Rhonegletscher Eishöhle über den Grimmselpass

Eine spektakuläre Fahrt durch die Schweizer Alpen
Die Rhonegletscher Eishöhle war eines der besonderen Erlebnisse auf unserer Schweiz-Rundreise. Auf unserer Fahrt vom Grimselpass über den Furkapass in Richtung Tessin wollten wir diese unbedingt besuchen. Dabei stellten wir allerdings schnell fest, dass wir den Weg zur Rhonegletscher Eishöhle deutlich unterschätzt hatten.
Nach unserem Besuch der Gelmerbahn ging unsere Fahrt weiter über den Grimselpass. Eigentlich war der Pass für uns an diesem Tag nur ein Teil unserer Weiterfahrt in Richtung Tessin. Doch wie so oft auf unserer Schweiz-Rundreise wurde auch die Strecke selbst zu einem Erlebnis.
Wir hatten an diesem Tag kein festes Programm mehr, das wir unbedingt abarbeiten wollten. Unser Ziel war es, weiter in Richtung Süden zu kommen. Trotzdem konnten wir natürlich nicht einfach an den vielen beeindruckenden Landschaften vorbeifahren.
Immer wieder hielten wir unterwegs an.
Der Grimselpass: Stauseen, Kraftwerke und eine beeindruckende Berglandschaft
Was uns während der Fahrt über den Grimselpass besonders auffiel, war die Kombination aus beeindruckender Natur und der intensiven Nutzung der Wasserkraft.
In dem teilweise erstaunlich engen Tal reiht sich ein Stausee an den nächsten. Immer wieder entdeckten wir große Staumauern, Kraftwerke und riesige Stromleitungen, die sich durch die Landschaft ziehen.

Auf der einen Seite wirkt die Landschaft vollkommen wild und unberührt. Die hohen Berge, die kargen Felsen und die tiefen Täler vermitteln das Gefühl, mitten in einer ursprünglichen alpinen Landschaft unterwegs zu sein.
Auf der anderen Seite wird gleichzeitig sehr deutlich, wie stark die Schweizer Alpen für die Energiegewinnung genutzt werden.

Gerade dieser Gegensatz war für uns sehr interessant. Die Landschaft ist nicht einfach nur eine beeindruckende Naturkulisse, sondern gleichzeitig auch ein riesiges System aus Stauseen, Kraftwerken und Leitungen.
Wir hätten wahrscheinlich an jeder Kurve anhalten können. Hinter jeder weiteren Kurve wartete wieder ein neuer Blick auf die Berge oder einen der vielen Stauseen.
Für eine reine Durchfahrt ist der Grimselpass deshalb eigentlich viel zu schade. Wer mehr Zeit mitbringt, kann hier zahlreiche Wanderungen unternehmen und die Landschaft noch intensiver erleben.
Wir selbst hatten an diesem Tag leider nicht die Zeit dafür. Unser Weg sollte noch weiter über den Furkapass bis ins Tessin führen. Trotzdem wollten wir zumindest eine längere Pause einlegen.
Pause am Totensee: Auf der Suche nach Murmeltieren
Unsere längere Pause machten wir beim Totensee in der Nähe des Murmeltierparks und des Hotels Alpenrösli.
Wir hatten uns schon darauf gefreut, vielleicht einige Murmeltiere beobachten zu können. Also setzten wir uns an den See und hielten Ausschau.
Leider hatten wir an diesem Tag kein Glück.
Im Nachhinein war das aber wahrscheinlich auch nicht besonders überraschend. Es war unglaublich warm und die Sonne hatte bereits sehr viel Kraft. Murmeltiere leben schließlich in unterirdischen Bauen und konnten sich an diesem heißen Tag vermutlich ganz gemütlich in ihre kühleren Behausungen zurückgezogen haben.
Wir hatten also wahrscheinlich einfach den falschen Zeitpunkt erwischt.

Teilweise lag rund um den Totensee sogar noch Schnee. Gleichzeitig fühlte es sich in der Sonne fast schon sommerlich warm an. Dieser Kontrast war schon beeindruckend.
Wir genossen deshalb einfach die Ruhe und die Aussicht auf den See und die umliegende Berglandschaft.
Unser Tipp für den Grimselpass
Wenn ihr den Grimselpass besucht, solltet ihr unbedingt etwas mehr Zeit einplanen, als ihr für die reine Fahrt benötigt.
Entlang der Strecke gibt es:
- beeindruckende Stauseen und Aussichtspunkte
- zahlreiche Wanderwege
- Möglichkeiten für Pausen
- den Totensee
- die Möglichkeit, mit etwas Glück Murmeltiere zu beobachten
- eine beeindruckende alpine Landschaft
Für Murmeltiere gilt natürlich: Eine Sichtung kann man nie garantieren. Gerade bei großer Hitze ziehen sich die Tiere vermutlich lieber in ihre unterirdischen Baue zurück. Wer sie unbedingt sehen möchte, sollte sich deshalb vorher informieren und möglichst zu einer geeigneten Tageszeit unterwegs sein.
Wir hatten an diesem Tag jedenfalls kein Glück. Dafür konnten wir einfach eine Weile am Totensee sitzen und die Ruhe genießen.
Vom Grimselpass zum Furkapass: Die Landschaft verändert sich
Nach unserer Pause ging es für uns weiter.
Unser Ziel war das Tessin. Dafür fuhren wir zunächst wieder hinunter in Richtung Gletsch und anschließend über den Furkapass erneut nach oben.
Und genau hier veränderte sich die Landschaft für uns deutlich.

Während wir am Grimselpass noch von den vielen Stauseen, Kraftwerken und Stromleitungen beeindruckt waren, war davon am Furkapass plötzlich kaum noch etwas zu sehen.
Die Landschaft wirkte grüner und insgesamt viel offener. Die karge, teilweise fast rau wirkende Landschaft des Grimselpasses wich einer anderen alpinen Landschaft mit weiten Hängen, grünen Flächen und beeindruckenden Ausblicken.
Auch die Blicke auf die umliegenden Berge waren wieder völlig anders.
Wir konnten immer wieder auf beeindruckende Gipfel und die Walliser Alpen schauen. An einer Stelle glaubten wir sogar, in der Ferne einen der berühmten markanten Viertausender beziehungsweise möglicherweise das Matterhorn zu erkennen.
Ob es tatsächlich das Matterhorn war, können wir im Nachhinein nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen. Aber der Anblick war auf jeden Fall beeindruckend und wir haben natürlich sofort Fotos gemacht.

Der Furkapass bietet generell beeindruckende Ausblicke auf Gletscher und die umliegenden Viertausender. Der Pass verbindet die Urner und Walliser Alpen und gehört mit 2.429 Metern zu den höchsten Schweizer Alpenpässen.
Schon die Fahrt über den Pass selbst war für uns ein Erlebnis. Doch unser eigentliches Ziel lag noch ein Stück weiter unten:
Der Rhonegletscher.
Der Rhonegletscher Eishöhle und das berühmte Hotel Belvédère
Am Belvédère angekommen, suchten wir zunächst einen Parkplatz.

Das war allerdings gar nicht so einfach.
Der Parkplatz war bereits ziemlich voll und wir mussten eine Weile suchen, bis wir schließlich einen Platz fanden.
Nachdem wir unser Auto abgestellt hatten, genossen wir zunächst noch den beeindruckenden Blick zurück über die Passstraße und die umliegende Landschaft.
Auch das bekannte Hotel Belvédère, das direkt an einer markanten Kurve des Furkapasses liegt, wollten wir natürlich fotografieren.
Das Hotel ist eines der bekanntesten Fotomotive am Furkapass und liegt direkt an der Straße inmitten dieser spektakulären alpinen Landschaft.

Danach gingen wir in den Shop, denn wir wollten unbedingt die Rhonegletscher Eishöhle besuchen.
Der Eintritt kostete bei unserem Besuch 10 Schweizer Franken pro Person. Bezahlen konnten wir nur bar.
Die Eishöhle befindet sich bereits seit vielen Jahren in Familienbesitz. Jedes Jahr wird der Zugang beziehungsweise der Tunnel neu in das Gletschereis geschlagen, da sich der Gletscher bewegt und das Eis gleichzeitig immer schneller schmilzt. Die aktuellen Eintrittspreise und Zahlungsbedingungen können sich natürlich ändern.
Unser Fehler: Wir hatten den Weg zur Rhonegletscher Eishöhle unterschätzt
Und dann machten wir einen kleinen Fehler.
Wir hatten angenommen, dass sich die Eishöhle direkt beim Shop befinden würde. Deshalb waren wir nur mit Turnschuhen unterwegs und hatten auch nicht extra etwas zu trinken mitgenommen.

Das würden wir heute definitiv anders machen.
Denn der Weg zur Rhonegletscher Eishöhle ist deutlich länger und anstrengender, als man vielleicht zunächst erwartet. Und genau das unterschätzten offenbar nicht nur wir. Während wir unterwegs waren, begegneten uns viele Menschen, die offensichtlich ebenfalls nicht damit gerechnet hatten, wie der Weg tatsächlich aussieht. Einige waren nur kurz aus dem Auto gestiegen und mit Flipflops unterwegs.
Andere hatten, so wie auch wir, überhaupt nichts zu trinken dabei.
Wir können deshalb wirklich nur empfehlen: Unterschätzt den Weg zur Eishöhle nicht.

Der Weg führt nicht einfach nur ein paar Meter vom Parkplatz zu einem kleinen Eingang. Stattdessen geht es über einen schmalen Geröllweg in Serpentinen bergab in Richtung Gletscher. Nach einiger Zeit kamen wir an eine Weggabelung. Ein Weg führte zur Rhonequelle, der andere zur Eishöhle.
Wir entschieden uns zunächst dafür, direkt zur Eishöhle weiterzugehen.
Rhonegletscher Eishöhle: Der Weg zum Gletscher
Schon von weitem konnten wir die vielen weißen Planen sehen, die den Gletscher bedeckten. Je näher wir kamen, desto beeindruckender und gleichzeitig nachdenklicher war dieser Anblick. Auf den ersten Blick wirken die weißen Planen fast wie ein ungewöhnliches Kunstwerk mitten in der Landschaft.

Tatsächlich erfüllen sie aber einen sehr wichtigen Zweck.
Sie sollen das Eis des Gletschers vor der starken Sonneneinstrahlung schützen und dadurch das Abschmelzen verlangsamen.
Die weißen Abdeckungen reflektieren einen Teil der Sonnenstrahlung und wirken zusätzlich isolierend. Dadurch kann das darunterliegende Eis langsamer schmelzen. Die Abdeckungen stoppen das Abschmelzen natürlich nicht, können es aber verlangsamen.
Und genau hier wird ein Thema sichtbar, das in den Alpen immer wichtiger wird.
Die Gletscher schmelzen und sie schmelzen immer schneller.
Der Rhonegletscher ist dabei ein sehr eindrückliches Beispiel dafür, wie der Klimawandel die Landschaft verändert. Die berühmte Eishöhle muss jedes Jahr neu in das Eis geschlagen werden. Gleichzeitig wird es durch den Rückzug und das Abschmelzen des Gletschers immer schwieriger, diese Attraktion langfristig zu erhalten.
Die weißen Planen sind deshalb einerseits ein faszinierender Anblick. Gleichzeitig zeigen sie aber auch, wie sehr die Menschen inzwischen versuchen müssen, die Folgen der immer schneller voranschreitenden Gletscherschmelze zumindest zu verlangsamen.
Als wir den Weg weiter hinuntergingen, kamen wir schließlich auch durch kleinere Schneefelder.
Der Weg wurde immer alpiner und spätestens hier waren wir froh, dass wir zumindest mit Turnschuhen unterwegs waren.
Für den Weg würden wir aber ganz klar festes Schuhwerk empfehlen.
Der Weg führt über Geröll, ist teilweise schmal und führt über unebenes Gelände. Dazu kommt, dass der gesamte Weg komplett in der Sonne liegt. Es gibt praktisch keinen Schatten.
An einem heißen Sommertag kann der Weg deshalb deutlich anstrengender werden, als man vielleicht erwartet.
Unser Besuch in der Rhonegletscher Eishöhle
Nach einer Weile kamen wir schließlich unten an.
Wir schoben eine der Planen zur Seite und standen plötzlich direkt in der Eishöhle.

Der erste Eindruck war beeindruckend. Überall tropfte Wasser. Die Höhle war feucht und an einigen Stellen sehr nass. Gleichzeitig war es faszinierend, plötzlich mitten in dem klaren Gletschereis zu stehen.
Das Eis war teilweise unglaublich klar.


Wir konnten verschiedene Luftblasen erkennen, aber auch kleine Gesteinsstücke und Holz, die im Laufe der Zeit im Eis eingeschlossen worden waren.
Gerade diese Details machten die Eishöhle für uns so interessant. Man steht nicht einfach nur in einem Raum aus Eis, man sieht, dass dieses Eis eine Geschichte hat. Es ist über viele Jahre entstanden und hat dabei Material aus der Umgebung eingeschlossen.
Die Eishöhle selbst ist allerdings nicht besonders groß. Wer eine riesige Eishöhle erwartet, könnte deshalb vielleicht enttäuscht sein. Für uns war aber ohnehin nicht nur die Höhle selbst das Erlebnis.

Der gesamte Weg dorthin gehört für uns unbedingt dazu.
- Die Landschaft.
- Der Gletscher.
- Die weißen Abdeckungen.
- Der Blick auf das Eis.
Und dann der Moment, in dem man schließlich durch die Plane tritt und direkt im Gletscher steht.

Das macht den Besuch für uns besonders.
Der Weg innerhalb der Eishöhle führt übrigens über einen kleinen Holzsteg. Dadurch läuft man nicht direkt durch das Wasser und bekommt hoffentlich nicht ganz so nasse Füße.
Sehr kalt war es in der Eishöhle übrigens nicht.
Wir waren im Sommer dort und hatten keine spezielle Winterkleidung dabei. Für den kurzen Aufenthalt in der Höhle empfanden wir das auch nicht als notwendig.
Eine leichte Jacke kann natürlich trotzdem angenehm sein.
Viel wichtiger sind aus unserer Sicht aber gutes Schuhwerk und ausreichend Wasser für den Weg dorthin und zurück.
Wie anstrengend ist der Weg zur Rhonegletscher Eishöhle?
Nach einigen Minuten verließen wir die Eishöhle wieder und nun mussten wir den gesamten Weg wieder hinauf.

Für uns war der Rückweg tatsächlich der anstrengendste Teil des gesamten Besuchs. Der Weg war nicht nur schmal und teilweise alpin, sondern führte komplett in der Sonne nach oben.
Es gab nirgendwo Schatten. An diesem warmen Tag machte sich das deutlich bemerkbar.
Gerade weil wir am Anfang nicht damit gerechnet hatten, wie weit der Weg tatsächlich ist, hatten wir auch nicht ausreichend Wasser dabei.
Das war definitiv ein Fehler.
Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zur Rhonequelle.

Wir wollten uns diesen Teil nicht entgehen lassen und konnten dadurch noch einmal einen anderen Blick auf die Umgebung bekommen.
Danach ging es für uns endgültig wieder nach oben.
Wir waren ehrlich gesagt froh, als wir schließlich wieder am Auto ankamen.
Unsere Tipps für den Besuch der Rhonegletscher Eishöhle
🥾 Festes Schuhwerk:
Der Weg führt über Geröll, unebene und teilweise schmale alpine Wege. Außerdem können euch Schneefelder begegnen.
💧 Ausreichend Wasser mitnehmen:
Der gesamte Weg liegt in der Sonne und der Rückweg bergauf kann bei warmen Temperaturen sehr anstrengend werden.
☀️ Die Sonne nicht unterschätzen:
Auf dem Weg zur Eishöhle gibt es praktisch keinen Schatten.
🩴 Keine Flipflops:
Auch wenn ihr nur kurz aus dem Auto steigen wollt: Der Weg zur Eishöhle ist deutlich länger, als man zunächst denken könnte.
🧥 Keine komplette Winterkleidung notwendig:
Die Eishöhle ist kühl und feucht, aber für den kurzen Aufenthalt empfanden wir warme Winterkleidung nicht als notwendig.
💰 Bargeld einpacken:
Bei unserem Besuch kostete der Eintritt 10 Schweizer Franken pro Person. Bezahlen konnten wir nur bar. Die aktuellen Preise und Zahlungsbedingungen solltet ihr vor eurem Besuch prüfen.
⏰ Genügend Zeit einplanen:
Der Besuch besteht nicht nur aus der eigentlichen Eishöhle. Auch der Weg dorthin und zurück nimmt Zeit in Anspruch. Die offizielle Information nennt für den Weg zur Eishöhle ungefähr 15 Minuten und eine Besichtigungsdauer von mindestens 30 Minuten. Wir empfanden den Weg durch die Steigung, die Sonne und die Bedingungen vor Ort trotzdem als etwas, das man nicht unterschätzen sollte.
Vom Furkapass ins Tessin
Nachdem wir wieder am Auto angekommen waren, setzten wir unsere Fahrt fort. Unser nächstes Ziel war Andermatt, wo wir einen kurzen Zwischenstopp einlegten.
Dabei haben wir noch einen wichtigen Tipp für alle, die mit dem Auto oder Motorrad über die Schweizer Pässe unterwegs sind: Behaltet euren Tankstand im Blick. Auf unserer Fahrt über die verschiedenen Passstraßen hatten wir lange keine Tankstelle gesehen und erst in Andermatt wieder die Möglichkeit zu tanken.
Für uns war das zum Glück kein Problem, da wir noch ausreichend Reichweite hatten. Trotzdem würden wir beim nächsten Mal etwas früher darauf achten und nicht erst warten, bis die nächste Tankmöglichkeit in Sicht kommt.
Nach dem kurzen Tankstopp ging es für uns weiter Richtung Gotthard. Wir entschieden uns an diesem Tag für die Fahrt durch den Gotthardtunnel. Natürlich wäre auch die Route über den historischen Gotthardpass möglich gewesen, aber nach der Fahrt über mehrere beeindruckende Alpenpässe und unserem Besuch am Gelmersee wollten wir etwas Zeit sparen und schneller in Richtung Tessin weiterfahren.
Und dann passierte etwas, das uns während unserer gesamten Schweiz-Rundreise immer wieder fasziniert hat:
Wir fuhren aus dem Tunnel heraus – und plötzlich fühlte es sich an, als wären wir in einer völlig anderen Schweiz angekommen.
Von der hochalpinen Landschaft in eine mediterrane Schweiz
Noch kurz zuvor waren wir durch eine schroffe und teilweise karge Berglandschaft gefahren.
- Wir hatten Gletscher gesehen.
- Schneefelder.
- Geröll.
- Hohe Pässe.
- Und eine Landschaft, die von den rauen Bedingungen des Hochgebirges geprägt war.
- Doch plötzlich veränderte sich alles.
- Die Häuser wirkten italienischer.
- Die Landschaft wurde wärmer und mediterraner.
- Überall entdeckten wir Palmen.
- An den Hängen lagen Weinberge.
- Die Berge wirkten weniger schroff und die gesamte Umgebung hatte plötzlich einen ganz anderen Charakter.
- Wir waren noch immer in der Schweiz.
Aber es fühlte sich fast ein wenig so an, als hätten wir innerhalb kürzester Zeit ein anderes Land erreicht.
Genau diese unglaublichen Landschaftswechsel sind für uns einer der Gründe, warum wir die Schweiz so faszinierend finden.

Man kann morgens noch durch eine hochalpine Gletscherlandschaft fahren und wenige Stunden später zwischen Palmen und Weinbergen unterwegs sein.
- Von schneebedeckten Gipfeln zu mediterranem Flair.
- Von kargen Passlandschaften zu grünen Hängen.
- Von Stauseen und Kraftwerken am Grimselpass über Gletscher und Eis am Furkapass bis hin zum italienischen Einfluss im Tessin.
Und all das an einem einzigen Tag.
Unser Fazit: Eine Fahrt, die viel mehr war als nur der Weg zum nächsten Ziel
Wenn wir heute auf diesen Tag zurückblicken, denken wir nicht nur an die beeindruckende Fahrt mit der Gelmerbahn zurück. Auch die anschließende Strecke über den Grimselpass und den Furkapass gehört zu den Erlebnissen, die uns von unserer Schweiz-Rundreise besonders im Gedächtnis geblieben sind.
Der Grimselpass hat uns mit seiner einzigartigen Kombination aus wilder Berglandschaft, türkisfarbenen Stauseen und beeindruckender Technik fasziniert. Gerade die Verbindung zwischen Natur und den großen Kraftwerksanlagen macht diese Region so besonders. Der Totensee war für uns ein perfekter Ort für eine kleine Pause – auch wenn wir leider keine Murmeltiere entdecken konnten.
Auf dem Furkapass erwartete uns anschließend noch einmal eine ganz andere alpine Landschaft. Besonders der Besuch am Rhonegletscher mit seiner Eishöhle war ein Erlebnis, das wir nicht vergessen werden. Dabei waren es nicht nur die eisigen Tunnel im Inneren des Gletschers, die uns beeindruckt haben, sondern auch der Anblick der weißen Planen auf dem Eis.
Sie wirken auf den ersten Blick ungewöhnlich, erzählen aber eine wichtige Geschichte: Sie zeigen, wie stark sich die Gletscherlandschaft verändert und wie sehr das Eis inzwischen vor der Sonne geschützt werden muss. Gerade dieser Kontrast zwischen beeindruckender Natur und den sichtbaren Veränderungen hat den Besuch für uns besonders nachdenklich gemacht.
Unser wichtigster Tipp für den Besuch der Eishöhle: Unterschätzt den Weg dorthin nicht. Nehmt ausreichend Wasser mit, tragt festes Schuhwerk und plant lieber etwas mehr Zeit ein, als ihr zunächst denkt. Denn nicht nur das Ziel selbst lohnt sich – auch der Weg durch diese beeindruckende Landschaft ist ein Erlebnis.
Und genau das macht für uns den Reiz der Schweiz aus: Innerhalb weniger Stunden verändert sich die Landschaft komplett und jede Region erzählt ihre ganz eigene Geschichte.
Häufige Fragen zum Grimselpass und Rhonegletscher
Lohnt sich die Fahrt über den Grimselpass?
Ja, unserer Meinung nach auf jeden Fall. Die Landschaft mit den vielen Stauseen, den Bergen und den zahlreichen Aussichtspunkten ist beeindruckend. Wer Zeit hat, sollte nicht nur über den Pass fahren, sondern auch Pausen und eventuell eine Wanderung einplanen.
Kann man am Grimselpass Murmeltiere sehen?
Ja, rund um den Grimselpass gibt es Möglichkeiten, Murmeltiere zu beobachten. Eine Sichtung ist natürlich nicht garantiert. Bei großer Hitze können sich die Tiere in ihre unterirdischen Baue zurückziehen.
Wie anstrengend ist der Weg zur Rhonegletscher Eishöhle?
Der Weg sollte nicht unterschätzt werden. Er führt über einen teilweise schmalen und unebenen Geröllweg mit Steigungen. Der gesamte Weg liegt in der Sonne und es gibt praktisch keinen Schatten. Besonders der Rückweg bergauf kann bei warmem Wetter anstrengend sein.
Braucht man Wanderschuhe für die Rhonegletscher Eishöhle?
Wir empfehlen auf jeden Fall festes Schuhwerk. Der Weg führt über Geröll und unebenes Gelände und teilweise können noch Schneefelder vorhanden sein. Mit Flipflops würden wir den Weg definitiv nicht empfehlen.
Ist es in der Eishöhle sehr kalt?
Wir empfanden die Eishöhle bei unserem Besuch nicht als extrem kalt. Für den kurzen Aufenthalt benötigten wir keine Winterkleidung. Da die Bedingungen aber je nach Wetter und Jahreszeit unterschiedlich sein können, kann eine zusätzliche leichte Jacke trotzdem sinnvoll sein.
Wie viel kostet der Eintritt zur Eishöhle?
Bei unserem Besuch kostete der Eintritt 10 Schweizer Franken bzw. 11 € pro Person. Die Preise können sich ändern. Informiert euch deshalb vor eurem Besuch über die aktuellen Eintrittspreise.
Kann man in der Eishöhle mit Karte bezahlen?
Bei unserem Besuch war nur Barzahlung möglich. Deshalb solltet ihr sicherheitshalber Schweizer Franken beziehungsweise ausreichend Bargeld dabeihaben. Die aktuellen Zahlungsbedingungen können sich ändern. Sie hatten bei unserem Besuch auch Euros akzeptiert.
Wie lange braucht man für den Besuch?
Für den Besuch solltet ihr ausreichend Zeit einplanen. Die eigentliche Eishöhle ist nicht besonders groß, aber der Weg dorthin und zurück gehört zum Erlebnis dazu. Außerdem könnt ihr noch die Umgebung, den Gletscher und die Rhonequelle erkunden.
Lohnt sich die Eishöhle am Rhonegletscher?
Für uns hat sich der Besuch gelohnt. Die Eishöhle selbst ist nicht riesig, aber das Erlebnis, mitten in einem Gletscher zu stehen, ist beeindruckend. Besonders der Weg durch die alpine Landschaft und der Blick auf den Gletscher machen den Besuch für uns zu einem besonderen Erlebnis.
Gibt es am Furkapass eine Tankstelle?
Wir haben auf unserer Fahrt über den Grimsel- und Furkapass keine Tankstelle gesehen und erst in Andermatt wieder getankt. Wer mit dem Auto oder Motorrad unterwegs ist, sollte deshalb die Reichweite im Blick behalten und nicht erst tanken, wenn der Tank fast leer ist.
Unser Reiseweg an diesem Tag
Gelmerbahn → Grimselpass → Totensee und Murmeltierpark → Gletsch → Furkapass → Rhonegletscher und Eishöhle → Rhonequelle → Andermatt → Gotthardtunnel → Solduno bei Locarno
Unsere Unterkunft in Solduno werde ich in einem eigenen Beitrag vorstellen, denn auch dort haben wir wieder eine besondere Unterkunft entdeckt.
Nach diesem langen und beeindruckenden Tag waren wir jedenfalls froh, endlich angekommen zu sein und die nächste Etappe unserer Schweiz-Rundreise zu beginnen.
Weiter geht unsere Schweiz-Rundreise ins Tessin
Im nächsten Beitrag unserer Schweiz-Rundreise verlassen wir die hochalpine Bergwelt und erreichen das sonnige Tessin.
Nach der Fahrt über den Grimselpass, den Furkapass und dem Besuch der Rhonegletscher Eishöhle ging es für uns durch den Gotthardtunnel bis nach Solduno bei Locarno. Dort erwartete uns unsere nächste Unterkunft – und plötzlich fühlte sich die Schweiz ganz anders an.
Wir zeigen dir, wo wir übernachtet haben, wie uns die Unterkunft gefallen hat und warum das mediterrane Flair des Tessins für uns einer der schönsten Kontraste unserer gesamten Schweiz-Rundreise war.
Mehr Eindrücke auf Instagram & TikTok
Auf Instagram und TikTok unter @Na.dins_welt nehme ich euch mit auf unsere Reisen und zeige euch viele weitere Eindrücke, Reels, Tipps und Behind-the-Scenes aus der Schweiz.
Dort erwarten euch nicht nur beeindruckende Landschaften, sondern auch Wanderungen, besondere Unterkünfte, Ausflugstipps und viele Momente, die es nicht in den Blog geschafft haben.
Wenn ihr nichts verpassen möchtet, folgt mir dort gerne und begleitet mich auf meinen nächsten Abenteuern.
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Weitere Reiseberichte unserer 14-tägigen Schweiz Rundreise
Dieser Beitrag ist Teil meiner 14-tägigen Schweiz Rundreise. Nach und nach entstehen hier ausführliche Reiseberichte mit vielen Tipps, Wanderungen, Sehenswürdigkeiten und persönlichen Erfahrungen.
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