Ulm Sehenswürdigkeiten

Unsere Route zu Münster, Fischerviertel & Berblinger-Turm
Die Ulm Sehenswürdigkeiten stand bei unserer Reise durch die Schwäbische Alb ebenfalls auf unserer Liste. Nach unseren Wanderungen und Ausflügen in die Natur wollten wir diesmal eine Stadt erkunden und uns anschauen, was es rund um das berühmte Ulmer Münster noch zu entdecken gibt.
Für unseren Besuch hatten wir ungefähr 4,5 Stunden eingeplant und waren dabei knapp 5 Kilometer zu Fuß unterwegs. Rund 100 Höhenmeter kamen ebenfalls zusammen – vor allem durch unsere beiden Turmaufstiege. Denn wir wollten nicht nur durch die Altstadt schlendern, sondern Ulm auch einmal aus der Höhe erleben.
Das Wetter war bei unserem Besuch allerdings ziemlich durchwachsen. Mal kam die Sonne heraus, dann zog es wieder zu. Uns hat das nicht wirklich gestört, im Gegenteil: Vielleicht war die Stadt dadurch sogar etwas ruhiger, als sie es an einem schönen Sommertag gewesen wäre.
Ulm auf einen Blick
- Aufenthalt: ca. 4,5 Stunden
- Strecke: ca. 5 km
- Höhenmeter: ca. 100 hm
- Start: Park-&-Ride bei der Universität
- Anreise: Mit der Tram in die Innenstadt
- Highlights: Ulmer Münster, Fischerviertel, Schiefes Haus, Donau, Rosengarten, Berblinger-Turm, Gänstor und Grabenhäusle
- Unsere Empfehlung: Für die Kombination aus Sehenswürdigkeiten und Rundgang mindestens einen halben Tag einplanen
Mit Park & Ride entspannt nach Ulm
Da wir mit dem Auto unterwegs waren, wollten wir uns die Parkplatzsuche mitten in Ulm ersparen. Deshalb fuhren wir bis an den Stadtrand und nutzten einen Park-&-Ride-Parkplatz bei der Universität.
Dort konnten wir unser Auto kostenlos abstellen und anschließend mit der Straßenbahn weiter in Richtung Innenstadt fahren. Für uns war das eine angenehme Möglichkeit, das Auto stehen zu lassen und direkt ohne Parkplatzsuche ins Zentrum zu kommen.
Von der Straßenbahn aus ging es dann zu Fuß weiter. Unser erstes Ziel war natürlich das Wahrzeichen der Stadt: das Ulmer Münster.
Das Ulmer Münster – das Wahrzeichen der Stadt
Schon auf dem Weg durch die Altstadt konnten wir immer wieder den beeindruckenden Turm des Ulmer Münsters sehen. Je näher wir kamen, desto gewaltiger wirkte das Gebäude.
Natürlich wollten wir nicht nur davorstehen, sondern auch hinein. Im Inneren haben wir uns zunächst in Ruhe umgesehen, bevor wir uns für den Aufstieg auf den Turm entschieden.



Und genau der sollte noch einiges an Kraft kosten.
Aufstieg auf den Münsterturm
Wir wussten natürlich, dass der Aufstieg anstrengend werden würde. Aber wie viele Treppen es tatsächlich sind und wie eng es teilweise nach oben geht, merkt man erst, wenn man selbst unterwegs ist.

Die Treppen sind teilweise ziemlich schmal und auf den engen Abschnitten kommt einem natürlich auch immer wieder jemand entgegen. Je weiter wir nach oben kamen, desto mehr haben wir uns gefragt, warum wir uns das eigentlich freiwillig antun.
Aber wir wollten natürlich bis nach oben.
Der Aufstieg war für uns definitiv anstrengend, aber als wir schließlich oben angekommen waren, war die Mühe schnell vergessen. Von dort oben hatten wir einen tollen Blick über Ulm und konnten die Stadt einmal aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.
Wir haben uns dort oben etwas umgeschaut und natürlich auch einige Fotos gemacht. Gerade wenn man zuvor durch die Straßen gelaufen ist, ist es spannend zu sehen, wie klein die Häuser und Gassen von oben plötzlich wirken.
Ein kleiner Einblick in die Wohnung des Türmers
Während unseres Besuchs war außerdem eine Kitagruppe im Münster unterwegs. Die Kinder durften sogar einen Blick in die Wohnung des Türmers werfen.

Wir konnten dabei selbst ein paar Blicke erhaschen und fanden das ziemlich interessant. Denn wann bekommt man schon einmal einen kleinen Einblick in eine Wohnung mitten in einem so außergewöhnlichen Gebäude?
Für uns war das eine schöne kleine Überraschung während unseres Münsterbesuchs.
Nachdem wir den Ausblick ausreichend genossen hatten, stand allerdings noch der schwierigere Teil bevor: wieder nach unten.
Denn so schön die Aussicht auch war – die vielen engen Treppen mussten wir natürlich auch wieder hinuntersteigen.
Unten angekommen, ging es für uns anschließend weiter durch die Altstadt in Richtung Rathaus. Und nach dem doch ziemlich sportlichen Münsterbesuch hatten wir inzwischen auch ordentlich Hunger bekommen.
Durch die Ulm Sehenswürdigkeiten – Altstadt zum Rathaus
Wieder unten angekommen, ging es für uns zunächst weiter durch die Ulmer Altstadt. Nach dem doch ziemlich anstrengenden Aufstieg auf den Münsterturm war der gemütliche Spaziergang durch die Straßen genau das Richtige.
Unser nächstes Ziel war das Ulmer Rathaus. Das Gebäude fällt mit seiner aufwendig bemalten Fassade sofort ins Auge und gehört für uns definitiv zu den Sehenswürdigkeiten, die man bei einem Rundgang durch Ulm nicht einfach links liegen lassen sollte.
Bevor wir uns das Rathaus allerdings genauer anschauen konnten, machte sich bei uns der Hunger bemerkbar. Also beschlossen wir, erst einmal eine Mittagspause einzulegen.
Mittagspause in der Barfüßer Hausbrauerei
Unsere Mittagspause machten wir in der Barfüßer Hausbrauerei Ulm. Dort konnten wir bei unserem Besuch auch ohne Reservierung noch einen Platz bekommen. Wenn ihr allerdings zu einer beliebten Zeit oder mit mehreren Personen dort essen möchtet, würden wir trotzdem empfehlen, vorher einen Tisch zu reservieren.
Wir entschieden uns für Gerichte von der Mittagskarte. Ich hatte einen Knödel mit Pilzsauce und Salat, während mein Mann einen Burger bestellte.



Nach dem Aufstieg auf den Münsterturm war die Pause genau das Richtige. Wir konnten uns in Ruhe hinsetzen, etwas essen und neue Energie für den restlichen Rundgang durch Ulm sammeln.
Danach ging es für uns weiter in einen ganz anderen Teil der Stadt.
Ulm Sehenswürdigkeiten – Fischerviertel und Schiefes Haus
Vom Rathaus aus liefen wir weiter in Richtung Fischerviertel. Dieser Teil Ulms hat uns besonders gut gefallen. Mit seinen historischen Häusern, kleinen Gassen und der Lage direkt an der Blau wirkt das Viertel deutlich gemütlicher als manche der größeren Straßen rund um das Münster.
Bei unserem Besuch war das Wetter ziemlich wechselhaft. Vielleicht lag es auch daran, dass es im Fischerviertel angenehm ruhig wirkte. Wir konnten in aller Ruhe durch die Gassen laufen und uns die verschiedenen Häuser anschauen.

Natürlich entdeckten wir dabei auch das berühmte Schiefe Haus.
Das historische Fachwerkhaus macht seinem Namen wirklich alle Ehre und steht deutlich sichtbar schräg am Wasser. Heute ist es ein Hotel und gehört zu den bekanntesten Fotomotiven im Fischerviertel.
Wir haben uns ein wenig Zeit genommen, die Umgebung anzuschauen und natürlich auch einige Fotos gemacht.
Für uns war das Fischerviertel ein schöner Kontrast zum imposanten Münster. Während das Münster vor allem durch seine Größe beeindruckt, ist es hier eher die Atmosphäre, die den Reiz ausmacht.
Entlang der Donau zum Rosengarten
Vom Fischerviertel aus ging es für uns anschließend weiter in Richtung Donau. Wir liefen ein Stück am Wasser entlang und kamen schließlich auf die Stadtmauer.
Von dort hatten wir immer wieder schöne Blicke auf die Umgebung und konnten unseren Spaziergang entspannt fortsetzen.
Unser nächster kleiner Zwischenstopp war die Ulm Sehenswürdigkeiten der Rosengarten.

Wir fanden den Garten überraschend interessant, denn hier waren die verschiedenen Rosen jeweils mit ihren Namen versehen. Und davon gab es wirklich eine ganze Menge zu entdecken.
Wir sind deshalb nicht einfach nur einmal hindurchgelaufen, sondern haben uns die unterschiedlichen Sorten genauer angeschaut. Gerade wenn man sich für Pflanzen interessiert, ist der Rosengarten dadurch ein schöner kleiner Zwischenstopp während eines Rundgangs durch Ulm.
Nach dem Spaziergang durch den Rosengarten führte unser Weg wieder weiter an der Donau entlang.
Und jetzt wartete noch ein ganz besonderes Erlebnis auf uns: der Berblinger-Turm.
Ob wir dort wirklich hinaufgehen wollten, darüber mussten wir allerdings erst einmal etwas nachdenken. Denn der Turm sieht schon von unten ziemlich ungewöhnlich aus.
Berblinger-Turm – ziemlich beeindruckend und ein bisschen Überwindung
Als wir vor der Ulm Sehenswürdigkeiten dem Berblinger-Turm standen, waren wir uns zunächst gar nicht sicher, ob wir wirklich hinaufgehen wollten. Die Konstruktion ragt frei über die Donau und wirkt dadurch schon von unten ziemlich ungewöhnlich.
Nach einigem Überlegen haben wir uns dann doch dafür entschieden.

Der Aufstieg selbst ist gar nicht das größte Problem. Vielmehr ist es das Gefühl, dass man mit jedem Schritt weiter hinaus über die Donau läuft. Durch die offene Konstruktion wirkt der Turm sehr luftig und teilweise auch etwas wackelig.
Für uns war es deshalb schon eine kleine Überwindung, immer weiter nach oben beziehungsweise hinauszugehen. Gerade wenn man nach unten schaut und unter sich die Donau sieht, fühlt sich das Ganze noch einmal ganz anders an.
Aber auch hier hat es sich gelohnt.
Oben angekommen hatten wir einen schönen Blick über die Stadt und auf die Donau. Gleichzeitig konnten wir die ungewöhnliche Konstruktion des Turms noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben.



Wir haben natürlich auch hier einige Fotos gemacht. Der Berblinger-Turm ist definitiv kein Aussichtspunkt, den man mit einem klassischen Turm vergleichen kann. Gerade seine freie und ungewöhnliche Konstruktion macht den Besuch so interessant.
Unser Tipp: Wenn ihr keine Probleme mit Höhe habt, würden wir den Aufstieg auf jeden Fall ausprobieren. Man sollte sich aber darauf einstellen, dass sich die Konstruktion durch die offene Bauweise etwas ungewohnt anfühlt.
Ulm Sehenswürdigkeiten – Gänstor und Grabenhäusle
Nachdem wir wieder festen Boden unter den Füßen hatten, ging es für uns weiter durch Ulm.

Unser nächstes Ziel war das Gänstor, ein Überbleibsel der ehemaligen Stadtbefestigung. Von dort liefen wir weiter zu den Grabenhäusle.
Die kleinen Häuser entlang der ehemaligen Stadtbefestigung bilden einen schönen Kontrast zu den großen Sehenswürdigkeiten wie dem Münster. Gerade bei einem Rundgang durch Ulm fanden wir es interessant, immer wieder auf solche weniger auffälligen historischen Ecken zu stoßen.
Wir mussten dabei auch keine großen Umwege machen und konnten die beiden Stationen gut in unsere Runde einbauen.
Danach ging es für uns langsam wieder zurück in Richtung Altstadt. Inzwischen hatten wir einen ziemlich abwechslungsreichen Tag hinter uns: vom imposanten Münster über das gemütliche Fischerviertel und die Donau bis hin zum ungewöhnlichen Berblinger-Turm.
Von der Altstadt aus liefen wir schließlich wieder zur Straßenbahn und fuhren zurück zu unserem Auto am Park-&-Ride-Parkplatz.
Damit endete unser Rundgang durch Ulm nach ungefähr 4,5 Stunden und knapp 5 Kilometern.
Und obwohl das Wetter an diesem Tag eher durchwachsen war, hat uns Ulm richtig gut gefallen. Eigentlich gab es keinen Punkt, bei dem wir gesagt hätten: „Das hätten wir uns sparen können.“ Im Gegenteil – gerade die Mischung aus bekannten Sehenswürdigkeiten und kleineren Entdeckungen hat den Tag für uns so abwechslungsreich gemacht.
Dann würde ich jetzt mit dem praktischen Überblick + Fazit weitermachen. Danach fehlt eigentlich nur noch der Übergang zum nächsten Beitrag.
Unsere Ulm Sehenswürdigkeiten – Route im Überblick
Wir haben unsere Sehenswürdigkeiten in Ulm nicht einzeln mit dem Auto angefahren, sondern alles miteinander zu einem Rundgang verbunden. Dadurch konnten wir die Stadt ganz entspannt zu Fuß erkunden und zwischendurch immer wieder neue Ecken entdecken.
Unsere Route verlief ungefähr so:
Park-&-Ride bei der Universität → Ulmer Münster → Altstadt → Rathaus → Barfüßer Hausbrauerei → Fischerviertel → Schiefes Haus → Donau → Stadtmauer → Rosengarten → Berblinger-Turm → Gänstor → Grabenhäusle → Altstadt → Straßenbahn
Insgesamt waren wir dabei ungefähr 4,5 Stunden unterwegs und sind knapp 5 Kilometer gelaufen. Rund 100 Höhenmeter kamen durch die verschiedenen Anstiege und vor allem die beiden Turmbesichtigungen zusammen.
Für uns war das eine angenehme Länge, weil wir uns an den einzelnen Stationen Zeit lassen konnten. Gerade beim Münster und beim Berblinger-Turm sollte man nicht nur die reine Gehzeit einplanen, sondern natürlich auch etwas Zeit für den Besuch und die Aussicht.
Unser Fazit zu Ulm Sehenswürdigkeiten
Ulm hat uns wirklich positiv überrascht. Wir hatten natürlich das Münster als großes Highlight auf dem Schirm, aber gerade die Kombination mit den anderen Ecken der Stadt hat uns gut gefallen.
Besonders schön fanden wir, dass die Stadt so unterschiedliche Seiten bietet. Das Ulmer Münster ist gewaltig und beeindruckend, das Fischerviertel dagegen gemütlich und mit seinen historischen Häusern fast schon beschaulich. Dazu kommen die Donau, die Stadtmauer, der Rosengarten und mit dem Berblinger-Turm noch ein ziemlich außergewöhnlicher Aussichtspunkt.
Auch das durchwachsene Wetter hat unserem Besuch nichts anhaben können. Vielleicht hatte es sogar einen kleinen Vorteil: Die Stadt war dadurch vermutlich etwas leerer, als sie es bei strahlendem Sonnenschein gewesen wäre.
Wenn ihr Ulm bisher nur mit dem Münster verbunden habt, würden wir deshalb sagen: Nehmt euch ruhig etwas mehr Zeit und erkundet auch die anderen Ecken der Stadt.
Unsere knapp fünf Kilometer lange Runde hat uns dafür völlig ausgereicht und wir hatten trotzdem das Gefühl, einen richtig guten Eindruck von Ulm bekommen zu haben.
Noch mehr Schwäbische Alb entdecken
Ulm war für uns allerdings noch nicht das Ende unserer Reise durch die Region. Nach den vielen Naturerlebnissen und Wanderungen auf der Schwäbischen Alb wollten wir natürlich noch weitere Orte kennenlernen.
Auf dem Blog findet ihr deshalb bereits unsere Beiträge zum Bad Uracher Wasserfall, Schloss Lichtenstein, Lautertal, der Wimsener Höhle und Blaubeuren mit dem Blautopf.
Und auch nach Ulm ging unsere Reise weiter. Unser nächstes Ziel führte uns wieder zurück zu einem ganz anderen Teil der Schwäbischen Alb.
Welche Station das war und was wir dort erlebt haben, erfahrt ihr im nächsten Beitrag.
Du möchtest noch mehr von der Schwäbischen Alb entdecken?
In meinem großen Überblick zur Schwäbischen Alb findest du weitere Ausflugsziele, Städte, Wanderungen, Unterkünfte und persönliche Tipps für deine Reise.
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