Krems Welterbesteig Wachau
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Welterbesteig Krems Dürnstein: Unsere 1. Etappe

Krems Welterbesteig Wachau

Unsere erste Etappe auf dem Welterbesteig von Krems nach Dürnstein

Der Welterbesteig Krems Dürnstein war für uns der Start in eine ganz besondere Weitwanderung durch die Wachau. 12 Kilometer, rund 280 Höhenmeter und etwa 4,5 Stunden Gehzeit lagen an diesem Morgen vor uns. Nach unserem ruhigen Ankunftstag in Krems war es nun endlich soweit: Unsere erste Etappe konnte beginnen.

Wir hatten bereits zwei Jahre zuvor einen Teil des Welterbesteigs kennengelernt und freuten uns deshalb besonders darauf, diesmal mehrere Etappen hintereinander zu wandern. Das Besondere an dieser Reise war außerdem unser Gepäcktransport. Zum ersten Mal würden wir nicht unseren kompletten Koffer auf einer mehrtägigen Wanderung mit uns herumtragen, sondern nur mit einem kleinen Tagesrucksack unterwegs sein.

Wie gut das funktionieren würde, sollte sich gleich auf unserer ersten Etappe auf dem Welterbesteig von Krems nach Dürnstein zeigen.


Ein Frühstück für den Wandertag

Bevor wir losliefen, ging es für uns aber erst einmal zum Frühstück. Das Buffet im Hotel Unter den Linden war richtig reichhaltig und bot eine gute Grundlage für die ersten Kilometer. Besonders praktisch fanden wir, dass wir uns dort auch gleich eine Jause für unterwegs einpacken durften. So hatten wir für den Wandertag bereits etwas zu essen dabei und mussten uns nicht direkt Gedanken machen, wo wir unterwegs eine Möglichkeit zum Einkehren finden würden.

Nach dem Frühstück ging es zurück aufs Zimmer. Wir zogen unsere Wanderschuhe an, packten unseren Tagesrucksack und machten uns bereit für den ersten richtigen Wandertag.

Unser großes Gepäck ließen wir beim Auschecken im Hotel zurück. Genau das war schließlich einer der Gründe, warum wir diese Reise mit organisiertem Gepäcktransport gebucht hatten. Zum ersten Mal mussten wir nicht überlegen, was wir für mehrere Tage auf dem Rücken brauchen. Unser Koffer würde später zur nächsten Unterkunft gebracht werden und wir konnten mit deutlich weniger Gewicht losziehen.


Endlich geht es los – Unsere 1. Etappe Welterbesteig von Krems nach Dürnstein

Gegen 8:30 Uhr verließen wir das Hotel und liefen in Richtung Altstadt. Irgendwie war es ein schönes Gefühl, jetzt tatsächlich loszulaufen. Die ganze Anreise, die Vorbereitung und die Vorfreude lagen hinter uns.

Welterbesteig Krems Dürnstein

Unser erstes Ziel war das Steiner Tor, durch das wir die Kremser Altstadt erreichten. Von dort ging es weiter in Richtung Hoher Markt. Hier befindet sich der offizielle Startpunkt des Welterbesteig in Krems und damit auch der Ausgangspunkt unserer ersten Etappe nach Dürnstein.

Bis hierher kannten wir Krems bereits von unserem früheren Aufenthalt. Trotzdem fühlte es sich diesmal anders an. Wir waren nicht einfach für einen Spaziergang in der Stadt unterwegs, sondern standen am Beginn einer mehrtägigen Weitwanderung durch die Wachau

Jetzt hieß es wirklich: Rucksack auf und los. Die ersten Kilometer des Welterbesteigs lagen vor uns.


Vom Hohen Markt in die Weinberge

Unser erstes Ziel war das Steiner Tor, durch das wir die Kremser Altstadt erreichten. Von dort ging es weiter in Richtung Hoher Markt. Hier befindet sich der offizielle Startpunkt des Welterbesteigs und damit auch der Ausgangspunkt unserer ersten Etappe. Bis hierher kannten wir Krems bereits von unserem früheren Aufenthalt. Trotzdem fühlte es sich diesmal anders an. Wir waren nicht einfach für einen Spaziergang in der Stadt unterwegs, sondern standen am Beginn einer mehrtägigen Weitwanderung durch die Wachau

Am Hohen Markt begann für uns nun offiziell die erste Etappe des Welterbesteigs Wachau. Von hier aus ging es zunächst noch durch Krems, bevor wir die Stadt langsam hinter uns ließen und uns auf den Weg in Richtung Weinberge machten.

Unser Weg führte uns weiter an der Piaristenkirche Unserer Lieben Frau vorbei. Wir hatten Krems bereits bei unserem früheren Aufenthalt kennengelernt und wussten deshalb, dass es in der Stadt noch einiges zu entdecken gibt. An diesem Morgen wollten wir uns aber nicht lange aufhalten. Die nächsten Tage würden noch genug neue Eindrücke für uns bereithalten und wir wollten endlich richtig loswandern.

Je weiter wir Krems hinter uns ließen, desto mehr veränderte sich auch die Umgebung. Die Häuser wurden weniger und langsam kamen die ersten Weinberge in Sicht. Genau dieser Übergang gefiel uns besonders gut. Eben noch waren wir mitten in der Stadt unterwegs gewesen und nur kurze Zeit später führte uns der Weg bereits durch die Landschaft der Wachau.


Eine Feige direkt vom Baum

Unterwegs machten wir dann eine kleine Entdeckung, mit der wir überhaupt nicht gerechnet hatten. Wir fanden einen Feigenbaum und konnten natürlich nicht widerstehen.

Welterbesteig Krems Dürnstein

Eine der Feigen war reif und wir nahmen sie direkt vom Baum. Noch warm von der Sonne und unglaublich süß schmeckte sie für uns gleich noch einmal besser. Es sind oft genau diese kleinen, ungeplanten Momente, die uns auf Reisen besonders in Erinnerung bleiben.

Wir standen mitten auf unserer ersten Etappe, hatten noch viele Kilometer vor uns und trotzdem wurde aus einer einfachen Feige ein kleiner Moment, an den wir heute noch gerne zurückdenken.

Genau deshalb lieben wir das Wandern so sehr. Man ist unterwegs, hat ein Ziel vor Augen und weiß trotzdem nie, was man zwischen Start und Ziel noch entdecken wird.

Für uns ging es danach weiter in Richtung Campus Krems.

Die Stadt lag nun langsam hinter uns und vor uns wartete die Wachau mit ihren Weinbergen.


Über den Philosophensteig nach Stein

Nachdem wir Krems langsam hinter uns gelassen hatten, führte uns unsere erste Etappe weiter in Richtung Campus Krems. Von dort ging es für uns über den Philosophensteig weiter nach Stein an der Donau.

Schon auf diesem Abschnitt merkten wir, wie schnell sich die Landschaft veränderte. Krems lag hinter uns und die Weinberge rückten immer mehr in den Mittelpunkt. Der Weg führte uns weiter durch die für die Wachau typischen Landschaften, die wir bei unserem früheren Aufenthalt bereits so gerne mochten.

In Stein machten wir noch einmal einen kleinen Halt. Direkt am Weingut Mayer Resch nahmen wir uns etwas Wein für unterwegs mit. Wir wussten bereits, dass wir auf dem weiteren Weg nicht einfach überall eine Möglichkeit zum Einkehren finden würden und erst wieder in Dürnstein mit weiteren Angeboten rechnen konnten.

Aber bevor die Flasche in unserem Rucksack landete, konnten wir natürlich nicht einfach weiterziehen. Wir teilten uns direkt im Weingut noch eine Flasche Spritzer und ließen es uns für einen Moment gut gehen.

So hatten wir uns unseren Start in die Wanderung zwar nicht unbedingt vorgestellt – aber irgendwie passte es perfekt zur Wachau. Ein Glas Spritzer beim Winzer, bevor es durch die Weinberge weitergeht? Für uns konnte die erste Etappe genau so beginnen.

Danach wurde die Flasche gut im Rucksack verstaut und wir machten uns endgültig auf den Weg. Die Wanderung konnte jetzt richtig beginnen.

Also wollten wir vorbereitet sein.

Weingutpause

Wein für die nächsten Kilometer

Vielleicht klingt es erst einmal etwas ungewöhnlich, sich beim Wandern noch eine Flasche Wein in den Rucksack zu packen. Für uns gehört ein Glas Wein in der Wachau aber einfach irgendwie dazu – vor allem, wenn man durch genau die Weinberge wandert, aus denen er stammt.

Natürlich wollten wir den Wein nicht einfach unterwegs auf dem Weg trinken. Wir hatten vor, uns später einen der vielen schönen Plätze entlang der Strecke zu suchen und dort eine Pause einzulegen.

Also wanderten wir mit unserer kleinen zusätzlichen Verpflegung weiter. Kurz nachdem wir Stein hinter uns gelassen hatten, öffnete sich die Landschaft immer mehr. Vor uns lagen die ersten größeren Weinbergterrassen und wir bekamen immer wieder den Eindruck, dass die eigentliche Wachau jetzt erst richtig begann. Ab diesem Moment führte uns der Weg immer wieder durch die Weinberge, an ihnen entlang und mitten durch die terrassierte Landschaft.

Und wir ahnten noch nicht, dass unterwegs noch weitere kleine Überraschungen auf uns warten würden.


Kleine Entdeckungen zwischen den Weinbergen

Nachdem wir Stein hinter uns gelassen hatten, öffnete sich die Landschaft immer weiter. Der Weg führte uns nun durch die Weinberge und immer wieder an den typischen Terrassen entlang. Dabei ging es nicht nur darum, möglichst schnell in Dürnstein anzukommen. Gerade auf solchen Wanderungen lieben wir es, unterwegs stehen zu bleiben und auch die kleinen Dinge am Wegesrand wahrzunehmen.

An diesem Tag fiel uns allerdings auch auf, wie trocken die Landschaft bereits war. Es hatte schon längere Zeit kaum geregnet und der Boden und die Wege wirkten entsprechend ausgetrocknet. Gleichzeitig lag schon ein Hauch von Herbst in der Luft. Hier und da zeigten sich erste verfärbte Blätter und die Landschaft wirkte nicht mehr ganz so sommerlich, obwohl wir noch mitten im August unterwegs waren.

Es war ein ungewohnter Anblick. Einerseits die warme Sonne und die reifen Früchte an den Bäumen, andererseits diese trockene, fast schon herbstliche Stimmung. Genau solche kleinen Veränderungen machen für uns eine Wanderung spannend, weil man die Landschaft viel bewusster wahrnimmt, wenn man mehrere Stunden zu Fuß unterwegs ist.

Frische Mandeln und eine Marille direkt vom Baum

Irgendwann entdeckten wir einen Mandelbaum. Natürlich waren wir neugierig und wollten wissen, wie frische Mandeln eigentlich direkt vom Baum schmecken. Der Geschmack war deutlich intensiver, als wir es von getrockneten Mandeln kannten. Vielleicht lag es daran, dass sie eben nicht verarbeitet oder lange gelagert worden waren, sondern ganz frisch vom Baum kamen.

Wenig später fanden wir sogar noch eine Marille direkt vom Baum. Solche kleinen Begegnungen mit der Landschaft können wir uns oft viel besser merken als manche Sehenswürdigkeit.

Erst die warme Feige am Morgen, dann die Mandeln und schließlich noch eine frische Marille. Ohne danach zu suchen, hatten wir auf unserer ersten Etappe plötzlich eine kleine kulinarische Entdeckungsreise durch die Wachau.


Wandern mit Blick auf die Donau

Natürlich ging es aber nicht nur um das, was am Wegesrand wuchs. Immer wieder öffneten sich zwischen den Weinbergen tolle Ausblicke auf die Donau und die Landschaft der Wachau.

Genau das gefiel uns an dieser Etappe besonders gut. Der Weg führte nicht stundenlang durch dieselbe Landschaft. Stattdessen wechselten sich Weinberge, Terrassen und Ausblicke immer wieder ab. Ab und zu konnten wir sogar einen Zug oder ein Schiff vorbeifahren sehen. Während wir zu Fuß durch die Weinberge unterwegs waren, fuhr unten im Tal die Bahn vorbei und die Donau schlängelte sich durch die Landschaft.

Welterbesteig Krems Dürnstein

Wir waren zwar erst auf unserer ersten Etappe, aber schon jetzt wussten wir wieder, warum wir unbedingt in die Wachau zurückkommen wollten.


Unsere erste Pause mit Blick auf die Wachau

Unterwegs gibt es immer wieder schöne Plätze, an denen man eine Pause machen kann. Wir mussten deshalb nicht lange überlegen, als wir einen passenden Picknickplatz fanden. Nach den ersten Kilometern war es genau der richtige Zeitpunkt, unseren Tagesrucksack abzustellen und uns eine kleine Pause zu gönnen.

Jetzt kam auch unsere Jause zum Einsatz, die wir uns morgens beim Frühstück im Hotel eingepackt hatten. Für uns war das besonders praktisch, denn so mussten wir unterwegs nicht erst nach einem Restaurant oder einer anderen Möglichkeit zum Essen suchen.

Wir konnten einfach dort bleiben, wo es uns gerade gefiel.


Jause und ein Glas Wein

Natürlich hatten wir unterwegs nicht nur unsere Jause dabei. In Stein hatten wir uns beim Weingut Mayer-Resch auch noch Wein für die weiteren Kilometer mitgenommen. Und irgendwann gehört zu einer Wanderpause in der Wachau für uns eben auch ein Glas Wein.

Dafür haben wir fast immer unsere To-go-Weingläser dabei. Sie lassen sich gut transportieren, da sie in einer kleinen Aufbewahrung verstaut werden können. Besonders praktisch finden wir, dass sie zwar nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff sind, auf den ersten Blick aber trotzdem wie richtige Weingläser aussehen.

Also saßen wir dort, packten unsere Jause aus, schenkten uns ein Glas Wein ein und genossen einfach die Aussicht. Genau solche Momente sind für uns einer der schönsten Gründe, warum wir so gerne wandern. Es geht nicht nur darum, möglichst viele Kilometer zu schaffen oder schnell am Ziel anzukommen.

Manchmal ist es viel schöner, einfach mitten auf dem Weg stehen zu bleiben, den Rucksack abzustellen und die Landschaft für einen Moment auf sich wirken zu lassen. Und genau das machten wir an diesem Tag. Nach unserer Pause ging es schließlich weiter. Dürnstein war unser Ziel und wir wollten noch vor dem angekündigten Wetterumschwung dort ankommen.


Als das Wetter langsam umschlug

Nach unserer Pause machten wir uns wieder auf den Weg. Dürnstein war inzwischen nicht mehr allzu weit entfernt, doch das Wetter wurde mit jedem Kilometer etwas ungemütlicher. Der Himmel zog sich immer mehr zu und die Stimmung, die uns am Morgen noch begleitet hatte, veränderte sich langsam.

Wetter schlug um

Eigentlich gehört die Burgruine Dürnstein für viele Besucher zu den bekanntesten Zielen der Wachau. Auch von unserer Route aus hätten wir noch einmal hinaufgehen können. Wir kannten die Burgruine allerdings bereits von unserem früheren Aufenthalt und wussten außerdem, dass wir am nächsten Morgen noch einmal in ihre Richtung wandern würden.

Deshalb entschieden wir uns diesmal bewusst dagegen.


Nicht jeden Aussichtspunkt muss man zweimal sehen

Früher hätten wir wahrscheinlich versucht, trotzdem noch alles mitzunehmen. Schließlich ist man schon einmal vor Ort und möchte möglichst nichts verpassen. Mittlerweile sehen wir das auf Reisen etwas entspannter.

Wir wussten, dass wir in den kommenden Tagen noch viele Kilometer vor uns hatten und die Burgruine bereits kannten. Gleichzeitig wurde das Wetter immer schlechter. Also hörten wir auf unser Gefühl und beschlossen, direkt hinunter nach Dürnstein zu laufen.

Für uns war das die richtige Entscheidung.

Man muss nicht jeden Ort noch einmal besuchen, nur weil man gerade in der Nähe ist. Und manchmal ist es viel schöner, sich bewusst etwas für ein anderes Mal aufzuheben oder einfach weiterzugehen.


Unser Ziel war erreicht – aber eine Frage blieb

Gegen Mittag erreichten wir schließlich Dürnstein. Wir waren bereits gegen halb neun in Krems gestartet und hatten für die rund 12 Kilometer mit etwa 280 Höhenmetern insgesamt ungefähr viereinhalb Stunden gebraucht. Dadurch lag noch ein ganzer Nachmittag vor uns, den wir in Dürnstein verbringen konnten.

Doch bevor wir uns auf die Stadt freuten, gab es etwas, auf das wir besonders gespannt waren.

dürnstein

Unser Gepäck.

Zum ersten Mal waren wir mehrere Tage auf einer Weitwanderung unterwegs, ohne unseren kompletten Besitz selbst auf dem Rücken zu tragen. Am Morgen hatten wir unseren Koffer beim Auschecken im Hotel in Krems zurückgelassen und waren nur mit unserem Tagesrucksack losgelaufen.

Jetzt standen wir vor unserer nächsten Unterkunft und fragten uns natürlich: War unser Gepäck schon hier?

Auf dem Papier klang der Gepäcktransport ganz unkompliziert. Wir wandern los, der Koffer wird abgeholt und am Abend steht er in der nächsten Unterkunft bereit. Aber Papier ist geduldig. Jetzt würden wir zum ersten Mal erfahren, wie gut das Ganze in der Realität funktioniert.


Ankommen in Dürnstein – und unser Gepäck war schon da

Als wir unsere Unterkunft erreichten, wurden wir direkt positiv überrascht. Obwohl wir bereits gegen Mittag angekommen waren, durften wir schon in unser Zimmer. Noch schöner war allerdings, dass unser großes Gepäck bereits dort auf uns wartete.

Damit war die erste große Frage unserer Weitwanderung beantwortet.

Am Morgen hatten wir unseren Koffer beim Auschecken in Krems zurückgelassen und waren anschließend nur mit unseren Tagesrucksäcken losgewandert. Jetzt, nur wenige Stunden später, standen wir in Dürnstein und unser Gepäck war bereits angekommen.

Für uns war das tatsächlich ein besonderer Moment. Bei unseren bisherigen Weitwanderungen hatten wir immer alles selbst getragen. Diesmal konnten wir nach der ersten Etappe einfach ins Zimmer gehen und mussten nicht erst überlegen, wo wir unser Gepäck verstauen oder wie schwer unser Rucksack am nächsten Morgen wieder sein würde.


Unsere erste Unterkunft auf der Wanderung

Wir übernachteten in Dürnstein im Hotel Sänger Blondel. Nachdem wir unser Zimmer gesehen und unser Gepäck abgestellt hatten, gingen wir erst einmal wieder nach unten.

Nach der Wanderung hatten wir Lust auf etwas Süßes und gönnten uns im Hotel einen Kaffee und Marillenknödel. Das passte für uns natürlich perfekt zur Wachau.

Während wir dort saßen, konnten wir langsam realisieren, dass unsere erste Etappe tatsächlich schon geschafft war. Wir waren am Morgen in Krems losgelaufen und standen nun einige Stunden später in Dürnstein. Und das ganz ohne unseren großen Koffer auf dem Rücken. Für uns war der erste Test mit dem Gepäcktransport damit schon einmal bestanden.

Nach einer kleinen Pause wollten wir aber natürlich nicht den ganzen Nachmittag im Hotel verbringen. Auch wenn wir Dürnstein bereits kannten, gab es hier noch etwas, das wir bei unserem letzten Besuch nicht gesehen hatten.

Und genau das wollten wir uns jetzt endlich anschauen.


Dürnstein noch einmal neu entdecken

Auch wenn wir Dürnstein bereits von unserem früheren Aufenthalt kannten, fühlte es sich diesmal trotzdem ein wenig anders an. Beim letzten Mal hatten wir vor allem die engen Gassen erkundet, die Burgruine besucht und die besondere Lage des kleinen Ortes an der Donau genossen.

Eine Sache hatten wir damals allerdings ausgelassen.

Das Stift Dürnstein hatten wir bisher nur von außen gesehen. Dieses Mal wollten wir uns deshalb endlich auch das Innere anschauen.


Zum ersten Mal im Stift Dürnstein

Das Stift Dürnstein hatten wir bei unserem ersten Besuch nur von außen gesehen. Dieses Mal wollten wir uns deshalb endlich anschauen, was sich hinter den Mauern verbirgt. Da wir am Nachmittag unterwegs waren und uns langsam der Schließzeit näherten, war es inzwischen angenehm ruhig. Teilweise waren wir sogar ganz allein in den Räumen unterwegs.

Wir gingen durch die verschiedenen Räume und schauten uns auch die Ausstellung an. Besonders spannend fanden wir es, Dürnstein einmal so zu sehen, wie der Ort früher ausgesehen hat. Wenn man vorher durch die kleinen Gassen gelaufen ist und anschließend historische Ansichten sieht, bekommt man plötzlich noch einmal einen ganz anderen Blick auf den Ort.

Natürlich durfte für uns auch ein Blick vom Balkon nicht fehlen. Nach unserer Wanderung war es schön, Dürnstein und die Umgebung nun einmal nicht vom Wanderweg, sondern aus einer ganz anderen Perspektive zu sehen. Anschließend gingen wir auch noch in die Kirche. Insgesamt fanden wir es sehr spannend, einfach durch die verschiedenen Bereiche des Stifts zu gehen und immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Eine Sache hat uns dabei allerdings besonders überrascht. In einem der Räume lagen Legosteine bereit und Besucher konnten selbst kreativ werden. Dort konnte man versuchen, das Stift mit Lego nachzubauen. Damit hatten wir in einem historischen Stift nun wirklich nicht gerechnet und genau deshalb blieb uns dieser Raum besonders in Erinnerung.

Gerade weil es so ruhig war und wir uns Zeit lassen konnten, hat uns der Besuch im Stift Dürnstein richtig gut gefallen. Es war kein schneller Programmpunkt zwischen zwei Sehenswürdigkeiten, sondern ein entspannter Nachmittag, an dem wir einen Ort, den wir eigentlich schon kannten, noch einmal ganz neu entdecken konnten.


Wein und Wachauer Spezialitäten in Dürnstein

Nach dem Besuch im Stift wollten wir den Nachmittag noch nicht beenden. Schließlich waren wir gerade erst von unserer ersten Etappe angekommen und hatten noch genügend Zeit, Dürnstein ganz in Ruhe zu genießen.

Unser nächster Stopp führte uns zum Alten Klosterkeller. Dort fanden wir einen überdachten Platz draußen und konnten trotz des wechselhaften Wetters gemütlich sitzen bleiben. Nach den Kilometern am Vormittag tat es gut, einfach wieder die Beine hochzulegen, etwas zu essen und dazu einen Wein zu trinken.

Für uns war das ein schöner Ausklang nach der Wanderung. Wir mussten nicht mehr auf die Strecke achten und hatten auch keinen Zeitdruck. Das Ziel für diesen Tag war schließlich erreicht.


Noch mehr Wachauer Wein entdecken

Danach zog es uns allerdings noch weiter. Wir wollten die Gelegenheit nutzen und uns auch noch ein wenig durch die Wachauer Weine probieren. So landeten wir schließlich bei der Vinothek im Törwächterhaus.

Vinothek

Hier ließen wir uns beraten und probierten verschiedene Weine. Gerade weil wir am nächsten Tag wieder weiterwandern wollten, fanden wir es spannend, noch einmal unterschiedliche Weine aus der Region kennenzulernen.

Natürlich blieb es nicht nur beim Probieren.

Wir entschieden uns, zwei Flaschen für den nächsten Tag mitzunehmen. Die mussten nun allerdings erst einmal irgendwie in unseren Tagesrucksack passen.

Das war einer der kleinen Vorteile unseres Gepäcktransports: Unser großer Koffer war bereits in Dürnstein angekommen und wir mussten nicht mehr alles, was wir für die nächsten Tage brauchten, auf dem Rücken tragen. Ein bisschen Platz für eine Flasche Wein ließ sich da durchaus noch finden.

So wurde aus unserem ersten Wandertag eine Mischung aus Wandern, Landschaft, Kultur und Genuss – genau die Kombination, die wir an der Wachau so mögen.


Dürnstein, wenn die Tagestouristen gegangen sind

Was uns an diesem Nachmittag und Abend besonders aufgefallen ist, war, wie sehr sich Dürnstein im Laufe des Tages verändert. Tagsüber kann es hier ziemlich voll werden. Reisebusse, Ausflügler und Tagestouristen füllen die kleinen Gassen und man bekommt schnell das Gefühl, dass der Ort eigentlich viel zu klein für all die Besucher ist.

Am späten Nachmittag wurde es dagegen zunehmend ruhiger.

Viele Tagestouristen waren inzwischen wieder abgereist und plötzlich konnten wir durch die Gassen laufen, ohne ständig stehen bleiben zu müssen. Auch an den bekannten Fotospots war deutlich weniger los.

Für uns war das eine ganz andere Seite von Dürnstein.


Unser Tipp für Dürnstein

Wenn ihr Dürnstein besuchen möchtet und die Möglichkeit habt, würden wir deshalb empfehlen, entweder früh am Morgen zu kommen oder bis zum späten Nachmittag beziehungsweise Abend zu bleiben. Dann erlebt man den Ort unserer Meinung nach viel entspannter.

Wir mögen solche Zeiten ohnehin lieber. Gerade wenn wir unterwegs sind, versuchen wir möglichst nicht mitten im größten Besucherandrang an einem Ort zu sein. Früh starten, später bleiben oder die bekannten Ziele dann besuchen, wenn die meisten Tagestouristen schon wieder weg sind, macht für uns einen großen Unterschied.

Gleichzeitig finden wir es wichtig, die Orte, die wir besuchen, nicht nur als Fotokulisse zu sehen. Viele Menschen kommen nach Dürnstein, laufen einmal durch die Gassen, machen ihre Fotos und sind kurze Zeit später schon wieder weg. Wenn man schon hier ist, finden wir, sollte man auch die lokalen Betriebe unterstützen.

Ob ein regionales Essen, ein Kaffee, ein Glas Wachauer Wein oder vielleicht eine Flasche Wein vom Winzer für zu Hause – Möglichkeiten gibt es genug. So bleibt nicht nur ein schönes Foto als Erinnerung, sondern man trägt auch ein kleines Stück dazu bei, dass die Gastronomie, Winzer und anderen lokalen Betriebe vom Tourismus profitieren.

An diesem Abend merkten wir deshalb noch einmal, dass es manchmal gar nicht nötig ist, einen Ort völlig für sich allein zu haben. Es reicht schon, wenn die großen Besucherströme nachlassen und plötzlich wieder etwas Ruhe einkehrt.

Nach unserem langen Tag wollten wir diese Ruhe noch ein wenig genießen. Schließlich hatten wir unsere erste Etappe geschafft, unser Gepäck war angekommen und auch der erste Test mit dem leichten Tagesrucksack hatte funktioniert.

Wir gingen schließlich zurück zu unserer Unterkunft und ließen den Abend ruhig ausklingen.

12 Kilometer waren geschafft. Sechs Etappen lagen noch vor uns.

Und am nächsten Morgen wartete bereits die zweite Etappe des Welterbesteigs Wachau auf uns.


FAQ zur ersten Etappe des Welterbesteigs Wachau

Wie lang ist die erste Etappe des Welterbesteigs Wachau?

Unsere erste Etappe von Krems nach Dürnstein war rund 12 Kilometer lang und hatte etwa 280 Höhenmeter. Wir waren insgesamt ungefähr 4,5 Stunden unterwegs. Durch die vielen Pausen und Fotostopps sollte man natürlich etwas mehr Zeit einplanen, wenn man die Strecke entspannt genießen möchte.

Wo beginnt die erste Etappe?

Der Startpunkt befindet sich am Hohen Markt in Krems. Von dort führt der Welterbesteig zunächst durch Krems und anschließend in Richtung Stein und weiter durch die Weinberge nach Dürnstein.

Wie anstrengend ist die erste Etappe?

Wir empfanden die erste Etappe als gut machbar. Die 280 Höhenmeter verteilen sich auf die Strecke und gerade die vielen schönen Ausblicke machen die Wanderung abwechslungsreich. Trotzdem sollte man bedenken, dass es sich um eine Weitwanderung handelt und nicht nur um einen kurzen Spaziergang.

Kann man die erste Etappe mit leichtem Gepäck wandern?

Ja, wenn man die Wanderung mit Gepäcktransport bucht. Genau das haben wir ausprobiert. Unser großes Gepäck wurde von unserer Unterkunft in Krems zur nächsten Unterkunft nach Dürnstein gebracht und wir waren tagsüber nur mit unseren Tagesrucksäcken unterwegs.

Für uns war das eine ganz neue Erfahrung, da wir unsere bisherigen Weitwanderungen in Sachsen immer mit dem kompletten Gepäck auf dem Rücken gemacht hatten.

Gibt es unterwegs Möglichkeiten zum Essen und Trinken?

Auf unserer Etappe haben wir uns morgens beim Frühstück eine Jause für unterwegs eingepackt. In Stein haben wir außerdem noch Wein für später gekauft. Entlang der Strecke gibt es immer wieder schöne Plätze für eine Pause, sodass man seine eigene Verpflegung gut nutzen kann.

Wir würden trotzdem empfehlen, sich vor dem Start Gedanken über ausreichend Getränke und Verpflegung zu machen und nicht darauf zu verlassen, unterwegs spontan überall einkehren zu können.

Lohnt sich ein Abstecher zur Burgruine Dürnstein?

Wir haben den Aufstieg bei dieser Etappe ausgelassen. Zum einen kannten wir die Burgruine bereits von unserem früheren Aufenthalt, zum anderen wussten wir, dass wir am nächsten Morgen wieder in diese Richtung unterwegs sein würden. Dazu kam das zunehmend ungemütliche Wetter.

Wenn ihr zum ersten Mal in Dürnstein seid, würden wir den Abstecher aber durchaus einplanen – besonders wenn das Wetter passt.

Wann ist Dürnstein besonders ruhig?

Unser persönlicher Eindruck: früh morgens und am späten Nachmittag beziehungsweise Abend. Sobald die meisten Tagestouristen wieder abgereist sind, verändert sich die Atmosphäre deutlich. Genau diese ruhigere Seite von Dürnstein hat uns besonders gut gefallen.

Wo kann man in Dürnstein übernachten?

Wir haben im Hotel Sänger Blondel übernachtet. Für unsere Weitwanderung war die Unterkunft Teil des gebuchten Pakets und unser Gepäck war bereits bei unserer Ankunft dort.

Wenn ihr unabhängig von einem Wanderpaket eine Unterkunft sucht, lohnt es sich, frühzeitig zu buchen. Dürnstein ist klein und besonders in der Hauptsaison entsprechend gefragt.

Wie viel Zeit sollte man für Dürnstein einplanen?

Wenn ihr nur die Wanderung macht, könnt ihr Dürnstein natürlich als Etappenziel nutzen. Wir würden aber empfehlen, etwas Zeit für den Ort einzuplanen. Gerade wenn die Tagestouristen langsam verschwinden, lohnt sich ein Spaziergang durch die Gassen besonders.

Wir hatten nach unserer Wanderung noch genügend Zeit für das Stift, Essen und natürlich den einen oder anderen Wachauer Wein.

Würden wir die erste Etappe wieder so wandern?

Auf jeden Fall. Gerade die Mischung aus Krems, Stein, den Weinbergterrassen, den Ausblicken auf die Donau und dem Ankommen in Dürnstein hat uns sehr gut gefallen.

Und für uns war diese Etappe gleichzeitig der erste richtige Test, ob Weitwandern mit Gepäcktransport tatsächlich so angenehm ist, wie wir es uns vorgestellt hatten.

Die Antwort darauf fiel nach diesem ersten Tag ziemlich eindeutig aus.

Auf zur zweiten Etappe – jetzt wurde es ernst

Unsere erste Etappe von Krems nach Dürnstein hatte uns einen ziemlich entspannten Einstieg in den Welterbesteig Wachau beschert. Rund 12 Kilometer, überschaubare Anstiege und dazu jede Menge Weinberge, Donau-Ausblicke und kleine Entdeckungen am Weg.

Am Abend in Dürnstein wussten wir allerdings schon: Der nächste Tag würde deutlich anspruchsvoller werden.

Die zweite Etappe führte uns von Dürnstein nach Weißenkirchen. Mit knapp 17 Kilometern war sie deutlich länger als unsere erste Strecke und auch bei den Höhenmetern würde einiges mehr auf uns zukommen. Die offizielle Etappenbeschreibung gibt dafür rund sechs Stunden Gehzeit an.

Für uns sollte es damit die bisher längste Etappe der Reise werden – und gleichzeitig die Etappe mit den meisten Anstiegen.

Ein ganz anderer Wandertag

Wir wussten also ziemlich genau, dass wir am nächsten Morgen nicht einfach gemütlich loslaufen und irgendwann in Weißenkirchen ankommen würden. Es würde deutlich mehr Kondition gefragt sein.

Trotzdem freuten wir uns auf die Strecke.

Denn die zweite Etappe versprach genau das, was wir am Welterbesteig so lieben: Höhenwege, Weinberge, Wald, Felsen und immer wieder neue Ausblicke auf die Donau. Auch die berühmte Burgruine Dürnstein lag noch einmal auf unserem Weg.

Und diesmal wollten wir nicht daran vorbeilaufen.

Nach unserem ersten erfolgreichen Tag mit leichtem Tagesrucksack waren wir außerdem gespannt, wie sich das Ganze auf einer längeren und deutlich anspruchsvolleren Strecke anfühlen würde. Unser Gepäck würde wieder separat zur nächsten Unterkunft gebracht werden.

Wir mussten also nur eines tun:

Frühstücken, Tagesrucksack packen und loslaufen. Vor uns lagen fast 17 Kilometer und einige Höhenmeter. Und schon nach den ersten Kilometern würden wir merken, dass diese Etappe tatsächlich etwas ganz anderes werden sollte.

Hier gibt’s unsere Eindrücke zu den weiteren Etappen:


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Wenn ihr nichts verpassen möchtet, folgt mir dort gerne und begleitet mich auf meinen nächsten Abenteuern.

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