Schifffahrt Spitz Krems
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Schifffahrt Spitz Krems: Mit dem Schiff durch die Wachau

Schifffahrt Spitz Krems

Die Schifffahrt Spitz Krems war für uns der besondere Abschluss unserer sechs Tage auf dem Welterbesteig durch die Wachau. Nachdem wir die vergangenen Tage zu Fuß unterwegs gewesen waren, viele Kilometer gelaufen und unzählige Höhenmeter bewältigt hatten, wollten wir die Landschaft zum Abschluss noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben – vom Wasser aus.

Sechs Tage lang waren wir durch die Wachau gewandert. Jeden Morgen hieß es Wanderschuhe an, Tagesrucksack auf den Rücken und los. Kilometer für Kilometer ging es durch Weinberge, Wälder und kleine Orte, immer mit einem neuen Etappenziel vor Augen.

Und jetzt saßen wir plötzlich ganz entspannt an der Donau in Spitz.

Keine Wanderschuhe, die uns irgendwohin bringen mussten. Kein Blick auf die nächste Markierung. Keine Höhenmeter, die noch vor uns lagen. Stattdessen schien die Sonne, ein leichter Wind wehte über das Wasser und vor uns fuhren immer wieder Schiffe vorbei.

Eigentlich war unsere Wanderung damit beendet. Aber ein letzter Programmpunkt fehlte noch.

Denn bevor es für uns zurück nach Krems und anschließend weiter nach Wien gehen sollte, wollten wir die Wachau noch einmal ganz anders erleben.


Ein letzter Morgen in Spitz

Nach dem Frühstück im Weingut und Weinhotel Lagler hatten wir noch etwas Zeit, bevor unser Schiff um 12:00 Uhr ablegen sollte. Also wollten wir Spitz nicht einfach direkt verlassen, sondern noch ein bisschen durch den Ort laufen.

Irgendwie war es schön, noch einmal ohne Zeitdruck durch die Straßen zu schlendern. Wir kannten Spitz inzwischen gut, schließlich waren wir erst wenige Tage zuvor hier angekommen und hatten den Ort während unserer Wanderung bereits mehrfach gesehen.

Danach zog es uns noch einmal an die Donau. Wir setzten uns eine Weile ans Wasser, beobachteten die vorbeifahrenden Schiffe und genossen unseren letzten Vormittag in der Wachau.

Das Wetter hätte dafür kaum besser sein können. Die Sonne schien, ein leichter Wind ging über die Donau und nach den vergangenen Wandertagen fühlte es sich ungewohnt entspannt an, einfach nur dazusitzen und nichts mehr erreichen zu müssen.

Schifffahrt Spitz Krems

Dabei kam uns schon der Gedanke, wie anders sich die Wachau von hier unten wohl anfühlen würde. Die vergangenen Tage hatten wir die Donau immer wieder von oben gesehen – von Weinbergen, Aussichtspunkten und Waldwegen. Wir wussten inzwischen ziemlich genau, wo wir unterwegs gewesen waren.

Und plötzlich würden wir genau diese Landschaft wiedersehen. Nur diesmal mussten wir keinen einzigen Schritt dafür machen.


Zum letzten Mal aufs Schiff

Schifffahrt Spitz Krems

Um 12:00 Uhr war es schließlich soweit. Wir machten uns auf den Weg zur Anlegestelle und gingen an Bord.

Wir waren nicht zum ersten Mal mit einem Schiff durch die Wachau unterwegs. Bereits zwei Jahre zuvor hatten wir eine Schifffahrt gemacht, damals von Melk nach Krems. Für uns war die Fahrt deshalb grundsätzlich nichts Neues.

Dieses Mal war es aber etwas ganz anderes.

Denn jetzt hatten wir die Landschaft gerade erst zu Fuß erlebt. Wir wussten, hinter welchem Weinberg welcher Weg verlief, wo wir Pause gemacht hatten und von welchen Aussichtspunkten wir auf die Donau hinuntergeschaut hatten.

Wir waren deshalb schon gespannt, wie viel davon wir vom Wasser aus wiedererkennen würden.

Und genau das machte diese Schifffahrt für uns zu einem ganz besonderen Abschluss unserer Wanderung.


Die Wachau noch einmal aus einer anderen Perspektive

Pünktlich um 12:00 Uhr legte unser Schiff in Spitz ab. Wir hatten uns direkt einen Platz auf dem Sonnendeck gesucht und konnten nun ganz entspannt beobachten, wie Spitz langsam hinter uns zurückblieb.

Die Sonne schien, ein leichter Wind wehte und nach den vielen Wandertagen fühlte es sich ungewohnt an, einfach nur dazusitzen und die Landschaft an uns vorbeiziehen zu lassen. Keine Steigung, kein unebener Weg und kein Blick auf die nächste Wanderwegmarkierung. Heute mussten wir uns einfach nur zurücklehnen und schauen.

Das Schiff selbst ist ziemlich groß und erstreckt sich über drei Ebenen. Unten befindet sich der Bereich, in dem man an Bord kommt, eine weitere Ebene bietet unter anderem das Restaurant und ganz oben liegt das Sonnendeck. Für uns war aber schnell klar, wo wir die Fahrt verbringen wollten. Bei diesem Wetter wollten wir natürlich draußen sitzen und möglichst viel von der Wachau sehen.

Und dann begann genau das, worauf wir uns eigentlich am meisten gefreut hatten.

Wir erkannten immer wieder Stellen, an denen wir in den vergangenen Tagen unterwegs gewesen waren.

„Da sind wir doch gelaufen!“

Je weiter wir uns von Spitz entfernten, desto öfter ertappten wir uns dabei, dass wir nach unseren Wanderwegen Ausschau hielten.

„Da müsste doch irgendwo unser Weg gewesen sein.“

„Schau mal, da oben!“

Schifffahrt Spitz Krems

Immer wieder versuchten wir, die Aussichtspunkte oder Wegabschnitte wiederzufinden, an denen wir wenige Tage zuvor noch selbst gestanden hatten. Vom Wasser aus sah vieles plötzlich ganz anders aus. Entfernungen wirkten anders und manche Stellen, die wir zu Fuß als ziemlich abgelegen empfunden hatten, konnten wir nun von der Donau aus deutlich erkennen.

Besonders schön war für uns, dass wir jetzt nicht mehr einfach nur durch eine Landschaft fuhren, sondern tatsächlich wussten, was sich dahinter verbarg. Wir kannten die Weinberge nicht mehr nur als schöne Hänge am Fluss, sondern wussten, dass wir dort entlanggelaufen waren. Wir sahen Wälder und Aussichtspunkte und konnten uns teilweise noch genau daran erinnern, wie wir dort oben gestanden und auf die Donau hinuntergeschaut hatten.

Vor zwei Jahren, bei unserer ersten Schifffahrt durch die Wachau von Melk nach Krems, hatten wir die Landschaft natürlich ebenfalls schön gefunden. Aber damals konnten wir sie noch nicht auf diese Weise einordnen.

Dieses Mal war das anders.

Wir hatten die Wachau in den vergangenen Tagen Schritt für Schritt kennengelernt und konnten jetzt vieles wiedererkennen. Dadurch wurde die Schifffahrt für uns fast zu einer kleinen Rückschau auf unsere gesamte Wanderung.

Und genau deshalb war es so schön, die Strecke am Ende noch einmal vom Wasser aus zu erleben.


Die Donau hatte immer noch wenig Wasser

Natürlich fiel uns auch an diesem Tag wieder der niedrige Wasserstand der Donau auf. Schon vor unserer Reise hatten wir immer wieder davon gehört und während unserer Wanderung war uns das niedrige Wasser ebenfalls aufgefallen.

Die Donau führte noch immer deutlich weniger Wasser als wir es von früheren Besuchen kannten. Für uns war es deshalb durchaus beeindruckend zu sehen, dass die Schiffe inzwischen wieder fahren konnten. An diesem sonnigen Tag waren wieder Schiffe auf der Donau unterwegs und auch wir konnten unsere geplante Fahrt problemlos antreten.

Schifffahrt Spitz Krems

Nach all den Tagen, an denen uns das Thema Niedrigwasser immer wieder begegnet war, schloss sich damit irgendwie ein kleiner Kreis. Wir hatten die Donau von oben gesehen, ihren niedrigen Wasserstand von den Ufern aus beobachtet und waren nun selbst darauf unterwegs.

Während das Schiff langsam weiter Richtung Dürnstein fuhr, wurde uns immer bewusster, dass dies tatsächlich unser letzter Blick auf die Wachau während dieser Reise sein würde.

Zumindest für dieses Mal.


Dürnstein vom Wasser aus

Je näher wir Dürnstein kamen, desto häufiger gab es für uns diese kleinen Wiedererkennungsmomente. Wir kannten die Landschaft inzwischen nicht mehr nur von Fotos oder früheren Besuchen, sondern hatten sie wenige Tage zuvor selbst durchwandert.

Und dann kam Dürnstein in Sicht.

Schon von Weitem konnten wir die markante Silhouette des Ortes erkennen. Über den Häusern ragten die Ruine und der Kirchturm des Stifts hervor und wir wussten sofort: Hier waren wir vor wenigen Tagen noch selbst unterwegs gewesen.

Diesmal näherten wir uns Dürnstein allerdings nicht über einen Wanderweg, sondern vom Wasser aus. Und plötzlich sah vieles ganz anders aus.

Dürnstein

Von der Donau aus konnten wir die Weinberge und die steilen Hänge noch einmal aus einer Perspektive betrachten, die wir während unserer Wanderung so gar nicht gehabt hatten. Zu Fuß hatten wir immer wieder nach unten auf den Fluss geschaut. Jetzt fuhren wir genau dort entlang und blickten hinauf zu den Stellen, an denen wir einige Tage zuvor gelaufen waren.

Natürlich hielten wir wieder Ausschau nach den Wegen.

Immer wieder überlegten wir, ob wir irgendwo einen Abschnitt des Welterbesteigs erkennen konnten. Manche Stellen waren schnell wiederzuerkennen, bei anderen mussten wir etwas genauer hinschauen. Aber genau das machte die Fahrt für uns so interessant.

Wir hatten inzwischen eine ganz andere Verbindung zu dieser Landschaft.


Die Wachau, die wir inzwischen kannten

Während das Schiff langsam weiterfuhr, wurde uns noch einmal bewusst, wie viel wir in den vergangenen Tagen eigentlich erlebt hatten.

Wir hatten Weinberge durchquert, waren über steile Waldwege gelaufen, hatten uns über Aussichtspunkte gefreut, an Bänken unsere Jause gegessen und natürlich immer wieder einen Schluck Wachauer Wein genossen. Manche Abschnitte waren anstrengender gewesen als andere und gerade der Trenning oder die langen Waldpassagen rund um den Jauerling waren uns noch sehr präsent.

Jetzt glitten wir ganz entspannt an genau dieser Landschaft vorbei.

Es war fast ein bisschen so, als würden wir unsere Wanderung noch einmal rückwärts anschauen. Nur diesmal mussten wir dafür keinen Schritt mehr machen.

Und je länger wir auf dem Sonnendeck saßen, desto mehr gefiel uns dieser Gedanke. Die Schifffahrt war für uns nicht einfach nur die Fahrt von Spitz nach Krems, sondern tatsächlich ein schöner Abschluss unserer Wanderung.

Schifffahrt Spitz Krems

Besonders schön fanden wir, dass wir jetzt Dinge wahrnahmen, die uns bei unserer ersten Schifffahrt vor zwei Jahren wahrscheinlich einfach entgangen waren. Damals kannten wir die Wege und Aussichtspunkte noch nicht. Wir sahen die Wachau als wunderschöne Landschaft vor uns.

Dieses Mal wussten wir: Dort oben sind wir gewesen.

Und genau dadurch bekam die Fahrt für uns eine ganz andere Bedeutung.

Einfach noch einmal genießen

Wir hatten während der Fahrt dieses Mal übrigens nichts zu essen bestellt. Wir wollten die Zeit einfach auf dem Sonnendeck verbringen, die Landschaft beobachten und unsere letzten Stunden in der Wachau genießen.

Bei unserer ersten Schifffahrt vor zwei Jahren hatten wir uns noch Eismarillenknödel gegönnt. 😉 Dieses Mal hatten wir darauf verzichtet und waren vollkommen zufrieden damit, einfach nur dazusitzen.

Die Sonne schien, der Wind sorgte für eine angenehme Abkühlung und vor uns zog die Wachau langsam vorbei.

Nach sechs Tagen Wandern war das genau die richtige Art, einen solchen Urlaub ausklingen zu lassen.

Wir mussten nirgendwo mehr hinlaufen.

Wir durften einfach nur schauen.

Langsam ging es zurück nach Krems

Während das Schiff weiter Richtung Krems fuhr, ließen wir die vergangenen Tage noch einmal Revue passieren. Die Landschaft zog an uns vorbei und wir erkannten immer wieder Stellen, die wir während unserer Wanderung kennengelernt hatten.

Irgendwann wurde uns dabei bewusst, dass unsere Reise durch die Wachau tatsächlich langsam zu Ende ging.

Die Schifffahrt war für uns deshalb genau der richtige Abschluss. Wir mussten nicht mehr auf die Kilometer schauen und auch keine Höhenmeter mehr bewältigen. Stattdessen konnten wir einfach auf dem Sonnendeck sitzen und die Landschaft genießen, die uns in den vergangenen Tagen so viele schöne, aber auch anstrengende Momente beschert hatte.

krems

Als wir schließlich Krems näher kamen, hieß es dann aber endgültig: Ankommen.


Unsere Koffer waren schon in Krems

Nach der Ankunft in Krems gingen wir zunächst zum Hotel Unter den Linden. Unsere Koffer hatten wir am Morgen in Spitz im Weingut Lagler abgegeben und waren anschließend ganz entspannt mit unserem kleinen Tagesgepäck aufs Schiff gegangen.

Auch das war für uns wieder ein großer Vorteil des Gepäcktransports. Wir mussten uns während der Schifffahrt keine Gedanken darum machen, wo unsere großen Koffer waren oder wie wir sie von Spitz nach Krems bekommen würden. Sie waren bereits auf dem Weg zu unserer nächsten Unterkunft.

Im Hotel angekommen, konnten wir unsere Koffer wieder in Empfang nehmen. Damit war dann auch dieser Teil unserer Reiseorganisation geschafft.

Und plötzlich hatten wir wieder unseren kompletten Hausstand bei uns. Nach sechs Tagen mit kleinem Tagesrucksack fühlte sich das fast ein bisschen ungewohnt an.


Noch ein kleiner Abschluss in der Touristeninformation

Bevor wir Krems endgültig verlassen wollten, hatten wir allerdings noch etwas vor.

Wir gingen noch zur Touristeninformation, denn wir wollten uns unsere Wandernadeln für die gesammelten Stempel abholen.

Und tatsächlich konnten wir gleich zwei kleine Erfolge mit nach Hause nehmen: Bronze beim Welterbesteig Wachau und Bronze beim Jauerling.

Das war irgendwie ein richtig schöner Moment nach den vergangenen Wandertagen. Die Nadeln sind natürlich nur kleine Erinnerungsstücke, aber für uns hängen daran sechs Tage voller Erlebnisse, viele Kilometer, unzählige Höhenmeter und jede Menge schöne Erinnerungen.

Allerdings haben wir damit noch lange nicht alles geschafft.

Für Silber und Gold müssen wir wiederkommen – und dafür fehlen uns außerdem noch weitere Etappen des Welterbesteigs.

Ein Grund mehr also, irgendwann wieder in die Wachau zurückzukehren.

Vielleicht heißt es dann wieder: Wanderschuhe an, Tagesrucksack auf und los.


Von Krems weiter nach Wien

Lange blieben wir diesmal allerdings nicht in Krems. Unsere Reise durch die Wachau war beendet und für uns ging es weiter.

Wir machten uns auf den Weg zum Bahnhof und stiegen in den Zug nach Wien. Dort wollten wir noch ein paar Tage verbringen, bevor es wieder zurück nach Hause gehen würde.

Damit endete unsere Wanderreise durch die Wachau zwar in Krems, unsere Reise selbst aber noch nicht.

Und genau deshalb ist dieser Beitrag auch nicht ganz das Ende unserer Reisegeschichte.

Denn nach sechs Tagen Wandern, vielen Weinbergen, Wäldern, Aussichtspunkten und einer letzten Schifffahrt warteten nun noch ein paar Tage Wien auf uns.

wien

Aber das ist wieder eine ganz andere Geschichte, die ich euch in einer eigenen Serie erzählen werde.

Praktische Infos zur Schifffahrt von Spitz nach Krems

Wenn ihr die Wachau ebenfalls einmal vom Wasser aus erleben möchtet, gibt es bei der DDSG Blue Danube verschiedene Möglichkeiten. Die Strecke zwischen Spitz und Krems gehört zur sogenannten Kleinen Wachauschifffahrt. Je nach Fahrplan wird dabei auch in Dürnstein und teilweise in Weißenkirchen angelegt.

Fahrplan

In der Hauptsaison 2026 fahren die Schiffe täglich durch die Wachau. Die genauen Abfahrtszeiten unterscheiden sich je nach Schiff und Fahrtrichtung. Für die Strecke Spitz → Krems gibt es beispielsweise unterschiedliche Verbindungen, weshalb es sich lohnt, vor der Fahrt den aktuellen Fahrplan zu prüfen.

Wir sind bei unserer Reise um 12:30 Uhr in Spitz gestartet. Für uns war diese Verbindung ideal, weil wir vorher noch in Ruhe frühstücken, ein bisschen durch Spitz laufen und an der Donau sitzen konnten.

Wie lange dauert die Fahrt?

Für unsere Fahrt von Spitz nach Krems haben wir ungefähr eineinhalb Stunden eingeplant. Die tatsächliche Fahrzeit kann je nach Verbindung und eventuellen Zwischenstopps etwas unterschiedlich sein.

Gerade wenn ihr anschließend noch einen Zug erreichen müsst, würde ich deshalb nicht zu knapp planen und vorher noch einmal die konkrete Verbindung anschauen.

Tickets und Preise

Die Preise hängen von der gewählten Strecke ab. Für 2026 kostet die einfache Fahrt Krems/Stein – Spitz 32 Euro pro Erwachsenen, Hin- und Rückfahrt kostet 39 Euro. Die Preise können je nach Strecke und Angebot variieren.

Neben den normalen Linienfahrten gibt es außerdem verschiedene Kombiangebote, zum Beispiel mit Frühstück, Weinverkostung oder einer typischen Winzerjause.

Unser Tipp: Möglichst nach draußen

Die Schiffe verfügen über mehrere Bereiche und natürlich gibt es auch Sitzplätze im Innenbereich. Wenn das Wetter mitspielt, würden wir aber auf jeden Fall empfehlen, möglichst früh aufs Sonnendeck zu gehen.

Genau dort haben wir die Fahrt verbracht. Bei Sonne und etwas Wind war es einfach herrlich, die Wachau an uns vorbeiziehen zu sehen. Und gerade wenn ihr die Region vorher erwandert habt, macht es unglaublich viel Spaß, von oben nach den eigenen Wanderwegen und Aussichtspunkten Ausschau zu halten.

Auch als Wander-Abschluss ideal

Für uns war die Schifffahrt besonders praktisch, weil wir sie direkt mit unserem Gepäcktransport verbinden konnten. Wir gaben unsere Koffer morgens im Weingut und Weinhotel Lagler in Spitz ab und gingen anschließend nur mit unserem Tagesrucksack aufs Schiff.

Während wir entspannt über die Donau nach Krems fuhren, wurde unser großes Gepäck bereits zu unserem nächsten Hotel gebracht. Im Hotel Unter den Linden in Krems konnten wir unsere Koffer später wieder in Empfang nehmen.

Gerade nach mehreren Tagen Wandern fanden wir das unglaublich angenehm. Natürlich kann man sein Gepäck auch selbst transportieren, aber für uns war es genau deshalb so schön, am letzten Wandertag einfach nur mit einem kleinen Rucksack aufs Schiff zu gehen.

Wichtig: Fahrpläne, Schiffe und Abfahrtszeiten können sich ändern. Deshalb solltet ihr vor eurer Fahrt unbedingt den aktuellen Fahrplan der DDSG prüfen.


Unser Fazit zur Schifffahrt von Spitz nach Krems

Die Schifffahrt von Spitz nach Krems war für uns ein richtig schöner Abschluss unserer Wanderung durch die Wachau. Natürlich kann man die Strecke auch einfach als schöne Möglichkeit sehen, von einem Ort zum nächsten zu kommen. Für uns war sie aber viel mehr als das.

Wir hatten die Wachau in den vergangenen sechs Tagen zu Fuß erlebt. Wir waren durch Weinberge gelaufen, hatten uns durch Wälder gearbeitet, waren steile Anstiege hinaufgestiegen und hatten immer wieder von oben auf die Donau geschaut. Jetzt konnten wir genau diese Landschaft noch einmal vom Wasser aus betrachten.

Und genau das hat die Fahrt für uns so besonders gemacht.

Immer wieder haben wir versucht, unsere Wanderwege oder die Aussichtspunkte wiederzuerkennen. Manchmal waren wir uns sofort sicher, an anderen Stellen mussten wir etwas länger überlegen. Aber gerade dieses Wiedererkennen hat uns unglaublich viel Spaß gemacht.

Bei unserer ersten Schifffahrt durch die Wachau vor zwei Jahren hatten wir die Landschaft natürlich ebenfalls genossen. Damals war sie für uns einfach schön. Dieses Mal kannten wir sie.

Wir wussten, wo wir entlanggelaufen waren.

Wir wussten, wie die Wege aussahen und wo wir oben auf den Weinbergen oder im Wald gestanden hatten.

Und plötzlich konnten wir die Landschaft aus einer ganz anderen Perspektive betrachten.


Würden wir die Schifffahrt empfehlen?

Ja, vor allem nach einer Wanderung durch die Wachau.

Wenn man die Strecke vorher zu Fuß erlebt hat, bekommt die Schifffahrt noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Man kann sich zurücklehnen, die Beine ausstrecken und gleichzeitig die vergangenen Wandertage ein Stück weit Revue passieren lassen.

Auch der Gepäcktransport hat für uns dabei wunderbar funktioniert. Wir gaben unsere Koffer morgens im Weingut Lagler ab, gingen anschließend nur mit unserem Tagesgepäck aufs Schiff und konnten sie später im Hotel Unter den Linden in Krems wieder in Empfang nehmen.

Natürlich könnte man die Koffer auch selbst transportieren. Aber gerade nach mehreren Tagen Wandern fanden wir es unglaublich angenehm, uns darum nicht kümmern zu müssen.

Für uns war die Fahrt deshalb ein entspannter Übergang zwischen Wanderurlaub und unserem nächsten Reiseziel.

Und ganz am Ende gab es mit unseren Wandernadeln sogar noch eine kleine Belohnung für die vergangenen Tage: Bronze beim Welterbesteig und Bronze beim Jauerling.

Für Silber und Gold müssen wir allerdings noch einmal wiederkommen.

Und auch einige Etappen des Welterbesteigs fehlen uns noch.

Das bedeutet wohl: Die Wachau hat uns nicht zum letzten Mal gesehen.


Unser letzter Blick auf die Wachau

Als wir schließlich in Krems ankamen, war unsere Wanderung endgültig vorbei. Sechs Tage, viele Kilometer, zahlreiche Höhenmeter und unzählige kleine Erlebnisse lagen hinter uns.

Wir hatten die Wachau erwandert, erlebt und am letzten Tag noch einmal vom Wasser aus betrachtet.

Schifffahrt Spitz Krems

Danach ging es für uns direkt weiter zum Bahnhof und mit dem Zug nach Wien, wo wir noch ein paar Tage verbringen wollten.

Die Wachau-Serie endet für uns deshalb mit einer Schifffahrt – und irgendwie passt das ganz gut. Nach all den Tagen, an denen wir jeden Morgen unsere Wanderschuhe geschnürt hatten, mussten wir am letzten Tag keinen einzigen Kilometer mehr zu Fuß zurücklegen.

Wir konnten einfach sitzen, schauen und genießen.

Und vielleicht ist genau das der schönste Abschluss einer Wanderreise.


Hier gibt’s unsere Eindrücke zu den weiteren Etappen:

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