Erfurt Sehenswürdigkeiten
Krämerbrücke, Petersberg & Altstadt Tipps
Erfurt Sehenswürdigkeiten haben uns bei unserem Besuch am Sonntagmorgen wirklich überrascht. Die Stadt verbindet eine historische Altstadt, die berühmte Krämerbrücke und viele ruhige Ecken entlang der Gera zu einem perfekten Tagesausflug.

Wer an Thüringen denkt, hat oft zuerst Weimar oder den Thüringer Wald im Kopf. Dabei gehört Erfurt für uns zu den schönsten Städten Deutschlands. Historische Fachwerkhäuser, kleine Brücken, verwinkelte Gassen und gemütliche Cafés verleihen der Landeshauptstadt einen ganz besonderen Charme. Dazu kommen viele liebevolle Details, die man erst beim zweiten Blick entdeckt.
Wir haben Erfurt an einem Sonntag im Sommer besucht. Unser Plan war eigentlich nur ein entspannter Tagesausflug – am Ende waren wir überrascht, wie viel die Stadt zu bieten hat. Zwischen historischen Sehenswürdigkeiten, einer entspannten Atmosphäre und vielen kleinen Highlights hätten wir problemlos noch einen weiteren Tag bleiben können.
Das Beste daran: Von Berlin aus ist Erfurt mit dem Zug schnell erreichbar. Nach der Ankunft sind es nur wenige Gehminuten bis in die wunderschöne Altstadt. Perfekt also für einen spontanen Tagesausflug oder ein verlängertes Wochenende.
Unser Tipp: Früh aufstehen lohnt sich

Wir waren bereits früh am Sonntagmorgen unterwegs. Das hatte gleich mehrere Vorteile. Zum einen waren die Temperaturen noch angenehm und zum anderen war die Altstadt noch herrlich ruhig. Gerade die Krämerbrücke konnten wir fast ohne andere Besucher erleben.
Wenn die Sonne langsam zwischen den historischen Häusern aufgeht und sich das warme Licht auf den alten Fassaden spiegelt, zeigt sich Erfurt von seiner schönsten Seite. Wer gerne fotografiert, sollte sich diese Morgenstunden auf keinen Fall entgehen lassen.
Mit der Zeit wurde es zwar voller, dennoch blieb die Atmosphäre angenehm entspannt.
Krämerbrücke – eine der bekanntesten Erfurt Sehenswürdigkeiten
Zu den schönsten Erfurt Sehenswürdigkeiten gehört für uns definitiv die Krämerbrücke am frühen Morgen. Natürlich führte unser erster Weg zur Krämerbrücke. Sie gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen Deutschlands und feierte im vergangenen Jahr ihr 700-jähriges Bestehen.
Besonders spannend ist ihre Geschichte. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Brücke mehrfach durch Brände zerstört und anschließend immer wieder aufgebaut. Heute ist sie eine der wenigen durchgehend mit Häusern bebauten und bewohnten Brücken Europas.
Beim Spaziergang über die Brücke reihen sich kleine Geschäfte, Galerien, Ateliers und Cafés aneinander. Gerade am frühen Morgen wirkt alles noch besonders ruhig und authentisch.

Während unseres Besuchs gab es dort außerdem eine außergewöhnliche Kunstinstallation des Künstlers Matthias Lehmann. Naturweiße, transluzente Stoffbahnen schwebten über der Brücke und erzeugten je nach Sonnenstand wunderschöne Licht- und Schattenmuster. Die Installation verlieh der ohnehin schon beeindruckenden Krämerbrücke noch einmal eine ganz besondere Atmosphäre.
Für uns war das einer der schönsten Fotospots des gesamten Tages.

Erfurt von oben erleben
Viele Besucher laufen einfach über die Krämerbrücke und gehen anschließend weiter. Dabei übersehen sie häufig einen echten Geheimtipp.
Direkt am Ende der Krämerbrücke befindet sich der Turm der Ägidienkirche die ebenfalls zu Erfurt Sehenswürdigkeiten zählt. Wer die Treppen hinaufsteigt, wird mit einem fantastischen Blick über die Dächer Erfurts belohnt.
Von hier oben erkennt man erst richtig, wie außergewöhnlich die Krämerbrücke eigentlich ist. Zwischen den roten Dächern schlängelt sie sich durch die Altstadt und zeigt ihre ganze Schönheit aus einer völlig neuen Perspektive.
Gerade für Fotografen lohnt sich der Aufstieg.
Frühstück im Füchsen
Nach unserem Spaziergang zog es uns ins Füchsen. Das Café liegt etwas abseits der touristischen Wege in einem kleinen, schattigen Innenhof.
Schon beim Betreten merkt man, wie viel Wert hier auf Qualität gelegt wird. Viele Produkte werden selbst hergestellt – von Marmeladen über verschiedene Aufstriche bis hin zu den hausgemachten Limonaden.



Wir entschieden uns für eine Gurken-Rosmarin-Limonade, die an diesem heißen Sommertag herrlich erfrischend war.
Ich hatte das vegane Frühstück und war wirklich begeistert. Es war abwechslungsreich, liebevoll angerichtet und genau das Richtige für einen leichten Start in den Tag.
Wer Erfurt besucht und gemütlich frühstücken möchte, dem können wir das Füchsen auf jeden Fall empfehlen.
Die wichtigsten Erfurt Sehenswürdigkeiten in der Altstadt
Viele der schönsten Erfurt Sehenswürdigkeiten liegen direkt in der Altstadt.
Gut gestärkt ging es weiter durch die Altstadt. Genau hier entfaltet Erfurt seinen besonderen Charme.
Immer wieder führen kleine Brücken über die Gera. Dazwischen säumen historische Fachwerkhäuser die engen Gassen und an jeder Ecke entdeckt man neue Details.
Besonders schön fanden wir, dass sich die Stadt trotz ihrer Beliebtheit nie überlaufen angefühlt hat. Stattdessen wechseln sich belebte Plätze mit ruhigen Seitenstraßen ab.
An unserem heißen Sommertag spielte die Gera dabei eine besondere Rolle. Viele Menschen saßen direkt am Wasser, ließen die Füße im kühlen Fluss baumeln oder suchten sich ein schattiges Plätzchen unter den Bäumen.
Gerade diese entspannte Atmosphäre hat uns besonders gefallen.
Sandmännchen, Pittiplatsch & Co. – Erfurt auf spielerische Weise entdecken
Beim Spaziergang durch Erfurt lohnt es sich, die Augen offen zu halten. Über die gesamte Innenstadt verteilt stehen Figuren aus dem KiKA-Universum die ebenfalls zu Erfurt Sehenswürdigkeiten gehören. Neben dem Sandmännchen begegnet man unter anderem Pittiplatsch, Schnatterinchen und weiteren bekannten Figuren, die viele von uns schon aus ihrer Kindheit kennen.



Die Figuren machen nicht nur Kindern Spaß, sondern sind auch tolle Fotomotive und geben dem Stadtrundgang eine spielerische Note. Besonders schön fanden wir, dass man dadurch automatisch auch Ecken der Altstadt entdeckt, die man sonst vielleicht gar nicht besucht hätte.
Ein praktischer Tipp: Die Standorte der Figuren lassen sich ganz einfach über Google Maps finden. So kannst du dir deine eigene Route zusammenstellen und die Suche perfekt mit den wichtigsten Sehenswürdigkeiten verbinden.
Kostenlos Trinkwasser auffüllen
Gerade an heißen Sommertagen ist Erfurt bestens auf Besucher vorbereitet. Über die Innenstadt verteilt befinden sich mehrere öffentliche Wasserspender, an denen du deine Trinkflasche kostenlos mit frischem Trinkwasser auffüllen kannst.
Wir fanden das besonders praktisch, denn bei den sommerlichen Temperaturen war unsere Flasche schnell leer. Statt ständig neue Getränke kaufen zu müssen, konnten wir sie unterwegs immer wieder auffüllen. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt.
Domplatz und Erfurter Dom

Unser Weg führte uns schließlich zum Domplatz. Schon von Weitem beeindruckt das Domensemble mit seinen mächtigen Treppen, dem Erfurter Dom und der Severikirche.
Gerade an heißen Tagen lohnt sich ein Blick ins Innere des Doms. Während draußen die Sonne auf den Domplatz scheint, herrscht im Inneren eine angenehm kühle Atmosphäre. Gleichzeitig lässt sich hier die beeindruckende Architektur in aller Ruhe auf sich wirken.
Rund um den Domplatz laden zahlreiche Cafés und Restaurants zu einer Pause ein. Wer lieber etwas abseits des Trubels essen möchte, findet jedoch schon wenige Straßen weiter viele gemütliche Restaurants mit ruhigen Innenhöfen.
Petersberg & Domplatz – beeindruckende Erfurt Sehenswürdigkeiten
Direkt neben dem Dom beginnt der Weg hinauf zu einer weiteren Erfurt Sehenswürdigkeiten, der Zitadelle Petersberg. Der kurze Anstieg lohnt sich auf jeden Fall.
Oben angekommen erwartet dich nicht nur eine der größten und besterhaltenen barocken Stadtfestungen Europas, sondern auch ein fantastischer Blick über die Dächer Erfurts.

Besonders gut gefallen hat uns der Kommandantengarten. Zwischen den historischen Mauern genießt man einen wunderschönen Blick auf die Altstadt und das Domensemble. Für uns war das einer der schönsten Fotospots der gesamten Reise.
Natürlich darf auch ein Foto am bekannten Erfurt-Schriftzug nicht fehlen, der sich ebenfalls auf dem Petersberg befindet.

Die schönsten Fotospots & Erfurt Sehenswürdigkeiten
Erfurt ist für alle, die gerne fotografieren, ein echtes Paradies. Fast hinter jeder Ecke wartet ein neues Motiv.
Unsere persönlichen Highlights waren:
- die Krämerbrücke am frühen Morgen mit der Kunstinstallation von Matthias Lehmann
- der Blick vom Turm der Ägidienkirche auf die Krämerbrücke
- der Kommandantengarten auf dem Petersberg
- der Erfurt-Schriftzug
- die vielen KiKA-Figuren in der Altstadt
- die kleinen Brücken entlang der Gera mit den historischen Fachwerkhäusern im Hintergrund
- viele weitere Erfurt Sehenswürdigkeiten
Unser Tipp: Plane deinen Rundgang möglichst früh am Morgen. Dann ist das Licht besonders schön und viele Sehenswürdigkeiten sind noch angenehm leer.
Natur mitten in der Stadt
Wer nach dem Stadtbummel und den Erfurt Sehenswürdigkeiten noch etwas Zeit hat, sollte einen Spaziergang im Steigerwald einplanen. Das große Waldgebiet grenzt direkt an Erfurt und bietet eine schöne Abwechslung zur historischen Altstadt.
Gerade an heißen Sommertagen spendet der Wald angenehmen Schatten und sorgt für eine willkommene Abkühlung. Familien finden hier außerdem einen schönen Waldspielplatz, während Naturliebhaber die zahlreichen Wege für einen entspannten Spaziergang nutzen können.
Erfurt im Winter
Auch wenn wir Erfurt im Sommer besucht haben, können wir uns die Stadt gerade zur Weihnachtszeit besonders schön vorstellen. Die historische Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern bietet die perfekte Kulisse für einen stimmungsvollen Weihnachtsmarkt. Festlich geschmückte Gassen, Lichter und der Domplatz sorgen dann für eine ganz besondere Atmosphäre.
Erfurt steht deshalb definitiv auch auf unserer Liste für einen Besuch in der Adventszeit.
Weitere Erfurt Sehenswürdigkeiten rund um Petersberg und Gera
Viele verbinden Erfurt mit einem Tagesausflug – und dafür eignet sich die Stadt auch hervorragend. Von Berlin aus ist sie schnell und unkompliziert mit dem Zug erreichbar. Nach der Ankunft bist du innerhalb weniger Minuten zu Fuß mitten in der Altstadt und kannst direkt mit deiner Entdeckungstour beginnen.
Wer etwas mehr Zeit mitbringt, sollte Erfurt aber als Ausgangspunkt für weitere Ausflüge nutzen. Von hier aus erreichst du bequem Weimar mit seiner beeindruckenden Kulturgeschichte, Eisenach mit der Wartburg oder Gotha mit seinem barocken Schloss. Auch für Wanderungen in Thüringen bietet Erfurt eine ideale Lage.
Unser Fazit
Erfurt hat uns ehrlich überrascht. Oft sind es gerade die Städte, von denen man vorher gar nicht so viel erwartet, die einen am Ende am meisten begeistern. Die Erfurt Sehenswürdigkeiten lassen sich wunderbar zu Fuß erkunden.
Die Mischung aus mittelalterlicher Altstadt, der 700 Jahre alten Krämerbrücke, den vielen kleinen Brücken entlang der Gera und den liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern macht den besonderen Charme der Stadt aus. Dazu kommen die vielen kleinen Details, die unseren Besuch unvergesslich gemacht haben: die KiKA-Figuren, die zum Entdecken einladen, die kostenlosen Wasserspender an heißen Tagen, das leckere Frühstück im Füchsen und die traumhaften Ausblicke vom Petersberg und vom Turm der Ägidienkirche.
Besonders gefallen hat uns, wie entspannt sich Erfurt anfühlt. Trotz der vielen Sehenswürdigkeiten wirkt die Stadt nie hektisch. Stattdessen findet man überall ruhige Plätze, schattige Ecken und kleine Cafés, in denen man einfach den Moment genießen kann.
Für uns ist Erfurt deshalb weit mehr als nur ein schönes Ziel für einen Tagesausflug. Die Stadt eignet sich perfekt für alle, die Geschichte, gutes Essen, Fotografie und entspannte Spaziergänge miteinander verbinden möchten. Und obwohl wir einen ganzen Tag dort verbracht haben, hatten wir am Ende das Gefühl, längst noch nicht alles entdeckt zu haben.
Eines ist deshalb sicher: Wir kommen wieder – vielleicht schon zur Weihnachtszeit, wenn Erfurt in einem ganz anderen, festlichen Licht erstrahlt.
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