Wir mussten nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen. Stattdessen konnten wir einfach am Wasser entlanglaufen, stehen bleiben, Fotos machen und den Blick über den See schweifen lassen.

Auch das Wetter spielte weiterhin perfekt mit. Bei Sonnenschein und den milden Temperaturen fühlte sich Meersburg fast ein bisschen mediterran an. Dieses Flair hatten wir schon bei unserem ersten Aufenthalt am Bodensee so gemocht und auch diesmal war es sofort wieder da.

Nach unserem Spaziergang am Wasser machten wir uns langsam wieder auf den Weg zurück in Richtung Altstadt. Und dabei kamen wir erneut an der Taverne vorbei, die uns schon auf dem Hinweg neugierig gemacht hatte.

Diesmal war sie geöffnet – und jetzt wollten wir natürlich wissen, ob das mittelalterliche Ambiente nicht nur von außen spannend aussieht, sondern auch von innen hält, was es verspricht.


Mittelalterflair in der Taverne Drachenfeuer

Als wir wieder in Richtung Altstadt liefen, kamen wir erneut an der Mittelaltertaverne Drachenfeuer vorbei. Auf dem Hinweg hatte sie gerade erst geöffnet, jetzt war sie bereit für die ersten Gäste. Und nachdem uns das Gebäude schon von außen neugierig gemacht hatte, wollten wir nun natürlich wissen, wie es drinnen aussieht.

Wir hatten Glück und waren noch sehr früh dran. Tatsächlich waren wir die ersten Gäste und konnten uns einen schönen Platz aussuchen.

Eine Taverne wie aus einer anderen Zeit

Schon beim Betreten merkten wir, dass das Drachenfeuer nicht nur von außen mittelalterlich aussieht. Auch im Inneren ist alles passend gestaltet. Das Restaurant befindet sich in einem Haus aus dem Jahr 1584 und wurde mit historischen Balken und Ziegeln zu einer urigen Taverne gestaltet.

Wir fanden die Atmosphäre richtig gelungen. Man sitzt nicht einfach in einem normalen Restaurant, sondern bekommt tatsächlich das Gefühl, für einen Moment in eine andere Zeit einzutauchen.

Natürlich wollten wir auch etwas essen. Wir entschieden uns für eine cremige Käse-Lauchsuppe mit Hanfbrot für 7,90 Euro. Dazu gab es einen Rahmfladen „Bauersfrau“ mit saurer Sahne, jungem Spinat, Erdapfelscheiben und Emmentaler für 15,90 Euro.

Gerade der Rahmfladen hat uns richtig gut geschmeckt. Durch die Kartoffelscheiben und den Käse war er schön deftig und erinnerte uns ein wenig an eine Mischung aus Flammkuchen und Pizza.

Auch bei den Getränken haben wir passend zum Ambiente etwas Besonderes ausprobiert. Wir hatten eine „Süße Hex“, einen Met mit Holunderblütensirup und Soda, sowie einen Wikinger-Hanf-Met.

Wir hatten mit diesem Restaurantbesuch ursprünglich gar nicht gerechnet. Umso schöner war es, dass wir spontan hineingegangen sind. Das Essen war lecker, die Atmosphäre besonders und durch die frühe Uhrzeit war es angenehm ruhig. Für uns war das Drachenfeuer deshalb eine der Überraschungen unseres Tages in Meersburg.

Unser Tipp: Wenn ihr durch die Altstadt schlendert und die Taverne seht, schaut ruhig einmal hinein. Gerade wenn ihr Lust auf etwas anderes als ein klassisches Restaurant habt, ist das Drachenfeuer einen Besuch wert.

Meersburg hat uns auch bei unserem zweiten Besuch wieder gefallen und wir würden jederzeit noch einmal einen Tag hier verbringen. Wer historische Altstadt, Bodensee, schöne Ausblicke und ein bisschen mediterranes Urlaubsgefühl miteinander verbinden möchte, sollte Meersburg definitiv auf seine Liste setzen.


Ein Stück Bodensee für zu Hause

Nach unserem Essen machten wir uns wieder auf den Weg durch Meersburg. Bevor wir unseren Ausflug beendeten, wollten wir aber noch etwas vom Bodensee mit nach Hause nehmen.

Dabei kamen wir zum Meersburger Winzerverein. Da wir bei unserem Aufenthalt am Bodensee bereits das mediterrane Flair und die Weinregion rund um Meersburg kennengelernt hatten, lag es für uns nahe, dort noch ein paar Flaschen Wein mitzunehmen.

Wir haben den Wein nicht vor Ort verkostet, sondern uns einfach sechs Flaschen ausgesucht und mitgenommen. Und wir wurden auch zu Hause nicht enttäuscht. Für uns war das eine schöne Erinnerung an unseren sonnigen Tag am Bodensee.


Unser Fazit zu Meersburg am Bodensee

Nach insgesamt etwas mehr als drei Stunden waren wir mit unserem Spaziergang durch Meersburg fertig. Knapp 4 Kilometer und rund 70 Höhenmeter hatten wir dabei zurückgelegt.

Für uns war es genau die richtige Mischung aus Altstadt, Bodensee, Aussicht und gutem Essen. Wir mussten keinen festen Zeitplan einhalten und konnten einfach dort stehen bleiben, wo es uns gefallen hat.

Besonders schön fanden wir wieder das mediterrane Flair am Bodensee. Das kannten wir bereits von unserem ersten Aufenthalt und haben es auch diesmal sofort wieder gespürt. Dazu kam das deutlich mildere und sonnigere Wetter, das uns an diesem Tag in Meersburg erwartete.

Natürlich hätten wir noch viel mehr unternehmen können. Ein Besuch der Insel Mainau wäre beispielsweise ebenfalls möglich gewesen. Wir entschieden uns aber bewusst dagegen. Für diesen Tag wollten wir keinen vollen Ausflugsplan, sondern einfach Meersburg genießen.

Und genau das hat für uns den Reiz ausgemacht.

Meersburg hat uns auch bei unserem zweiten Besuch wieder gefallen und wir würden jederzeit noch einmal einen Tag hier verbringen. Wer historische Altstadt, Bodensee, schöne Ausblicke und ein bisschen mediterranes Urlaubsgefühl miteinander verbinden möchte, sollte Meersburg definitiv auf seine Liste setzen.

Unser Tag war damit allerdings noch nicht ganz vorbei. Auf dem Rückweg wartete noch ein ungeplanter Zwischenstopp auf uns: das Erwin Hymer Museum in Bad Waldsee.

Davon erzählen wir euch im nächsten Beitrag unserer Reise.

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