Mürren Wanderung – Wasserfall Sprutz & Berner Oberland

Unsere Mürren Wanderung im Berner Oberland war eigentlich gar nicht geplant. Nach unserem Besuch der Trümmelbachfälle bekamen wir den Tipp, noch nach Mürren zu fahren und die Umgebung dort zu erkunden. Was als spontaner Ausflug begann, wurde für uns zu einem der schönsten Erlebnisse unserer Schweiz-Rundreise.
Der Mitarbeiter an der Bahn hatte uns empfohlen, noch nach Mürren zu fahren und die Gegend dort etwas zu erkunden.
Eigentlich hatten wir für diesen Tag gar keinen großen Plan mehr, doch genau das mögen wir aber beim Reisen.
Natürlich informieren wir uns vorher, schauen, was es zu sehen gibt und überlegen, was zu uns passen könnte. Aber wir lassen bewusst auch Platz für spontane Entscheidungen. Denn oft entstehen genau daraus die schönsten Erlebnisse. Und genau so sollte es auch in Mürren sein.
Mit dem Auto ins Lauterbrunnental und weiter Richtung Stechelberg
Nachdem wir uns entschieden hatten, den Tipp umzusetzen, fuhren wir mit dem Auto noch weiter hinein ins Lauterbrunnental.
Schon die Fahrt durch dieses beeindruckende Tal ist ein Erlebnis. Die steilen Felswände, die Wasserfälle und die mächtigen Berge begleiten einen auf fast jedem Kilometer.
Relativ schnell stellten wir allerdings fest, dass man mit dem Auto nicht einfach weiter bis nach Mürren fahren kann. Das Bergdorf ist autofrei und nur über verschiedene Transportmöglichkeiten erreichbar. Also fuhren wir weiter bis nach Stechelberg.
Direkt an der Seilbahnstation gibt es einen Parkplatz, auf dem wir unser Auto abstellen konnten. Dort kauften wir uns ein Ticket direkt am Automaten, für die Fahrt hinauf nach Mürren und wieder zurück. Für uns war das die unkomplizierteste Möglichkeit, um den Ort und die Umgebung kennenzulernen.
Mit einer der steilsten Seilbahnen hinauf nach Mürren
Schon die Fahrt nach oben war ein kleines Erlebnis.
Die Seilbahn überwindet auf kurzer Strecke eine beeindruckende Steigung und bringt Besucher innerhalb weniger Minuten hinauf in das autofreie Mürren.

Während man langsam höher steigt, verändert sich die Landschaft immer mehr.
Unten bleibt das Lauterbrunnental zurück.
Die Felswände wirken plötzlich noch gewaltiger und die Berge rücken immer näher.
Es ist schon ein besonderes Gefühl, wenn man innerhalb weniger Minuten so viele Höhenmeter überwindet.
Oben angekommen, öffneten sich die Türen der Seilbahn und wir standen direkt am Rand von Mürren.
Unser erster Eindruck von Mürren
Wir müssen ehrlich sagen:
Unser erster Moment in Mürren war anders, als wir erwartet hatten. Die Seilbahn war sehr voll. Gemeinsam mit uns stiegen viele weitere Besucher aus und plötzlich füllte sich der kleine Bereich vor der Station. Natürlich ist uns bewusst, dass Mürren ein sehr beliebtes Reiseziel ist.
Gerade die Lage mitten in den Bergen, die Aussicht und die Nähe zum Schilthorn machen den Ort für viele Besucher zu einem Highlight der Schweiz.
Aber nach den ruhigen Momenten an den Trümmelbachfällen merkten wir schnell: Das hier ist gerade nicht unser Ort. Nicht, weil Mürren nicht schön wäre. Sondern weil wir an diesem Tag etwas anderes suchten. Wir wollten keine vollen Gassen, keine Menschenmengen und nicht einfach nur von Fotospot zu Fotospot laufen. Wir wollten Natur, Ruhe und einfach das Gefühl, wirklich in den Bergen unterwegs zu sein.
Also schauten wir uns an und entschieden: Wir gehen einfach in die andere Richtung, ohne festen Plan und ohne genau zu wissen, wo wir landen würden.
Und genau diese Entscheidung sollte einer der schönsten Momente unserer Schweiz-Rundreise werden.
Einfach loslaufen – ohne genaues Ziel
Wir ließen Mürren zunächst hinter uns und folgten einfach der Straße, die weiter den Berg hinaufführte.
Schon nach wenigen Minuten veränderte sich die Stimmung. Der Trubel blieb zurück, die Stimmen wurden weniger und die Wege ruhiger.
Und plötzlich waren wir wieder genau dort, wo wir uns am wohlsten fühlen. Mitten in der Natur. Wir wussten nicht genau, wohin dieser Weg führen würde. Aber genau das machte es spannend.
Unterwegs konnten wir beobachten, wie Paragleiter von den Bergen starteten und langsam über das Tal hinwegflogen. Ein beeindruckender Anblick, besonders vor dieser Kulisse.Immer weiter ging es bergauf.
Und mit jedem Schritt wurde die Aussicht schöner.Schon bald öffnete sich der Blick auf die umliegenden Berge, die Mitte Juni teilweise noch mit Schnee bedeckt waren.

In diesem Moment waren wir froh, dass wir nicht einfach mit der Masse Richtung Ortskern gelaufen waren.
Denn manchmal muss man nur ein paar Schritte abseits gehen, um eine ganz andere Seite eines Ortes kennenzulernen.
Unsere Mürren Wanderung Richtung Wasserfall Sprutz
Wir liefen also weiter, ohne genau zu wissen, was uns erwartet.
Eigentlich wollten wir nur ein wenig Abstand vom Trubel in Mürren gewinnen und schauen, wohin uns der Weg führt.
Nach kurzer Zeit entdeckten wir ein Schild, das auf einen Wasserfall hinwies. Natürlich wurden wir neugierig. Ein Wasserfall in dieser Landschaft? Das klang genau nach etwas, das wir uns anschauen wollten. Also entschieden wir uns spontan, dem Weg weiter zu folgen. Rückblickend war genau diese Entscheidung einer der besten Momente unseres Tages.

Denn mit jedem Meter entfernten wir uns mehr vom Trubel und tauchten immer tiefer in die Natur rund um Mürren ein.
Immer weiter hinauf – zwischen Bergen, Wiesen und Alphütten
Der Weg führte uns weiter bergauf.
Was zuerst noch wie ein normaler Spaziergang wirkte, wurde immer mehr zu einer richtigen Wanderung um Mürren. Die Umgebung veränderte sich spürbar. Die Häuser von Mürren verschwanden langsam hinter uns. Stattdessen begleiteten uns Wiesen, kleine Wege und die beeindruckende Bergwelt des Berner Oberlands. Immer wieder blieben wir stehen. Nicht, weil der Weg besonders schwierig war.
Sondern weil es einfach so viel zu sehen gab.
Die schneebedeckten Gipfel ragten vor uns auf und die Kombination aus grünen Wiesen, alten Alphütten und den mächtigen Bergen war genau das Bild, das viele mit der Schweiz verbinden. Nur fühlte es sich hier oben nicht wie ein klassischer Fotospot an. Es fühlte sich echt an.
Kühe, Alphütten und eine Landschaft wie aus einem Bilderbuch
Unterwegs kamen wir an kleinen Alphütten vorbei. Diese einfachen Holzhäuser mitten in der Berglandschaft haben für uns immer etwas Besonderes. Sie gehören einfach zur Schweiz dazu. Kein künstlich angelegter Aussichtspunkt. Kein großer Erlebnispark.
Einfach Natur und Menschen, die seit Generationen mit dieser Landschaft leben. Dazu kamen die Kühe, die gemütlich auf den Wiesen standen.

Das Glockenläuten, die Ruhe und der Blick auf die Berge machten diesen Abschnitt für uns zu einem der schönsten Erlebnisse der gesamten Region. Gerade diese Momente sind es, die man nicht unbedingt plant. Man findet sie einfach.
Richtung Gimmelwald und immer weiter weg von den Menschen
Unsere Wanderung führte uns weiter in Richtung Gimmelwald. Wir liefen über Wiesen, durch kleinere Waldstücke und immer wieder eröffneten sich neue Ausblicke. Je weiter wir gingen, desto weniger Menschen begegneten uns. Und genau das war das, was wir gesucht hatten.
Die Berge waren weiterhin dieselben. Die Aussicht war weiterhin spektakulär. Aber die Atmosphäre war eine komplett andere.

Während unten in Mürren viele Besucher unterwegs waren, hatten wir hier oben das Gefühl, die Landschaft fast für uns alleine zu haben.
Eine Kreuzung ohne Schild – und eine spontane Entscheidung
Irgendwann kamen wir an eine Stelle, an der der Weg nicht mehr eindeutig ausgeschildert war.
Der Wasserfall war zwar noch irgendwo unser ursprüngliches Ziel, aber inzwischen war der Weg selbst schon zum Erlebnis geworden. Wir entschieden uns einfach, nach rechts weiterzugehen. Und manchmal sind es genau diese kleinen Entscheidungen, die einen an die schönsten Orte bringen. Wir kamen auf eine wunderschöne Hochebene.
Und plötzlich war klar: Eigentlich brauchten wir den Wasserfall gar nicht mehr unbedingt.Denn was sich hier vor uns auftat, war genau das, weshalb wir in die Berge wollten.
Unsere Entdeckung: eine ruhige Hochebene mit Blick auf die Jungfrau
Vor uns lagen kleine Alphütten, grüne Wiesen und überall die beeindruckende Bergkulisse.

Die Jungfrau und die umliegenden Gipfel zeigten sich mit ihren schneebedeckten Flanken. Es war einer dieser Momente, bei denen man automatisch langsamer wird. Man schaut einfach nur. Man nimmt die Umgebung auf.
Und man merkt, wie wenig man manchmal eigentlich braucht. Wir hatten keinen spektakulären Gipfel erklommen. Keine berühmte Aussichtsplattform besucht. Kein teures Bergbahnticket für eine der bekannten Attraktionen gekauft. Wir waren einfach losgelaufen. Und standen nun genau dort, wo wir sein wollten.
Der Wasserfall Sprutz – unser Ziel war plötzlich gar nicht mehr so wichtig
Später erfuhren wir, dass der Wasserfall Sprutz etwas tiefer gelegen war. Um ihn direkt zu erreichen, hätte man noch weiter hinuntergehen müssen.
Und natürlich wäre es möglich gewesen, diesen Weg auch noch zu nehmen. Aber für uns war die Entscheidung schnell klar. Denn danach hätten wir den gesamten Weg wieder hinaufgehen müssen.
Und ehrlich gesagt: Für einen weiteren Wasserfall wollten wir diesen besonderen Platz nicht verlassen. Wir hatten bereits den Fluss gesehen, aus dem der Wasserfall entsteht. Wir hatten die Landschaft erlebt. Und wir hatten einen Ort gefunden, an dem wir einfach bleiben wollten.
Manchmal ist es eben nicht das eigentliche Ziel, das in Erinnerung bleibt. Sondern der Weg dorthin.
Pause bei unserer Mürren Wanderung am Schildbach
Nachdem wir uns entschieden hatten, unsere Wanderung nicht mehr weiter zum Wasserfall Sprutz hinunter fortzusetzten, liefen wir noch ein Stück weiter über die Hochebene.

Und genau dort fanden wir unseren ganz persönlichen Lieblingsplatz. Der Schildbach.
Das Wasser, das später zum Wasserfall wird, begleitete uns ein Stück des Weges und wir kamen an zwei Brücken vorbei. Eine davon wurde unser Platz für eine lange Pause. Nicht nur fünf Minuten stehen bleiben, ein Foto machen und weitergehen. Sondern wirklich ankommen. Wir setzten uns hin, schauten auf die Berge und ließen diesen Moment einfach auf uns wirken. Vor uns die beeindruckende Bergwelt des Berner Oberlands. Neben uns das klare Wasser des Baches. Um uns herum die Ruhe der Natur. Es war genau diese Art von Moment, für die wir gerne reisen.
Nach der Mürren Wanderung, ein kleines Picknick mitten in den Bergen
Natürlich durfte auch eine kleine Pause mit etwas zu essen nicht fehlen. Wir hatten unser Picknick dabei und machten es uns an der Brücke gemütlich. Solche einfachen Momente gehören für uns genauso zum Reisen wie große Sehenswürdigkeiten.
Nicht jedes Erlebnis muss ein Eintrittsticket haben. Nicht jeder schöne Ort braucht eine Aussichtsplattform. Manchmal reicht ein Platz am Bach, ein schöner Blick und genug Zeit. Genau das macht für uns das Reisen und so einer Wanderung aus.
Das erste Mal Wasser direkt aus der Natur probieren
An diesem Tag konnten wir auch zum ersten Mal unsere Filterflasche ausprobieren. Schon länger hatten wir die Idee, unterwegs Wasser direkt aus der Natur zu probieren. Und was wäre ein besserer Ort dafür als hier? Mitten in den Bergen. Am Schildbach. Umgeben von dieser beeindruckenden Landschaft.
Natürlich ist es wichtig, sich vorher zu informieren, wo das Wasser geeignet ist und nicht einfach überall Wasser aus Bächen zu trinken.Aber dieser Moment war für uns etwas Besonderes. Es war nicht nur das Wasser selbst. Es war das Gefühl, gerade wirklich mitten in der Natur zu sein. Ein kleiner Moment, der aber genau deshalb in Erinnerung bleibt.
Wenn die Jungfrau plötzlich sichtbar wird
Während wir dort saßen, veränderte sich die Stimmung immer wieder. Das Wetter an diesem Tag war eher bedeckt. Nicht kalt, aber auch kein strahlender Sonnentag.Gerade in den Bergen kann sich das Wetter innerhalb kurzer Zeit verändern.
Und dann passierte genau das, was man sich von so einem Tag erhofft.

Die Wolken zogen langsam auf. Und plötzlich zeigte sich die Jungfrau komplett. Mit den noch schneebedeckten Bergen im Hintergrund war das ein unglaublich schöner Anblick. Wir saßen einfach da und konnten kaum glauben, wie perfekt dieser Moment war.
Es war kein geplanter Aussichtspunkt. Keine berühmte Plattform. Kein Ort, an dem sich Menschen für das perfekte Foto anstellen. Wir waren einfach zur richtigen Zeit am richtigen Platz.
Noch ein bisschen bleiben – weil es einfach zu schön war
Eigentlich hätten wir irgendwann weitergehen können. Aber genau das ist etwas, was wir auf Reisen immer wieder lernen: Man muss nicht immer sofort weiter. Man darf auch einfach bleiben.
Wir genossen die Ruhe, beobachteten die Umgebung und ließen den Blick immer wieder über die Berge schweifen. Die Kühe auf den Wiesen, die kleinen Alphütten, das Wasser des Baches und diese unglaubliche Kulisse. Es war einer dieser Momente, bei denen man später sagt: „Genau deshalb hat sich der Weg gelohnt.“
Unsere Wanderung zurück nach Mürren – aber mit einem anderen Blick auf den Ort
Nach unserer langen Pause machten wir uns irgendwann wieder auf den Rückweg. Wir hätten natürlich noch weitergehen können. Auch der Weg zum Wasserfall Sprutz wäre noch möglich gewesen.
Aber für uns war die Entscheidung genau richtig. Wir hatten nicht das Gefühl, etwas verpasst zu haben. Ganz im Gegenteil. Wir hatten etwas gefunden, das wir gar nicht gesucht hatten. Und genau diese ungeplanten Erlebnisse sind oft die, die am längsten bleiben.
Die Wanderung zurück nach Mürren führte uns diesmal nicht über den schmaleren Weg, den wir auf dem Hinweg genommen hatten, sondern über die breitere Alpstraße zurück Richtung Mürren. Auch dieser Abschnitt hatte noch einmal ganz andere Eindrücke zu bieten. Die Landschaft veränderte sich langsam wieder. Die Ruhe wurde etwas weniger.
Und wir näherten uns wieder dem Ort, von dem aus wir gestartet waren. Aber wir nahmen etwas mit zurück: Die Erinnerung an eine Wanderung, die eigentlich gar nicht geplant war.
Ein besonderer Moment auf dem Rückweg
Der Rückweg nach Mürren führte uns über die breitere Alpstraße.
Eigentlich waren wir ganz entspannt unterwegs und ließen die Eindrücke des Tages noch einmal auf uns wirken. Die Berge, die Ruhe und diese besondere Landschaft begleiteten uns weiterhin.

Doch plötzlich passierte etwas, womit wir nicht gerechnet hatten. Ein Paragleiter flog sehr dicht über uns hinweg. So dicht, dass es im ersten Moment fast so wirkte, als würde etwas nicht stimmen. Für einen kurzen Moment erschraken wir.
Man hört den Wind, sieht den Schirm über sich und hat das Gefühl, dass der Abstand unglaublich gering ist.
Nachdem der erste Schreck vorbei war, mussten wir aber auch ein wenig schmunzeln.
Denn genau solche Momente gehören eben auch zu den Erlebnissen in den Bergen.
Rund um Mürren starten viele Paragleiter und nutzen die besondere Lage über dem Lauterbrunnental.
Für uns war es auf jeden Fall ein überraschender Moment auf dem Rückweg.
Zurück in Mürren – eine ganz andere Stimmung
Als wir von unserer Wanderung in Mürren ankamen, wollten wir uns den Ort natürlich trotzdem noch einmal anschauen. Schließlich waren wir schon einmal hier.
Und vielleicht verändert sich der erste Eindruck ja auch, wenn man aus einer ruhigen Wanderung zurückkommt. Also liefen wir noch einmal durch den Ort.
Und tatsächlich: Mürren hat natürlich seinen ganz eigenen Charme. Die Lage ist beeindruckend. Die traditionellen Häuser, die Berge im Hintergrund und die Aussicht sind ohne Frage wunderschön.



Aber für uns wurde noch einmal deutlich: Unser Highlight war nicht der Ort selbst. Es war das, was wir außerhalb von Mürren gefunden hatten.
Denn während sich im Dorf viele Menschen aufhielten, auf der Suche nach dem perfekten Foto oder dem nächsten Aussichtspunkt, hatten wir wenige Stunden zuvor eine komplett andere Seite dieser Region erlebt.
Eine Seite mit Ruhe. Mit Natur. Mit Zeit.
Wenn ein Ort zu voll ist, lohnt es sich manchmal, weiterzugehen
Natürlich verstehen wir, warum Mürren so viele Menschen anzieht. Die Lage ist spektakulär und der Blick auf die Schweizer Bergwelt ist beeindruckend. Aber gerade deshalb möchten wir euch auch unsere ehrliche Erfahrung mitgeben:
Manchmal lohnt es sich, nicht nur den bekannten Ort anzuschauen. Manchmal liegt das eigentliche Erlebnis direkt daneben. Für uns war genau das bei Mürren der Fall.
Wir hätten natürlich im Dorf bleiben können. Wir hätten durch die Straßen laufen, Fotos machen und vielleicht einen Kaffee trinken können. Aber wir wären um eine der schönsten Erinnerungen unserer Schweiz-Rundreise ärmer gewesen.
Denn diese spontane Wanderung von Mürren in Richtung Gimmelwald und Wasserfall Sprutz hat uns genau das gegeben, was wir gesucht hatten: Ruhe, Natur und einen Moment, den wir nicht geplant hatten.
Praktische Tipps für die Mürren Wanderung zum Wasserfall Sprutz
Anreise nach Mürren
Wenn ihr mit dem Auto unterwegs seid, könnt ihr bis nach Stechelberg fahren. Dort befindet sich die Talstation der Seilbahn nach Mürren. Da Mürren autofrei ist, muss das Auto in Stechelberg stehen bleiben.
Von dort geht es bequem mit der Seilbahn hinauf ins Bergdorf. Die Fahrt selbst ist bereits ein Erlebnis und bietet schöne Ausblicke auf das Lauterbrunnental.
Unsere Wanderung Richtung Wasserfall Sprutz
Wir sind keine klassische Tour mit dem Ziel, möglichst schnell einen Wasserfall zu erreichen, gewandert.
Unsere Wanderung von Mürren war ohne jeden Plan, wir sind einfach losgelaufen und haben unterwegs entschieden, wo es weitergeht.
Laut unserer Aufzeichnung waren es:
- ca. 6,46 Kilometer
- rund 180 Höhenmeter
- etwa 4 Stunden unterwegs
- davon ungefähr 1 Stunde 40 Minuten reine Gehzeit
Der Rest war Zeit zum Schauen, Fotografieren, Pause machen und Genießen. Und genau dafür sollte man sich auch Zeit nehmen.
Was ihr für die Wanderung einplanen solltet
Auch wenn die Strecke nicht extrem anspruchsvoll ist, empfehlen wir:
✅ feste Schuhe
✅ ausreichend Wasser
✅ etwas Proviant für eine Pause
✅ Zeit zum Genießen
Gerade die schönsten Momente entstehen nicht beim schnellen Weiterlaufen. Die Strecke führt über Wege, Wiesen und teilweise durch natürliche Berglandschaft. Je nach Wetter können die Wege unterschiedlich sein.
Unser Fazit zur Mürren Wanderung
Für uns war diese Wanderung eines der schönsten Erlebnisse rund um Lauterbrunnen und Mürren. Nicht, weil sie besonders spektakulär oder schwierig war. Sondern weil sie genau das gezeigt hat, was wir am Reisen lieben. Manchmal muss man nicht den berühmtesten Ort besuchen und das teuerste Ticket kaufen.
Es reicht manchmal, loszulaufen und offen zu sein für das, was kommt. Wir kamen nach Mürren, weil wir einen Tipp bekommen hatten. Wir wollten eigentlich nur schauen, was uns erwartet.
Und am Ende fanden wir einen ruhigen Platz am Schildbach, blickten auf die Jungfrau, saßen zwischen Alphütten und Kühen und hatten genau den Moment, den man von einer Schweiz-Reise im Kopf behält.

Mürren selbst war für uns nicht das größte Highlight. Aber die Wanderung, die wir dort gefunden haben, war es definitiv.
FAQ zur Mürren Wanderung zum Wasserfall Sprutz
Lohnt sich die Wanderung zum Wasserfall Sprutz bei Mürren?
Ja, für uns definitiv. Der Wasserfall Sprutz ist zwar nicht so bekannt wie viele andere Sehenswürdigkeiten im Berner Oberland, aber genau das macht den Reiz aus. Die Wanderung führt durch eine beeindruckende Berglandschaft mit Blick auf die Gipfel von Eiger, Mönch und Jungfrau. Besonders schön ist, dass man sogar hinter dem Wasserfall entlanglaufen kann – ein Erlebnis, das man nicht überall findet.
Wie lange dauert die Wanderung zum Wasserfall Sprutz?
Die Dauer hängt davon ab, welche Route man wählt. Eine beliebte Rundwanderung von Mürren über den Sprutz-Wasserfall und zurück dauert ungefähr zwei bis drei Stunden. Dabei geht es über Wiesen, Waldwege und teilweise steilere Abschnitte.
Wie schwierig ist die Wanderung zum Wasserfall Sprutz?
Die Wanderung ist für geübte Wanderer gut machbar, erfordert aber Trittsicherheit. Einige Abschnitte sind schmal und teilweise steiler. Besonders rund um den Wasserfall sollte man vorsichtig sein, da der Weg durch die Nähe zum Wasser feucht und rutschig sein kann.
Wie kommt man nach Mürren?
Mürren ist ein autofreies Bergdorf im Berner Oberland und kann nicht direkt mit dem Auto erreicht werden. Eine Möglichkeit ist die Fahrt mit der Seilbahn von Stechelberg nach Mürren. Alternativ gelangt man über Lauterbrunnen und die Bergbahn Richtung Grütschalp nach Mürren.
Kann man den Wasserfall Sprutz auch ohne große Wanderung besuchen?
Der Wasserfall liegt abseits des Dorfes und ist am schönsten im Rahmen einer Wanderung erreichbar. Gerade der Weg dorthin macht den besonderen Reiz aus, denn man erlebt nicht nur den Wasserfall, sondern auch die abwechslungsreiche Landschaft rund um Mürren.
Wann ist die beste Zeit für die Wanderung zum Wasserfall Sprutz?
Die schönsten Bedingungen findet man meist in den Sommermonaten, wenn die Wanderwege schneefrei sind und die Bergwiesen blühen. Besonders an warmen Tagen ist der Wasserfall ein tolles Ziel, da die Nähe zum Wasser für eine erfrischende Abkühlung sorgt.
Kann man die Wanderung zum Wasserfall Sprutz mit Kindern machen?
Das hängt stark vom Alter und der Wandererfahrung der Kinder ab. Die Strecke enthält schmalere und steilere Passagen, weshalb Trittsicherheit wichtig ist. Für Familien mit älteren Kindern, die gerne wandern, kann sie aber ein tolles Naturerlebnis sein.
Was sollte man für die Wanderung zum Wasserfall Sprutz mitnehmen?
Feste Wanderschuhe sind auf jeden Fall empfehlenswert. Außerdem gehören ausreichend Wasser, Sonnenschutz und eine leichte Jacke ins Gepäck, da sich das Wetter in den Bergen schnell ändern kann. Rund um den Wasserfall kann es durch die Gischt außerdem feucht werden.
Lohnt sich Mürren auch, wenn man nur einen Tag Zeit hat?
Ja, auch bei einem Tagesausflug lohnt sich Mürren. Der autofreie Ort bietet eine beeindruckende Kombination aus Bergpanorama, Ruhe und schönen Wanderwegen. Wer etwas Zeit einplant, kann neben dem Dorf auch kleinere Wanderungen wie zum Wasserfall Sprutz unternehmen.
Unser persönliches Fazit: Ist der Wasserfall Sprutz ein Geheimtipp bei Mürren?
Für uns war die Wanderung zum Wasserfall Sprutz eine der schönsten Überraschungen unseres Tages in Mürren. Nach dem Trubel in der Region rund um Lauterbrunnen konnten wir hier noch einmal eine ruhigere Seite der Schweizer Bergwelt erleben. Besonders der Weg hinter den Wasserfall und die beeindruckende Landschaft haben diesen Ausflug für uns zu etwas Besonderem gemacht.
Weiter geht unsere Schweiz-Rundreise
Nach diesem beeindruckenden Tag im Berner Oberland ging es für uns weiter.
Unser nächstes Ziel war das Tessin. Doch bevor wir endgültig weiterfuhren, wartete noch ein ganz besonderes Erlebnis auf uns:
Die Gelmerbahn. – Eine Fahrt, die schon vor der eigentlichen Bergtour für Herzklopfen sorgt.
➡️ Hier geht es weiter mit unserem Beitrag: Die Gelmerbahn – die steilste Standseilbahn Europas und unser Abenteuer im Berner Oberland
Mehr Eindrücke auf Instagram & TikTok
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Dort erwarten euch nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern auch Wanderungen, besondere Unterkünfte, Ausflugstipps und viele Momente, die es nicht in den Blog geschafft haben.
Wenn ihr nichts verpassen möchtet, folgt mir dort gerne und begleitet mich auf meinen nächsten Abenteuern.
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Weitere Reiseberichte unserer 14-tägigen Schweiz Rundreise
Dieser Beitrag ist Teil meiner 14-tägigen Schweiz Rundreise. Nach und nach entstehen hier ausführliche Reiseberichte mit vielen Tipps, Wanderungen, Sehenswürdigkeiten und persönlichen Erfahrungen.
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