San Bernardino Pass
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San Bernardino Pass: Alpenstraße durch die Schweiz

San Bernardino Pass

Am frühen Morgen hieß es für uns Abschied nehmen vom Tessin. Wir waren gerade erst aus Ascona weitergereist und hatten am Lago Maggiore noch mediterranes Flair, Palmen und sommerliche Temperaturen erlebt. Nun lag eine längere Fahrt vor uns. Unser Ziel war eine Unterkunft auf einem kleinen Bauernhof in der Nähe von Landquart. Doch wir wollten nicht einfach nur möglichst schnell von Ascona nach Graubünden fahren. Wir hatten uns bewusst dafür entschieden, nicht ausschließlich die Autobahn zu nehmen, sondern über den San Bernardino Pass zu fahren. Und wie sich herausstellen sollte, war schon die Fahrt dorthin ein Erlebnis für sich.


Früh am Morgen von Ascona Richtung Graubünden

Gegen halb sieben oder sieben Uhr morgens machten wir uns auf den Weg. Für uns ging es zunächst ein Stück durch Locarno und anschließend relativ schnell auf die Autobahn. Nach den warmen Temperaturen und dem mediterranen Flair rund um den Lago Maggiore begann sich die Landschaft nun langsam wieder zu verändern. Zunächst führte uns die Strecke durch einen längeren Tunnel. Als wir auf der anderen Seite wieder herauskamen, war das mediterrane Flair plötzlich verschwunden. Palmen und See lagen hinter uns. Stattdessen wurde die Landschaft wieder grüner, felsiger und deutlich alpiner – genau so, wie wir die Schweiz auf unserer Reise zuvor immer wieder kennengelernt hatten.

San Bernardino Pass

Wir fanden diesen Wechsel unglaublich beeindruckend. Noch am Vortag waren wir durch Ascona spaziert und hatten uns fast wie im Süden gefühlt. Nun waren wir wieder von Bergen und Felsen umgeben. Die Landschaft in der Schweiz kann sich innerhalb weniger Kilometer komplett verändern, und genau das macht eine Fahrt durch dieses Land für uns so spannend.

Ein interessanter Zwischenstopp an der Autobahn

Bevor wir die Autobahn endgültig verließen, legten wir noch eine kurze Pause auf einem Autobahnrastplatz ein. Eigentlich wollten wir nur kurz anhalten und uns die Beine vertreten. Dabei entdeckten wir aber einige interessante Informationen über die geplanten Veränderungen rund um die Tunnel und den San Bernardino.

Das Thema war für uns besonders interessant, weil wir auf unserer Reise durch die Schweiz immer wieder durch zahlreiche Tunnel gefahren waren. Dabei erfuhren wir, dass die Tunnel in der Schweiz für einen sehr großen Anteil des Stromverbrauchs verantwortlich sind. Ein Grund dafür ist natürlich die notwendige Beleuchtung. Gerade lange Tunnel benötigen enorme Mengen an Energie, um dauerhaft ausreichend hell beleuchtet zu werden.

Bei den neuen beziehungsweise modernisierten Tunneln soll es deshalb verschiedene Maßnahmen geben, die sowohl den Energieverbrauch reduzieren als auch die Sicherheit erhöhen. Eine Maßnahme, die wir besonders interessant fanden, ist die hellere beziehungsweise weiße Gestaltung der Tunnelwände. Zusätzlich sollen die Beleuchtungen nach und nach auf LED-Technik umgestellt werden. Auch an den Ein- und Ausgängen der Tunnel sollen Photovoltaikanlagen zum Einsatz kommen.

Die Idee hinter den helleren Tunnelwänden ist eigentlich sehr einfach: Je heller die Wände sind, desto besser wird das vorhandene Licht reflektiert. Wir hatten daraufhin während unserer weiteren Fahrt einmal bewusst darauf geachtet und tatsächlich war der Unterschied deutlich erkennbar. Ein Tunnel mit hellen beziehungsweise weißen Wänden wirkte im Vergleich zu einem Tunnel mit dunkleren, grauen Wänden deutlich heller. Natürlich können wir nicht beurteilen, wie viel Energie dadurch im Einzelfall eingespart wird, aber der Gedanke dahinter leuchtet uns absolut ein.

Besonders spannend fanden wir außerdem die Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit. Wärmebildkameras sollen beispielsweise die Temperatur von Bremsen an Lastwagen kontrollieren können. Werden dabei zu heiß gelaufene Bremsen erkannt, kann der betreffende Lkw bereits vor der Einfahrt in den Tunnel gestoppt werden. Auf diese Weise sollen mögliche Brände verhindert werden, bevor ein Fahrzeug überhaupt in den Tunnel einfährt.

Gerade in langen Tunneln können Fahrzeugbrände schnell zu einer großen Gefahr werden. Deshalb fanden wir den Gedanken, mögliche Gefahren bereits vor der Einfahrt zu erkennen, besonders sinnvoll.

Wir fanden es schön, dass bei den geplanten Veränderungen verschiedene Aspekte miteinander verbunden werden. Hellere Tunnelwände, moderne LED-Beleuchtung und Photovoltaikanlagen sollen dabei helfen, Energie zu sparen, während Wärmebildkameras und weitere technische Maßnahmen gleichzeitig für mehr Sicherheit sorgen sollen. Während unserer weiteren Fahrt haben wir deshalb tatsächlich einmal bewusster auf die unterschiedlichen Tunnel geachtet und fanden es spannend, die Unterschiede zwischen älteren und moderneren Tunneln wahrzunehmen.


Von der Autobahn auf den San Bernardino Pass

Nach unserer Pause ging es für uns weiter. Wir wollten nun bewusst die Autobahn verlassen und über den San Bernardino Pass fahren. Der San Bernardino Pass verbindet das Tessin mit Graubünden und ist eine der bekannten Alpenrouten der Schweiz. Schon kurz nach der Abfahrt veränderte sich die Strecke deutlich. Statt geradeaus durch einen Tunnel oder über eine gut ausgebaute Autobahn zu fahren, ging es nun über kurvige Straßen immer weiter nach oben und die ersten Serpentinen begannen.

Die Idee hinter den helleren Tunnelwänden ist eigentlich sehr einfach: Je heller die Wände sind, desto besser wird das vorhandene Licht reflektiert. Wir hatten daraufhin während unserer weiteren Fahrt einmal bewusst darauf geachtet und tatsächlich war der Unterschied deutlich erkennbar. Ein Tunnel mit hellen beziehungsweise weißen Wänden wirkte im Vergleich zu einem Tunnel mit dunkleren, grauen Wänden deutlich heller. Natürlich können wir nicht beurteilen, wie viel Energie dadurch im Einzelfall eingespart wird, aber der Gedanke dahinter leuchtet uns absolut ein.

Besonders spannend fanden wir außerdem die Maßnahmen zur Erhöhung der Sicherheit. Wärmebildkameras sollen beispielsweise die Temperatur von Bremsen an Lastwagen kontrollieren können. Werden dabei zu heiß gelaufene Bremsen erkannt, kann der betreffende Lkw bereits vor der Einfahrt in den Tunnel gestoppt werden. Auf diese Weise sollen mögliche Brände verhindert werden, bevor ein Fahrzeug überhaupt in den Tunnel einfährt.

Gerade in langen Tunneln können Fahrzeugbrände schnell zu einer großen Gefahr werden. Deshalb fanden wir den Gedanken, mögliche Gefahren bereits vor der Einfahrt zu erkennen, besonders sinnvoll.

Wir fanden es schön, dass bei den geplanten Veränderungen verschiedene Aspekte miteinander verbunden werden. Hellere Tunnelwände, moderne LED-Beleuchtung und Photovoltaikanlagen sollen dabei helfen, Energie zu sparen, während Wärmebildkameras und weitere technische Maßnahmen gleichzeitig für mehr Sicherheit sorgen sollen. Während unserer weiteren Fahrt haben wir deshalb tatsächlich einmal bewusster auf die unterschiedlichen Tunnel geachtet und fanden es spannend, die Unterschiede zwischen älteren und moderneren Tunneln wahrzunehmen.

Genau das war der Moment, auf den wir uns gefreut hatten. Wir fahren zwar gerne Autobahn, wenn wir schnell von einem Ort zum nächsten kommen möchten. Aber bei einer Reise durch die Schweiz wäre es für uns schade gewesen, die gesamte Strecke einfach nur durch Tunnel zurückzulegen. Der San Bernardino Pass bot uns die Möglichkeit, die Landschaft viel unmittelbarer zu erleben und die Strecke selbst zum Teil unserer Reise zu machen.


Fast allein unterwegs

Was uns besonders überrascht hat, war, wie wenig Verkehr an diesem Morgen unterwegs war. Wir waren auf der Passstraße fast alleine unterwegs. Ab und zu kamen uns ein paar kleinere Sportwagen entgegen oder wir sahen einige Fahrradfahrer, die sich die Passstraße hinaufarbeiteten. Ansonsten war die Strecke erstaunlich ruhig.

Gerade am frühen Morgen hatte das einen ganz besonderen Reiz. Wir konnten ganz in Ruhe fahren und mussten uns nicht durch dichten Verkehr bewegen. Immer wieder gab es Möglichkeiten, anzuhalten und die Landschaft auf uns wirken zu lassen – und genau das haben wir auch gemacht.


Serpentinen, Berge und immer neue Ausblicke

Die Straße führte uns in vielen kleinen Serpentinen immer weiter den Berg hinauf. Mit jeder Kurve veränderte sich der Blick ein wenig. Mal öffnete sich die Landschaft und wir konnten weit über die umliegenden Berge schauen, dann führte die Straße wieder näher an Felsen vorbei oder durch eine besonders eindrucksvolle alpine Landschaft.

Steinmänchen

Wir haben immer wieder angehalten, sind kurz ausgestiegen und ein Stück gelaufen. Das ist für uns einer der großen Vorteile, wenn man mit dem Auto unterwegs ist. Man kann einfach spontan anhalten, wenn man einen schönen Blick entdeckt. Man muss nicht an einem bestimmten Aussichtspunkt angekommen sein. Manchmal reicht eine kleine Ausbuchtung an der Straße, ein Parkplatz oder ein Blick, der sich plötzlich hinter der nächsten Kurve öffnet.

Und auf dem San Bernardino Pass gab es davon einige. Die Landschaft war einfach unglaublich schön und wir wollten uns bewusst die Zeit nehmen, sie auch wirklich wahrzunehmen, anstatt nur möglichst schnell über den Pass zu fahren.


Ein weiterer Grand-Tour-of-Switzerland-Punkt

Natürlich wollten wir auch den nächsten Punkt der Grand Tour of Switzerland nicht auslassen. Auf einer kleinen Anhöhe entdeckten wir das bekannte Schild der Grand Tour. Da wir die Grand Tour of Switzerland während unserer Reise immer wieder an verschiedenen Orten entdeckt hatten, gehörte auch dieser Stopp für uns einfach dazu.

Grand Tour

Wir hielten an, stiegen kurz aus und nutzten die Gelegenheit für ein paar Fotos. Dabei ist es eigentlich gar nicht unbedingt das Schild selbst, das den Stopp so besonders macht, sondern vielmehr die Landschaft rundherum. Das Grand-Tour-Schild steht nicht irgendwo mitten in einer Stadt oder an einem beliebigen Parkplatz, sondern an einem Ort, an dem man gleichzeitig die alpine Umgebung erleben kann.

Wir fanden es deshalb schön, auch hier wieder einen kurzen Stopp einzulegen und einen weiteren dieser besonderen Punkte unserer Schweiz-Rundreise mitzunehmen.


Der Laghetto Moesola am San Bernardino Pass

Ein Stück weiter kamen wir am Laghetto Moesola vorbei. Der kleine Bergsee liegt auf der Passhöhe des San Bernardino und fügt sich wunderschön in die alpine Landschaft ein. Als wir dort vorbeikamen, hatten bereits viele Menschen angehalten und eine Pause eingelegt.

Die Lage war auch wirklich perfekt dafür. Das Wasser, die Berge und die alpine Landschaft luden geradezu dazu ein, sich ein wenig länger aufzuhalten. Gerade nach der kurvigen Fahrt über die Passstraße ist so ein ruhiger Ort eine schöne Möglichkeit, kurz durchzuatmen und die Umgebung auf sich wirken zu lassen.

Wir entschieden uns dieses Mal allerdings, einfach weiterzufahren. Wir hatten an diesem Morgen bereits mehrere Stopps eingelegt und wollten schließlich auch noch weitere Ziele entlang unserer Strecke erreichen. Deshalb blieb es bei uns bei einem kurzen Blick auf den See.

Trotzdem blieb uns der Laghetto Moesola in Erinnerung. Auf einer Passfahrt gibt es einfach unglaublich viele Möglichkeiten, spontan anzuhalten. Man könnte vermutlich an fast jeder Stelle eine Pause einlegen und hätte trotzdem wieder einen völlig neuen Blick auf die Landschaft. Der Laghetto Moesola war für uns dabei einer dieser Orte, an denen wir sofort verstanden haben, warum viele Reisende hier gerne eine Pause einlegen.


Weiter über den San Bernardino Pass

Nachdem wir den höchsten Bereich der Passstraße erreicht hatten, ging es für uns wieder bergab. Nun führten die Serpentinen auf der anderen Seite des Passes wieder hinunter und die Landschaft veränderte sich erneut. Wir fuhren weiter in Richtung Hinterrhein und konnten dabei beobachten, wie sich die Umgebung mit jedem Höhenmeter veränderte.

Die Fahrt über einen Pass ist für uns immer etwas Besonderes. Man erlebt nicht nur einen einzelnen Aussichtspunkt, sondern eine ganze Landschaft in Bewegung. Die Straße führt durch verschiedene Höhenlagen, die Vegetation verändert sich und hinter jeder Kurve kann sich ein neuer Blick eröffnen. Genau deshalb fahren wir solche Strecken gerne bewusst und nicht einfach nur möglichst schnell.


Vom San Bernardino Pass weiter Richtung Viamala

Unsere Fahrt führte uns anschließend weiter in Richtung Viamala-Schlucht. Dort legten wir unseren nächsten längeren Stopp ein. Die Viamala-Schlucht ist ein beeindruckendes Naturerlebnis und verdient für uns definitiv einen eigenen Beitrag. Deshalb möchte ich an dieser Stelle auch gar nicht zu viel vorwegnehmen.

Viamalaschlucht

Nur so viel: Nach der Fahrt über den San Bernardino Pass wartete dort eine völlig andere Landschaft auf uns. Die offenen Berglandschaften und die kurvige Passstraße wurden nun von engen Felswänden, tiefen Schluchten und rauschendem Wasser abgelöst.

Wie unser Besuch in der Viamala-Schlucht war und warum sich der Stopp für uns auf jeden Fall gelohnt hat, erzähle ich euch im nächsten Beitrag.


Ein spontaner Abstecher zum Soliser Viadukt

Nach unserem Besuch in der Viamala-Schlucht ging unsere Fahrt weiter in Richtung Chur. Wir waren inzwischen wieder unterwegs zu unserer nächsten Unterkunft und wollten eigentlich einfach weiterfahren. Doch dann entdeckten wir an einem Schild den Hinweis auf ein Viadukt.

Und wie so oft auf unserer Reise dachten wir uns: Warum eigentlich nicht einfach mal abbiegen?

Viadukt

Wir folgten dem Hinweis und kamen schließlich zum Soliser Viadukt. Das beeindruckende Eisenbahnviadukt gehört zur Strecke der Rhätischen Bahn und ist ein schönes Beispiel dafür, wie sich die Eisenbahnstrecken in Graubünden durch eine spektakuläre Landschaft bewegen.

Gerade in dieser Region gibt es zahlreiche beeindruckende Bauwerke der Rhätischen Bahn. Die Eisenbahnstrecken führen durch Täler, über Brücken und Viadukte und durch eine Landschaft, die ohnehin schon beeindruckend ist. Das Soliser Viadukt fügt sich dabei wunderbar in seine Umgebung ein.

viadukt

Wir hatten bei diesem kurzen Abstecher natürlich nicht die Möglichkeit, uns alle Bauwerke entlang der Strecke ausführlich anzusehen. Aber auch dieser spontane Stopp hat uns wieder gezeigt, wie viele interessante Dinge man unterwegs entdecken kann, wenn man nicht immer nur strikt nach Navi fährt. Eigentlich wollten wir nur weiter zu unserer Unterkunft. Stattdessen standen wir plötzlich vor einem beeindruckenden Eisenbahnviadukt – und genau solche Momente lieben wir auf unseren Reisen.


Weiter durch die Rheinschlucht

Nach diesem spontanen Zwischenstopp ging es für uns weiter Richtung Rheinschlucht. Auch hier kamen wir auf unserer Fahrt durch eine beeindruckende Landschaft. Die Rheinschlucht wird häufig als „Grand Canyon der Schweiz“ bezeichnet und gehört zu den bekanntesten Naturregionen Graubündens.

Rheinschlucht

Wir haben die Rheinschlucht an diesem Tag allerdings nicht ausführlich erkundet. Wir fuhren lediglich ein Stück durch die Region und bekamen dabei einen ersten Eindruck von der beeindruckenden Landschaft. Für uns war schnell klar, dass man die Rheinschlucht eigentlich einmal ausführlicher erkunden müsste.

Die hellen Felswände, der Rhein und die weite Landschaft unterscheiden sich noch einmal deutlich von der Viamala-Schlucht, die wir zuvor besucht hatten. Auch deshalb bekommt die Rheinschlucht bei uns einen eigenen Beitrag.


Unser Fazit zur Fahrt über den San Bernardino Pass

Die Fahrt über den San Bernardino Pass war für uns ein richtig schöner Abschnitt unserer Schweiz-Rundreise. Besonders gut gefallen hat uns die unglaubliche Abwechslung dieser Strecke. Am frühen Morgen starteten wir noch im mediterranen Tessin und fuhren kurze Zeit später wieder durch eine völlig andere Landschaft. Palmen und der Lago Maggiore lagen hinter uns und stattdessen begleiteten uns wieder grüne Hänge, Felsen, hohe Berge und kurvige Passstraßen.

Wir waren am frühen Morgen fast alleine auf dem San Bernardino Pass unterwegs und konnten die Strecke ganz in Ruhe genießen. Immer wieder hielten wir an, stiegen aus und liefen ein kleines Stück. Wir entdeckten das Grand-Tour-of-Switzerland-Schild, fuhren am Laghetto Moesola vorbei und genossen die vielen unterschiedlichen Ausblicke entlang der Passstraße. Für uns war die Fahrt deshalb nicht einfach nur eine Möglichkeit, von Ascona in Richtung Graubünden zu kommen, sondern wurde zu einem eigenen Erlebnis.

Besonders interessant fanden wir auch unseren kurzen Zwischenstopp an der Autobahn und die Informationen zu den geplanten Veränderungen bei den Schweizer Tunneln. Dass mit helleren Tunnelwänden, LED-Beleuchtung und Photovoltaikanlagen versucht wird, den hohen Energieverbrauch zu reduzieren, fanden wir spannend. Während der weiteren Fahrt haben wir dann tatsächlich einmal bewusst darauf geachtet, wie groß der Unterschied zwischen einem hellen und einem dunklen Tunnel sein kann.

Und auch nach dem San Bernardino Pass blieb die Strecke abwechslungsreich. Mit der Viamala-Schlucht, der Rheinschlucht und unserem spontanen Abstecher zum Soliser Viadukt warteten noch weitere besondere Eindrücke auf uns. Genau das ist für uns eine der schönsten Seiten einer Rundreise: Manchmal ist der Weg zum nächsten Ziel genauso spannend wie das Ziel selbst.

Wir hätten natürlich auch einfach die Autobahn nehmen und schneller Richtung Graubünden fahren können. Dann hätten wir aber viele dieser Eindrücke verpasst. Stattdessen konnten wir uns Zeit lassen, immer wieder spontan anhalten und die Landschaft genießen. Die Fahrt über den San Bernardino Pass hat uns deshalb wieder einmal gezeigt, wie abwechslungsreich die Schweiz ist. Innerhalb eines einzigen Tages wechselten wir vom mediterranen Lago Maggiore über alpine Passstraßen bis hin zu beeindruckenden Schluchten und historischen Eisenbahnviadukten. Und genau deshalb würden wir diese Strecke jederzeit wieder fahren.


Weiter geht unsere Schweiz-Rundreise

Nach unserem Tag voller Kurven, Berge, Schluchten und spontaner Zwischenstopps ging es für uns schließlich weiter zu unserer Unterkunft. Unser Ziel war ein kleiner Bauernhof auf einer Hochebene in der Nähe von Landquart.

Die Unterkunft selbst möchte ich nicht namentlich erwähnen. Aber die Lage und die Atmosphäre waren so besonders, dass ich euch natürlich trotzdem gerne mitnehme. Nach unserem Besuch im mediterranen Ascona, der Fahrt über den San Bernardino Pass und den vielen Eindrücken entlang der Strecke wartete nun eine ganz andere Art der Übernachtung auf uns.

Wie es dort war und warum diese Unterkunft für uns zu einem ganz besonderen Teil unserer Schweiz-Rundreise wurde, erzähle ich euch in einem der nächsten Beiträge.

Vorher nehmen wir euch aber noch mit in die beeindruckende Viamala-Schlucht.


FAQ zum San Bernardino Pass

Wo liegt der San Bernardino Pass?

Der San Bernardino Pass liegt in der Schweiz und verbindet das Tessin mit dem Kanton Graubünden. Die Passstraße führt durch eine beeindruckende alpine Landschaft und bietet unterwegs zahlreiche Möglichkeiten für Zwischenstopps und schöne Ausblicke.

Kann man den San Bernardino Pass mit dem Auto fahren?

Ja, der San Bernardino Pass kann mit dem Auto befahren werden. Die Strecke führt über kurvige Straßen und zahlreiche Serpentinen durch die alpine Landschaft. Gerade bei schönem Wetter lohnt es sich, ausreichend Zeit für Zwischenstopps einzuplanen.

Wie lange dauert die Fahrt über den San Bernardino Pass?

Die reine Fahrzeit hängt natürlich von der gewählten Strecke und den Verkehrsbedingungen ab. Da es entlang des San Bernardino Pass aber viele schöne Aussichtspunkte und Möglichkeiten zum Anhalten gibt, sollte man für die Fahrt ausreichend Zeit einplanen. Wir haben unterwegs immer wieder angehalten, sind ausgestiegen und ein Stück gelaufen.

Ist der San Bernardino Pass für Fahrräder geeignet?

Ja, die Passstraße wird auch von Fahrradfahrern genutzt. Während unserer Fahrt haben wir mehrere Radfahrer gesehen, die sich die Serpentinen hinaufgearbeitet haben. Allerdings sollte man sich bewusst sein, dass die Strecke durch die Höhenunterschiede und die vielen Kurven körperlich anspruchsvoll sein kann.

Gibt es am San Bernardino Pass Seen?

Entlang der Strecke gibt es verschiedene Seen und beeindruckende alpine Landschaften. Wir kamen während unserer Fahrt am Laghetto Moesola vorbei, einem schönen Bergsee auf der Passhöhe, an dem viele Menschen eine Pause eingelegt hatten.

Was sollte man bei einer Fahrt über den San Bernardino Pass beachten?

Plant ausreichend Zeit ein und fahrt nicht nur möglichst schnell über den Pass. Die Landschaft ist so beeindruckend, dass sich mehrere Zwischenstopps lohnen. Außerdem solltet ihr mit kurvigen Straßen und vielen Serpentinen rechnen.

Lohnt sich der San Bernardino Pass?

Für uns hat sich die Fahrt über den San Bernardino Pass auf jeden Fall gelohnt. Besonders die Kombination aus der abwechslungsreichen Landschaft, den vielen Kurven, den schönen Ausblicken und dem geringen Verkehrsaufkommen am frühen Morgen hat uns sehr gut gefallen.

Wenn ihr zwischen dem Tessin und Graubünden unterwegs seid und Zeit für eine landschaftlich schöne Strecke habt, würden wir die Fahrt über den San Bernardino Pass jederzeit wieder wählen.

Weiter geht unsere Schweiz-Rundreise mit der Viamala-Schlucht – einem ganz besonderen Naturerlebnis in Graubünden.


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