Britzer Garten Berlin: Ein Kurzurlaub im Grünen für nur 5 €

Manchmal braucht es gar nicht viel, um für ein paar Stunden aus dem Alltag herauszukommen. Der Britzer Garten Berlin ist dafür ein perfektes Beispiel: Kein Hotel, keine lange Zugfahrt und auch kein Auto, das uns erst irgendwo weit aus Berlin hinausbringen muss. Manchmal reicht eine Fahrt mit der S-Bahn und anschließend ein Bus – und plötzlich steht man mitten im Grünen und fragt sich, ob man tatsächlich noch in Berlin ist.
Genau dieses Gefühl hatten wir bei unserem Besuch im Britzer Garten.
Es war der 22. September und damit eigentlich schon Herbst, auch wenn sich dieser Tag noch überhaupt nicht danach anfühlte. Die Sonne schien, am Himmel waren kaum Wolken zu sehen und es war angenehm warm. Gleichzeitig konnte man aber schon erkennen, dass der Sommer langsam zu Ende ging. An den ersten Bäumen begann sich das Laub bunt zu färben und überall lagen die ersten Kastanien und Eicheln auf dem Boden. Für mich ist genau diese Zeit eine der schönsten Jahreszeiten für einen Spaziergang, weil die Natur noch viel Farbe hat, aber gleichzeitig schon diese besondere Herbststimmung entsteht.
Und genau dafür ist der Britzer Garten in Berlin meiner Meinung nach ein wunderbares Ziel.
Denn hier bekommt ihr für gerade einmal 5,00 € Eintritt (2,50€ Ermäßigt) die Möglichkeit, für mehrere Stunden durch eine riesige Park- und Naturlandschaft zu laufen, am See zu sitzen, Tiere zu beobachten, durch verschiedene Themengärten zu spazieren oder euch einfach irgendwo auf eine Wiese zu setzen. Ihr könnt euch etwas zu essen mitbringen, ein Picknick machen und müsst eigentlich gar kein weiteres Geld ausgeben.
Für mich fühlt sich der Britzer Garten Berlin deshalb weniger nach einem normalen Spaziergang durch einen Berliner Park und viel mehr nach einem kleinen Kurzurlaub mitten in der Stadt an.
Einmal raus aus Berlin, ohne Berlin zu verlassen
Der Britzer Garten liegt im Berliner Ortsteil Britz im Bezirk Neukölln und ist mit rund 90 Hektar wirklich groß. Ich war vor vielen Jahren schon einmal dort, hatte ihn aber ehrlich gesagt gar nicht mehr so richtig in Erinnerung. Deshalb war ich selbst gespannt, was mich bei unserem Besuch erwarten würde.
Wir sind mit der Berliner S-Bahn bis zur Hermannstraße gefahren und von dort mit dem Bus weiter bis zur Haltestelle Britzer Garten. Gerade wenn ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln kommt, solltet ihr euch vorher anschauen, welcher der verschiedenen Eingänge für euch am günstigsten liegt. Der Britzer Garten hat mehrere Zugänge und je nachdem, wo ihr ankommt und was ihr euch anschauen möchtet, kann der eine Eingang praktischer sein als der andere.
Schon die Anreise fand ich angenehm, weil man eben nicht erst eine halbe Ewigkeit unterwegs ist. Genau das macht solche Ziele für mich so interessant. Wir wollten keinen großen Ausflug mit stundenlanger Anfahrt unternehmen. Wir wollten einfach einen schönen Tag draußen verbringen und ein bisschen raus aus dem Großstadttrubel.

Und genau das funktioniert hier erstaunlich gut.
Britzer Garten Berlin – Kaum angekommen, wird es ruhiger
Als wir den Britzer Garten betraten, war unter der Woche angenehm wenig los. Wir waren an einem Dienstag dort und entsprechend war der Park natürlich nicht menschenleer. Aber es war weit entfernt von dem Trubel, den man aus vielen Teilen Berlins kennt.
Immer wieder kamen uns einzelne Menschen entgegen oder wir sahen Besucher, die wie wir gemütlich durch den Park liefen. Es wirkte nicht so, als wären alle mit einem bestimmten Ziel unterwegs. Vielmehr hatte ich den Eindruck, dass viele einfach die Ruhe genießen wollten.
Und genau das haben wir ebenfalls gemacht.
Der Britzer Garten ist ausgesprochen gepflegt. Die Wege, Wiesen und unterschiedlichen Gartenbereiche machten einen sehr sauberen und ordentlichen Eindruck. Gleichzeitig wirkt die Anlage aber nicht so, als würde man durch einen streng angelegten Park laufen, in dem man am liebsten aufpassen möchte, wo man hintritt. Es gibt große Wiesenflächen, Bäume, Wasser, verschiedene Gartenbereiche und immer wieder Plätze, an denen man einfach stehen bleiben oder sich hinsetzen kann.

Mal findet man eine Bank, mal eine Wiese und an anderen Stellen kann man sich direkt in der Nähe des Wassers niederlassen.
Wir mussten deshalb schon ziemlich früh bei unserem Spaziergang feststellen, dass wir vermutlich länger bleiben würden als ursprünglich gedacht.
Wo ist denn plötzlich die Stadt geblieben?
Was mir besonders aufgefallen ist, war die Ruhe.
Natürlich ist der Britzer Garten kein abgelegenes Naturschutzgebiet irgendwo außerhalb Berlins. Ringsherum liegt weiterhin die Hauptstadt. Trotzdem bekommt man davon im Park erstaunlich wenig mit.
Je weiter wir gelaufen sind, desto mehr verschwand dieses typische Stadtgefühl.
Keine ständig vorbeifahrenden Autos, keine großen Straßen direkt neben uns und kaum andere Geräusche, die uns daran erinnerten, dass wir uns eigentlich in einer Millionenstadt befinden. Stattdessen hörten wir Vögel, sahen viel Grün und konnten einfach in unserem eigenen Tempo durch den Park laufen.

Und irgendwann stellten wir uns tatsächlich immer wieder dieselbe Frage:
Sind wir eigentlich noch in Berlin?
Für mich ist genau das die größte Besonderheit des Britzer Gartens. Es ist nicht nur die Größe des Parks und auch nicht nur die Tatsache, dass es dort viele verschiedene Bereiche gibt. Es ist dieses Gefühl, innerhalb kurzer Zeit komplett aus dem Alltag herauszukommen.
Man kann hier spazieren, ohne ständig auf den Verkehr achten zu müssen. Man kann sich irgendwo hinsetzen, ein Buch lesen oder einfach nur die Umgebung anschauen. Und wer mit Kindern unterwegs ist, findet zusätzlich zahlreiche Möglichkeiten, zwischendurch eine Pause vom Spaziergang einzulegen.

Wir wollten allerdings erst einmal möglichst viel vom Park sehen und machten uns deshalb auf den Weg, um ihn einmal komplett zu erkunden.
Und dabei warteten schon die ersten Überraschungen auf uns.
Britzer Garten Berlin unser Rundgang beginnt: Richtung Wasserspielplatz
Nachdem wir uns einen ersten Eindruck vom Britzer Garten in Berlin verschafft hatten, wollten wir natürlich nicht einfach nur ein kleines Stück spazieren gehen. Wenn wir schon einmal hier waren, wollten wir auch möglichst viel sehen und beschlossen deshalb, den Park einmal komplett zu erkunden. Gerade weil das Gelände so groß ist, sollte man sich dafür auch etwas Zeit mitbringen. Bei uns wurden es am Ende ungefähr vier bis fünf Stunden, ohne dass wir dabei das Gefühl hatten, ständig auf die Uhr schauen zu müssen.
Unser erster Weg führte uns in Richtung Wasserspielplatz. Schon auf diesem Abschnitt wurde deutlich, dass der Britzer Garten nicht nur für Erwachsene gedacht ist, die in Ruhe spazieren gehen möchten. Gerade Familien mit Kindern finden hier unglaublich viele Möglichkeiten, zwischendurch stehen zu bleiben und eine kleine Pause vom Laufen einzulegen.
Auf dem Weg zum Wasserspielplatz kamen wir immer wieder an kleinen Spielplätzen vorbei. Dabei waren nicht einfach überall die gleichen Spielgeräte zu finden, sondern es gab ganz unterschiedliche Möglichkeiten zum Spielen und Klettern. Besonders viele verschiedene Schaukeln sind uns aufgefallen. Dazu kamen Wippen und weitere Spielmöglichkeiten, die sich sowohl für kleinere als auch für größere Kinder eignen.


Ich finde das gerade bei einem so großen Park ziemlich praktisch. Wenn man mit Kindern unterwegs ist, kann ein längerer Spaziergang schließlich schnell langweilig werden. Hier gibt es dagegen immer wieder etwas zu entdecken oder auszuprobieren. Die Kinder können sich austoben, während die Erwachsenen einen Moment verschnaufen können, bevor es gemeinsam weitergeht.
Britzer Garten Berlin – Ein Park, in dem Kinder einfach loslaufen können
Was ich außerdem angenehm fand, war die insgesamt ruhige Atmosphäre. Der Britzer Garten ist kein Ort in Berlin, an dem man ständig das Gefühl hat, besonders aufpassen zu müssen, weil direkt daneben eine Straße entlangführt oder Fahrräder und Autos unterwegs sind.
Natürlich sollte man auch hier seine Kinder nicht völlig unbeaufsichtigt lassen. Aber grundsätzlich hatte ich den Eindruck, dass Kinder hier viel Raum haben, um sich zu bewegen und die Umgebung selbstständig zu entdecken.

Dazu kommt, dass der Park sehr sauber und gepflegt war. Gerade wenn man mit Kindern unterwegs ist, finde ich das einen wichtigen Punkt. Man möchte schließlich nicht bei jedem Schritt darauf achten müssen, ob irgendwo Müll herumliegt oder die nächste Stelle unangenehm aussieht.
Und auch für uns Erwachsene war es schön, dass sich die verschiedenen Bereiche so selbstverständlich miteinander verbinden. Man kann spazieren, stehen bleiben, den Kindern beim Spielen zuschauen oder einfach weitergehen, ohne dass man das Gefühl bekommt, einem festen Programm folgen zu müssen.
Wir sind deshalb weiter in Richtung Wasserspielplatz gelaufen.
Britzer Garten Berlin – Der Wasserspielplatz
Bei unserem Besuch im September war der Wasserspielplatz tatsächlich noch geöffnet. Das war natürlich ein schöner Zufall, denn gerade an einem so warmen Spätsommertag ist Wasser für Kinder immer eine willkommene Abwechslung.

Auch hier merkte man wieder, dass der Britzer Garten darauf ausgelegt ist, verschiedene Interessen miteinander zu verbinden. Während wir eigentlich auf unserem Rundgang durch den Park waren, hätten Familien an dieser Stelle problemlos deutlich länger bleiben können.
Für uns war es eher ein Zwischenstopp, denn wir wollten weiter und den großen Rundgang durch den Park fortsetzen. Unser nächstes Ziel war der See.
Weiter zum See
Vom Wasserspielplatz aus ging es für uns weiter in Richtung Wasser. Und je näher wir dem See kamen, desto mehr änderte sich auch wieder die Landschaft um uns herum.

Ich mag solche großen Parkanlagen besonders dann, wenn sie nicht einfach nur aus einer großen Grünfläche bestehen, sondern immer wieder neue Bereiche auftauchen. Genau das macht einen längeren Spaziergang abwechslungsreich. Man läuft nicht eine Stunde lang über denselben Weg, sondern hat immer wieder das Gefühl, in einen neuen Teil des Parks zu kommen.
Am See angekommen, beschlossen wir erst einmal eine Pause einzulegen.
Wir hatten uns etwas zu essen mitgebracht und konnten deshalb ganz unkompliziert unsere Mittagspause am See machen. Wir hatten hierzu uns einen Platz auf der Terrasse direkt am See gesucht und ich hatte mir einen Pastasalat bestellt.



Gerade solche Momente gehören für mich zu einem gelungenen Ausflug dazu. Man sitzt irgendwo in der Natur, hat Zeit und muss eigentlich nichts weiter tun.
Und genau hier kam wieder dieses kleine Urlaubsgefühl auf.
Wir waren nicht irgendwo an einem See außerhalb Berlins, sondern mitten in der Hauptstadt. Trotzdem fühlte es sich überhaupt nicht nach einem typischen Berliner Alltagstag an.
Britzer Garten Berlin – Picknick statt Restaurant
Natürlich gibt es im Britzer Garten auch Möglichkeiten, etwas zu essen oder zu trinken. Gerade wenn ihr spontan unterwegs seid und nichts mitnehmen möchtet, ist es deshalb schön, dass ihr nicht komplett auf euch selbst gestellt seid.
Der Eintritt kostet nur 5,00 € und wenn ihr euch zusätzlich Essen und Getränke selbst einpackt, könnt ihr hier tatsächlich einen sehr günstigen Tagesausflug verbringen. Ihr müsst nicht noch Eintritt für verschiedene Attraktionen bezahlen und auch das Mittagessen muss kein zusätzlicher Kostenpunkt sein.
Einfach eine Decke oder einen kleinen Rucksack mit Essen einpacken, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren und ein paar Stunden Natur genießen – mehr braucht es manchmal gar nicht.
Nach unserer Mittagspause wollten wir aber natürlich noch mehr vom Britzer Garten sehen. Schließlich hatten wir erst einen Teil des Geländes erkundet.
Also packten wir unsere Sachen wieder zusammen und machten uns auf den Weg in Richtung Themengärten.
Und dort wurde unser Spaziergang noch einmal deutlich bunter.
Durch die Themengärten und immer wieder neue Eindrücke
Nach unserer Mittagspause am See machten wir uns wieder auf den Weg. Unser Rundgang war noch lange nicht beendet und wir wollten schließlich möglichst viel vom Britzer Garten in Berlin sehen. Unser nächstes Ziel waren die verschiedenen Themengärten, die den Park noch einmal ganz anders wirken lassen.
Gerade diese Abwechslung hat mir bei unserem Spaziergang so gut gefallen. Wir liefen nicht einfach nur einen langen Weg durch eine große Parkanlage, sondern kamen immer wieder in Bereiche, die sich in ihrer Gestaltung und Atmosphäre voneinander unterschieden. Mal liefen wir durch offene Landschaften, dann wieder an bepflanzten Bereichen vorbei und zwischendurch gab es immer wieder etwas zu entdecken.
Auf unserem Weg kamen wir unter anderem an Schafen und Ziegen vorbei. Gerade für Familien mit Kindern ist das natürlich eine schöne Abwechslung, denn neben den Spielplätzen gibt es damit auch Tiere zu sehen. Für uns Erwachsene ist es aber genauso schön, wenn man beim Spaziergang plötzlich stehen bleibt und den Tieren ein bisschen zuschaut.


Und überhaupt hatten wir an diesem Tag das Gefühl, dass wir ständig irgendwo etwas entdecken konnten.
Auf einmal wurde aus dem Spaziergang eine kleine Tiersafari
Besonders schön fand ich, dass wir nicht nur die Tiere gesehen haben, die man im Britzer Garten erwartet. Wir hatten auch einige tierische Begegnungen, mit denen wir überhaupt nicht gerechnet hatten.

Mehrfach entdeckten wir Grünspechte und Buntspechte. Wenn man gemütlich durch den Park läuft und dabei nicht ständig auf ein bestimmtes Ziel hinarbeitet, nimmt man solche Dinge natürlich viel eher wahr. Wir blieben immer wieder stehen, beobachteten, was um uns herum passierte, und gingen dann irgendwann weiter.
Dazu kamen zwei Eichhörnchen, die wir unterwegs beobachten konnten.
Solche Begegnungen sind für mich genau das, was einen Spaziergang durch eine große Grünanlage besonders macht. Man weiß vorher nie so genau, was einem auf dem Weg begegnet. Und gerade weil es an diesem Dienstag nicht besonders voll war, konnten wir die Ruhe auch wirklich genießen.
Doch dann hatten wir eine Begegnung, die uns wohl am längsten im Gedächtnis bleiben wird.
Britzer Garten Berlin – Ein Fuchs mit seiner Beute
Plötzlich entdeckten wir einen Fuchs.

Und als wäre es nicht schon ungewöhnlich genug, mitten in Berlin einem Fuchs zu begegnen, hatte dieser auch noch eine Maus gefangen. Wir konnten beobachten, wie er mit seiner Beute weiterlief.
Natürlich wollten wir ihn nicht stören und haben entsprechend Abstand gehalten. Trotzdem war das ein ziemlich besonderer Moment, denn mit einem Fuchs hatten wir bei unserem Besuch wirklich nicht gerechnet.
Für einen Augenblick fühlte es sich noch weniger nach Berlin an als ohnehin schon.
Wir hatten gerade Schafe und Ziegen gesehen, Grünspechte beobachtet, Eichhörnchen entdeckt und standen nun tatsächlich einem Fuchs gegenüber. Und wieder kam bei uns diese Frage auf:
Sind wir eigentlich wirklich noch in Berlin?
Genau solche Momente machen für mich den Unterschied zwischen einem einfachen Spaziergang und einem Ausflug aus, an den man sich später noch gerne erinnert.
Natur erleben, ohne dafür weit fahren zu müssen
Natürlich kann man Wildtiere nicht planen. Es gibt keine Garantie dafür, dass ihr bei eurem Besuch ebenfalls einen Fuchs, Grünspechte oder Eichhörnchen seht. Aber genau das macht es für mich so schön.
Man muss hier nicht mit einer langen Liste von Sehenswürdigkeiten unterwegs sein und versuchen, alles abzuhaken. Vieles ergibt sich einfach unterwegs.
Wir hatten uns vorgenommen, den Park zu erkunden, und haben dabei immer wieder angehalten, geschaut und beobachtet. Dadurch wurde unser Spaziergang automatisch langsamer und entspannter.
Und vielleicht ist genau das auch ein Grund, warum sich der Britzer Garten für mich wie ein kleiner Kurzurlaub in Berlin anfühlt.

Im Alltag läuft man oft von einem Termin zum nächsten. Selbst bei einem Spaziergang durch Berlin ist man häufig von Straßen, Verkehr und Menschen umgeben. Hier dagegen kann man sich einfach Zeit lassen.
Man kann stehen bleiben, wenn irgendwo ein Vogel sitzt. Man kann den Eichhörnchen zuschauen oder eine Weile am Wasser sitzen. Und wenn man gerade keine Lust mehr auf Laufen hat, findet man eigentlich überall eine Möglichkeit, eine Pause einzulegen.
Weiter durch die Gartenlandschaften
Nach unseren tierischen Begegnungen ging es für uns weiter durch den Park. Wir liefen immer tiefer in Richtung der verschiedenen Gartenbereiche und näherten uns langsam einem der Bereiche, auf den ich mich an diesem Septembertag besonders gefreut hatte.
Denn der Herbst hatte zwar gerade erst begonnen, aber im Dahlienbereich war davon noch nicht viel zu sehen. Dort zeigte sich der September noch einmal von seiner besonders farbenfrohen Seite.
Je näher wir kamen, desto mehr Farben konnten wir entdecken. Die Dahlien standen in ganz unterschiedlichen Farbtönen in voller Blüte und bildeten zusammen ein richtig schönes buntes Bild.
Britzer Garten Berlin – Das Dahlienfeuer im September
Das Dahlienfeuer war für mich deshalb ein ganz besonderer Abschnitt unseres Rundgangs.
Gerade weil sich rundherum schon langsam der Herbst ankündigte, war dieser Bereich noch einmal wie ein kleiner Farbtupfer. Während an manchen Bäumen bereits die ersten Blätter bunt wurden und die ersten Kastanien und Eicheln auf dem Boden lagen, blühten hier die Dahlien noch in den unterschiedlichsten Farben.
Wir haben uns deshalb natürlich etwas Zeit genommen und viele Fotos gemacht.



Ich finde, gerade im September lohnt sich der Britzer Garten deshalb besonders, wenn ihr Blumen mögt. Man bekommt hier nicht nur die ersten Herbstfarben zu sehen, sondern kann gleichzeitig noch eine beeindruckende Blütenpracht erleben.
Die vielen verschiedenen Dahlien haben den Bereich richtig lebendig wirken lassen. Je nachdem, welche Farbe oder Form man gerade vor sich hatte, sah die Blüte wieder ein bisschen anders aus.
Für uns war das jedenfalls ein schöner Moment, um noch einmal ganz in Ruhe durch diesen Bereich zu gehen, Fotos zu machen und die Farben auf uns wirken zu lassen.

Nach dem Dahlienfeuer war unser Rundgang aber noch immer nicht vorbei. Wir wollten uns auch noch den Rosengarten anschauen, bevor wir langsam wieder in Richtung See und Ausgang laufen würden.
Und auch dort wartete noch einmal eine ganz andere Gartenstimmung auf uns.
Noch ein Abstecher in den Rosengarten
Nach dem farbenfrohen Dahlienfeuer ging es für uns weiter in Richtung Rosengarten. Nach den vielen verschiedenen Eindrücken unterwegs war das noch einmal ein etwas anderer Bereich des Britzer Gartens. Wir ließen uns auch hier Zeit, schauten uns in Ruhe um und genossen einfach die Atmosphäre.
Überhaupt hatte ich während unseres gesamten Besuchs nie das Gefühl, dass wir schnell weiter mussten. Das Gelände ist so weitläufig, dass sich die Besucher gut verteilen und man immer wieder einen ruhigen Platz findet. Gerade an unserem Dienstag war das besonders angenehm. Wir konnten unseren Rundgang ganz in unserem eigenen Tempo machen und mussten uns weder durch Menschenmengen bewegen noch ständig nach einem freien Platz suchen.



Der Rosengarten ist dabei ein schöner weiterer Abschnitt auf einer Tour durch den Britzer Garten. Wenn ihr euch für verschiedene Pflanzen und Gartenbereiche interessiert, lohnt es sich, ihn mit einzuplanen. Gerade wenn ihr den Park nicht nur für einen kurzen Spaziergang besucht, sondern mehrere Stunden bleiben möchtet, könnt ihr euch hier wunderbar Zeit lassen.
Britzer Garten Berlin – Auch mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs?
Da der Britzer Garten sehr weitläufig ist und viele Wege gut ausgebaut sind, eignet er sich grundsätzlich auch für Menschen, die nicht besonders sportlich unterwegs sind oder auf einen möglichst gut begehbaren Weg angewiesen sind.
Wir haben den Park nicht als anstrengend empfunden. Es gibt keine großen Steigungen, die man unbedingt bewältigen müsste, und durch die vielen Möglichkeiten für Pausen kann jeder sein eigenes Tempo wählen.
Im Rosengarten gibt es allerdings aktuell noch einen kleinen Punkt zu beachten: Einige Wege sind mit Schotter versehen. Das kann mit einem Rollstuhl, Rollator oder auch einem Kinderwagen natürlich etwas schwieriger sein. Nach unserem Eindruck wird dieser Bereich aber gerade entsprechend angepasst beziehungsweise barriereärmer gestaltet.
Wenn ihr also mit Kinderwagen oder Rollstuhl unterwegs seid, würde ich den Rosengarten nicht grundsätzlich ausschließen. Ihr solltet nur wissen, dass nicht jeder Abschnitt momentan gleich komfortabel befahrbar ist.
Ansonsten empfanden wir den Park als angenehm zugänglich und vor allem als einen Ort, an dem man sich nicht sportlich betätigen muss, um ihn genießen zu können.
Ihr könnt hier mehrere Stunden spazieren gehen – müsst es aber nicht.
Überall ein Platz für eine kleine Pause
Was mir im Laufe unseres Rundgangs immer wieder positiv aufgefallen ist, waren die vielen Möglichkeiten, sich zwischendurch hinzusetzen.
Es gibt Bänke, Wiesenflächen und Plätze in der Nähe des Wassers. Dadurch muss man nicht erst einen bestimmten Rastplatz erreichen, wenn man eine Pause braucht. Man findet eigentlich immer wieder irgendwo eine Möglichkeit, kurz sitzen zu bleiben.
Das ist gerade dann angenehm, wenn man mit Kindern unterwegs ist oder vielleicht nicht so lange am Stück laufen möchte.
Aber auch wir haben diese Möglichkeiten gerne genutzt. Bei einem Ausflug von vier oder fünf Stunden muss man schließlich nicht die ganze Zeit laufen. Manchmal ist es genauso schön, sich einfach hinzusetzen, die Umgebung anzuschauen und ein bisschen die Ruhe zu genießen.
Und genau diese Ruhe war für mich eigentlich das Schönste am ganzen Besuch.
Langsam zurück Richtung See
Nachdem wir uns auch den Rosengarten angesehen hatten, machten wir uns langsam wieder auf den Rückweg. Unser Rundgang führte uns wieder in Richtung See, an dem wir zuvor unsere Mittagspause gemacht hatten.
Dabei merkte man erst einmal, wie viel wir an diesem Tag eigentlich gesehen hatten.
Vom Wasserspielplatz über die vielen kleinen Spielplätze, den See und die Themengärten bis hin zu Schafen und Ziegen, unseren Begegnungen mit Grünspechten, Eichhörnchen und dem Fuchs und schließlich dem Dahlienfeuer und dem Rosengarten hatten wir einen ziemlich großen Teil des Britzer Gartens erkundet.
Und trotzdem fühlte sich der Tag überhaupt nicht wie eine Wanderung an.


Wir waren einfach gemütlich unterwegs gewesen, hatten immer wieder angehalten, Fotos gemacht, Tiere beobachtet und zwischendurch eine Pause eingelegt. Genau deshalb würde ich den Britzer Garten auch Menschen empfehlen, die sich selbst nicht unbedingt als sportlich bezeichnen würden.
Man muss hier keine bestimmte Strecke schaffen und auch kein Ziel erreichen. Ihr könnt euch eure eigene Runde zusammenstellen und jederzeit abkürzen oder eine längere Pause machen.
Ein letzter Blick auf den See
Als wir wieder am See ankamen, war es inzwischen später am Nachmittag. Wir blieben noch einmal kurz stehen und ließen unseren Besuch ein bisschen auf uns wirken.
Die Sonne schien noch immer und der warme Septembertag machte es leicht, einfach noch ein bisschen länger draußen zu bleiben.
Und wieder war da dieses Gefühl, das uns eigentlich schon den ganzen Tag begleitet hatte: Wir waren mitten in Berlin und trotzdem fühlte es sich überhaupt nicht so an.

Für mich ist genau das der Punkt, der den Britzer Garten so besonders macht.
Natürlich gibt es in Berlin viele Parks und Grünanlagen. Aber hier bekommt man durch die Größe, die unterschiedlichen Landschaften, den See, die Themengärten und die vielen ruhigen Bereiche tatsächlich das Gefühl, für ein paar Stunden ganz woanders zu sein.
Und das, obwohl wir morgens einfach in die S-Bahn gestiegen waren.
Ein paar Stunden raus aus dem Alltag
Am Ende waren wir ungefähr vier bis fünf Stunden im Britzer Garten unterwegs. Das hatte ich vorher gar nicht unbedingt erwartet.
Ich dachte zunächst eher an einen längeren Spaziergang. Am Ende wurde daraus aber ein halber Tag, ohne dass wir uns auch nur eine Minute gelangweilt hätten.
Und genau deshalb finde ich den Britzer Garten auch für einen spontanen Ausflug so interessant. Ihr müsst keinen ganzen Tag dafür reservieren. Wenn ihr nur zwei oder drei Stunden Zeit habt, könnt ihr trotzdem einen schönen Spaziergang machen. Wenn ihr mehr Zeit habt, könnt ihr euch treiben lassen, picknicken, die verschiedenen Gartenbereiche anschauen oder einfach irgendwo sitzen.
Für uns war es jedenfalls ein richtig schöner spätsommerlicher Tag mitten in Berlin.
Und während wir langsam wieder Richtung Ausgang liefen, stand für uns eigentlich schon fest: Hier würden wir noch einmal herkommen.
Vielleicht im Herbst, wenn die Bäume noch viel bunter sind und überall das Laub leuchtet. Oder im Frühling, wenn nach dem Winter die ersten Blumen wieder zum Leben erwachen.
Denn der Britzer Garten dürfte zu jeder Jahreszeit ein bisschen anders aussehen.
Und genau das macht ihn für mich zu einem Ausflugsziel, das man nicht unbedingt nur einmal besuchen muss.
Was bekommt man im Britzer Garten in Berlin für 5 € im Sommer?
Nachdem wir nun mehrere Stunden durch den Britzer Garten gelaufen waren, fand ich es eigentlich ganz interessant, einmal genauer darüber nachzudenken, was man für die 5 € Eintritt überhaupt bekommt. Denn bei vielen Ausflugszielen ist der Eintrittspreis nur der Anfang und schon nach kurzer Zeit kommen weitere Kosten dazu. Hier kann das durchaus anders aussehen.
Wir haben für unsere Tageskarte im Sommer 5 € pro Person (im Winter liegt sie bei 2€) bezahlt und konnten damit das gesamte Gelände besuchen. Bezahlt haben wir direkt vor Ort am Eingang, wobei sowohl Barzahlung als auch Kartenzahlung möglich war.
Eine Tageskarte bedeutet natürlich auch, dass ihr nicht auf eine bestimmte Aufenthaltsdauer festgelegt seid. Ihr könnt morgens kommen, mehrere Stunden bleiben und den Tag dort verbringen. Wir waren ungefähr vier bis fünf Stunden unterwegs und hätten problemlos noch länger bleiben können.
Gerade wenn man bedenkt, wie groß der Britzer Garten ist und wie viele unterschiedliche Bereiche man dort entdecken kann, finde ich den Eintrittspreis nachvollziehbar.
Ein halber Tag ist problemlos drin
Für unseren Besuch haben wir etwa vier bis fünf Stunden gebraucht. Dabei sind wir einmal durch einen großen Teil des Parks gelaufen, haben uns die verschiedenen Bereiche angeschaut, Tiere beobachtet, Fotos gemacht, am See Mittagspause gemacht und uns zwischendurch immer wieder Zeit gelassen.
Wenn ihr also nur einen halben Tag zur Verfügung habt, lohnt sich der Besuch trotzdem.
Ihr müsst schließlich nicht versuchen, jeden Winkel des Parks zu sehen. Ihr könnt euch einen Bereich aussuchen, gemütlich spazieren gehen, am Wasser sitzen oder mit Kindern einen Teil der Spielplätze erkunden.
Wer dagegen einen ganzen Tag Zeit hat, kann den Besuch deutlich entspannter angehen. Dann bleibt auch Zeit für längere Pausen, ein Picknick oder eine Einkehr.
Für mich ist genau diese Flexibilität ein Pluspunkt. Der Britzer Garten funktioniert sowohl als spontaner Ausflug für ein paar Stunden als auch als richtiges Tagesziel.
Ihr müsst nicht zusätzlich Geld ausgeben
Ein weiterer Punkt, den ich bei der Planung eines Ausflugs wichtig finde: Der Eintritt ist nicht automatisch mit weiteren Ausgaben verbunden.
Natürlich könnt ihr im Britzer Garten etwas essen, einen Kaffee trinken oder euch einen Snack beziehungsweise ein Eis gönnen. Das kostet dann entsprechend extra.
Wir haben uns an diesem Tag allerdings unser Mittagessen selbst mitgebracht und direkt am See gegessen. Dadurch blieb es bei den Eintrittskosten und wir mussten für unseren Aufenthalt eigentlich kein weiteres Geld ausgeben.
Das finde ich gerade für Familien interessant. Wenn man mit mehreren Personen unterwegs ist, können Eintritt, Essen und Getränke bei einem Ausflug schnell zu einem größeren Betrag werden. Hier könnt ihr euch vieles einfach selbst mitbringen.
Es gibt genügend Möglichkeiten, sich einen schönen Platz für eine Pause oder ein Picknick zu suchen. Ihr seid also nicht darauf angewiesen, irgendwo einzukehren.
Einkehrmöglichkeiten gibt es trotzdem
Wer lieber unterwegs etwas kauft, hat natürlich ebenfalls Möglichkeiten dazu.
Allerdings solltet ihr bei der Planung beachten, dass nicht alle gastronomischen Angebote jeden Tag geöffnet sind. Wir waren an einem Dienstag im September dort und zu dieser Zeit waren einige Angebote bereits eingeschränkt geöffnet. Vieles ist vor allem von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.
Wenn euch eine bestimmte Einkehr wichtig ist, würde ich deshalb vorher die aktuellen Öffnungszeiten prüfen.
Für uns war das an diesem Tag überhaupt kein Problem, weil wir unser Essen dabeihatten. Wer aber spontan einen Kaffee trinken oder sich etwas zum Mittagessen kaufen möchte, sollte sich nicht darauf verlassen, dass jede Möglichkeit an jedem Wochentag geöffnet ist.
Toiletten sind ebenfalls vorhanden
Bei einem Aufenthalt von mehreren Stunden gehört für mich natürlich auch die Frage dazu, ob es ausreichend Toiletten gibt.
Auch hier mussten wir uns keine Gedanken machen. Im Britzer Garten gibt es mehrere Möglichkeiten, eine Toilette zu nutzen, sodass man bei einem längeren Aufenthalt nicht erst den gesamten Park durchqueren muss.
Gerade wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, ist das natürlich praktisch.
Zusammen mit den Spielplätzen, dem Wasserspielplatz, den großen Grünflächen und den vielen Sitzmöglichkeiten ergibt sich dadurch ein Ausflugsziel, bei dem man tatsächlich einige Stunden verbringen kann, ohne ständig wieder hinaus zu müssen.
Wer häufiger kommt, kann über eine Jahreskarte nachdenken
Wenn ihr in Berlin wohnt und den Britzer Garten nicht nur einmal besuchen möchtet, gibt es neben der Tageskarte auch für 40€ eine Jahreskarte.
Für einen einzelnen Ausflug würde ich persönlich gar nicht groß darüber nachdenken – 5 € für mehrere Stunden sind überschaubar. Wer aber in der Nähe wohnt oder gerne regelmäßig spazieren geht, kann sich die Jahreskarte einmal anschauen.
Gerade weil der Park je nach Jahreszeit ganz unterschiedlich aussieht, könnte sich ein regelmäßiger Besuch durchaus anbieten.
Im Frühling beginnt alles neu zu blühen, im Sommer ist der Park grün und lebendig, im September sorgen die Dahlien für Farbe und im Herbst verändern die Bäume nach und nach ihre Farben.
Man bekommt also bei mehreren Besuchen nicht unbedingt immer denselben Britzer Garten zu sehen.
Mein Preis-Leistungs-Gedanke
Für mich war am Ende vor allem die Kombination entscheidend: 5 € Eintritt und dafür mehrere Stunden Aufenthalt.
Wir mussten keine lange Anfahrt auf uns nehmen, haben keinen zusätzlichen Eintritt für einzelne Bereiche bezahlt und konnten unser Essen selbst mitbringen. Gleichzeitig gab es auf dem Gelände genügend zu entdecken, sodass wir nach vier bis fünf Stunden noch nicht das Gefühl hatten, dass es jetzt reicht.
Natürlich sind 5 € trotzdem ein Eintrittspreis und der Britzer Garten ist kein kostenloser Stadtpark. Das finde ich aber völlig in Ordnung. Die Anlage muss gepflegt werden, die Wege, Grünflächen, Gärten und Einrichtungen müssen instand gehalten werden und auch die verschiedenen Angebote benötigen Pflege.
Gerade weil der Park bei unserem Besuch einen sehr gepflegten und sauberen Eindruck gemacht hat, war ich persönlich gerne bereit, den Eintritt zu bezahlen.
Für mich bleibt deshalb vor allem eines hängen: Wenn ich für 5 € mehrere Stunden Natur, Blumen, Tiere und Ruhe bekomme und dafür nicht einmal Berlin verlassen muss, ist das ein ziemlich unkomplizierter Ausflug.
Und genau deshalb würde ich den Britzer Garten nicht nur als Park bezeichnen, sondern tatsächlich als eine Möglichkeit, sich mitten in Berlin eine kleine Auszeit zu gönnen.
Praktische Tipps für euren Besuch im Britzer Garten in Berlin
Wenn ihr nach unserem Rundgang jetzt Lust bekommen habt, den Britzer Garten selbst zu besuchen, gibt es ein paar Dinge, die ihr vorher wissen könnt. Vieles ist unkompliziert, aber gerade bei der Anreise und den Öffnungszeiten einzelner Angebote lohnt es sich, vorher kurz zu schauen.
Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln
Wir sind mit der S-Bahn bis zur Hermannstraße gefahren und von dort mit dem Bus weiter bis zur Haltestelle Britzer Garten. Das hat für uns problemlos funktioniert und war für einen Ausflug, bei dem wir das Auto bewusst stehen lassen wollten, eine gute Möglichkeit.
Da der Britzer Garten mehrere Eingänge hat, würde ich euch empfehlen, vor der Anreise kurz zu schauen, welcher Eingang für eure Verbindung am sinnvollsten ist. Je nachdem, aus welcher Richtung ihr kommt und welchen Bereich des Parks ihr zuerst sehen möchtet, kann sich ein anderer Eingang anbieten.
Gerade bei einem so großen Gelände macht es einen Unterschied, ob ihr direkt an der für euch passenden Stelle startet oder erst noch ein gutes Stück bis zu eurem eigentlichen Ziel laufen müsst.
Mit Kindern in den Britzer Garten
Für Familien ist der Britzer Garten aus meiner Sicht ein sehr vielseitiges Ausflugsziel.
Ihr könnt dort gemeinsam spazieren gehen, am See eine Pause machen, Tiere beobachten und verschiedene Gartenbereiche anschauen. Gleichzeitig gibt es unterwegs immer wieder Spielmöglichkeiten, sodass auch bei einem längeren Rundgang keine Langeweile aufkommen muss.
Uns sind bereits auf dem Weg zum Wasserspielplatz mehrere Spielplätze aufgefallen. Es gibt unterschiedliche Schaukeln, Wippen und weitere Möglichkeiten, die sich an verschiedene Altersgruppen richten. Dazu kommt der Wasserspielplatz, der bei unserem Besuch im September noch geöffnet war.
Gerade wenn ihr einen längeren Aufenthalt plant, finde ich diese Kombination praktisch. Ihr könnt beispielsweise einen Spaziergang mit einer Spielplatzpause verbinden und müsst nicht extra noch ein weiteres Ziel anfahren.
Ein weiterer Punkt, den ich angenehm finde: Hunde sind im Britzer Garten nicht erlaubt.
Das kann natürlich für Hundebesitzer ein Nachteil sein, für Familien mit kleinen Kindern empfinde ich es allerdings als angenehm. Man muss beim Spielen und Herumlaufen nicht zusätzlich darauf achten, dass plötzlich ein fremder Hund in der Nähe ist.
Ist der Britzer Garten barrierefrei?
Grundsätzlich ist der Britzer Garten auch für Menschen geeignet, die nicht besonders sportlich unterwegs sind. Ihr müsst hier keine anspruchsvolle Wanderung machen und könnt euren Rundgang jederzeit durch Pausen unterbrechen.
Auch die Wege sind größtenteils gut begehbar.
Wenn ihr allerdings mit Rollstuhl, Rollator oder Kinderwagen unterwegs seid, solltet ihr einzelne Bereiche etwas genauer betrachten. Besonders beim Rosengarten gibt es aktuell noch Schotterwege, die je nach Ausstattung etwas schwieriger zu befahren sein können.
Hier wird allerdings bereits daran gearbeitet, die Situation zu verbessern.
Für den restlichen Besuch empfanden wir den Park als gut zugänglich. Und da es keine großen sportlichen Anforderungen gibt, kann eigentlich jeder selbst entscheiden, wie weit er laufen möchte.
Wie viel Zeit solltet ihr einplanen?
Das hängt ganz davon ab, wie ihr euren Besuch gestalten möchtet.
Für einen kurzen Spaziergang reichen sicherlich ein paar Stunden. Wir waren ungefähr vier bis fünf Stunden unterwegs und haben dabei einen großen Rundgang gemacht. Zwischendurch haben wir immer wieder angehalten, Fotos gemacht, Tiere beobachtet und am See unsere Mittagspause verbracht.
Wenn ihr mit Kindern kommt, kann der Aufenthalt natürlich deutlich länger werden, wenn ihr die Spielplätze und den Wasserspielplatz ausgiebig nutzen möchtet.
Und auch für einen ganzen Tag bietet der Britzer Garten genügend Möglichkeiten. Ihr müsst euch dann nicht unter Druck setzen, möglichst viel Strecke zu schaffen, sondern könnt euch einfach Zeit lassen.
Gerade dafür finde ich den Park schön: Ihr könnt euren Besuch an eure eigenen Bedürfnisse anpassen.
Essen und Picknick
Wenn ihr Geld sparen möchtet, könnt ihr euch problemlos selbst etwas zu essen und zu trinken mitbringen.
Wir hatten ebenfalls unser Mittagessen dabei und haben unseren Pastasalat am See gegessen. Für mich war das eine der schönsten Möglichkeiten, unsere Pause zu verbringen.
Gleichzeitig gibt es auch Möglichkeiten zur Einkehr und verschiedene Angebote für Getränke, Snacks oder Eis. Beachtet dabei aber, dass im September unter der Woche nicht mehr alle gastronomischen Angebote geöffnet waren.
Da wir an einem Dienstag dort waren, waren einige Möglichkeiten erst wieder von Donnerstag bis Sonntag geöffnet.
Wenn ihr also unbedingt irgendwo einkehren möchtet, würde ich vorher die aktuellen Öffnungszeiten prüfen. Wenn ihr dagegen einfach ein Picknick machen möchtet, seid ihr deutlich unabhängiger.
Was sollte man mitnehmen?
Für einen längeren Besuch würde ich auf jeden Fall etwas zu trinken einpacken. Gerade an warmen Tagen kann man mehrere Stunden unterwegs sein, ohne es zunächst zu merken.
Außerdem lohnt sich ein kleiner Rucksack mit einem Snack oder Mittagessen. Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, könnt ihr natürlich zusätzlich Wechselkleidung einplanen, wenn der Wasserspielplatz geöffnet ist.
Und natürlich sollte eine Kamera oder das Smartphone nicht fehlen.
Allein für die vielen verschiedenen Gartenbereiche, die Blumen und die Tiere gibt es unterwegs immer wieder schöne Fotomotive. Gerade das Dahlienfeuer im September war für mich ein Bereich, bei dem ich die Kamera gar nicht so schnell wegpacken wollte.
Wann lohnt sich ein Besuch?
Ich glaube, hier gibt es eigentlich nicht die eine richtige Jahreszeit.
Wir waren Ende September dort und hatten einen wunderschönen warmen Herbsttag. Die ersten Blätter färbten sich bereits, während gleichzeitig die Dahlien noch in voller Blüte standen. Dadurch hatte unser Besuch eine ganz besondere Mischung aus spätem Sommer und beginnendem Herbst.
Im Frühling stelle ich mir den Britzer Garten ebenfalls sehr schön vor, wenn nach dem Winter wieder alles zu blühen beginnt.
Im Sommer könnt ihr vor allem die vielen Grünflächen und den Wasserspielplatz nutzen und im Herbst kommen die bunten Blätter dazu.
Wenn ihr die Dahlien sehen möchtet, ist natürlich der entsprechende Zeitraum im Spätsommer beziehungsweise Herbst besonders interessant.
Für mich spricht deshalb eigentlich nichts dagegen, den Britzer Garten mehr als einmal zu besuchen. Er dürfte je nach Jahreszeit ganz unterschiedlich aussehen.
Ein Tipp für alle, die Ruhe suchen
Wenn ihr – so wie wir – vor allem einen entspannten Tag verbringen möchtet, würde ich einen Besuch unter der Woche empfehlen, sofern ihr zeitlich flexibel seid.
Wir waren an einem Dienstag dort und empfanden die Besucherzahl als angenehm. Natürlich waren andere Menschen unterwegs, aber wir hatten nie das Gefühl, dass es voll war.
Gerade dadurch konnten wir uns viel Zeit lassen und mussten nicht ständig irgendwo warten oder nach einem freien Platz suchen.
Wer am Wochenende kommt, sollte dagegen damit rechnen, dass insbesondere die Spielplätze und beliebte Bereiche stärker besucht sein können.
Mein kleiner Ausflugstipp für Berlin
Was ich am Britzer Garten besonders mag, ist, dass ihr für einen schönen Tag draußen eigentlich gar nicht viel organisieren müsst.
Ihr könnt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln hinfahren, euch vorher etwas zu essen einpacken und dann einfach loslaufen. Ihr braucht keine besondere Ausrüstung und müsst auch keine sportliche Kondition mitbringen.
Wenn ihr irgendwann merkt, dass ihr eine Pause braucht, sucht ihr euch einen schönen Platz. Wenn ihr weiterlaufen möchtet, geht es einfach weiter.
Und genau deshalb passt der Britzer Garten für mich so gut zu einem spontanen „Ich muss mal raus“-Tag in Berlin.
Mein Fazit: Ein Kurzurlaub mitten in Berlin
Unser Besuch im Britzer Garten hat mich ehrlich gesagt mehr überrascht, als ich vorher gedacht hätte. Ich war zwar schon viele Jahre zuvor einmal hier gewesen, hatte den Park aber längst nicht mehr so in Erinnerung. Umso schöner war es, ihn jetzt noch einmal neu zu entdecken.
Was mir dabei besonders gefallen hat, war gar nicht ein einzelner Bereich. Es war vielmehr die Kombination aus allem. Wir konnten mehrere Stunden durch die Natur laufen, Tiere beobachten, verschiedene Gartenbereiche entdecken, am See unsere Mittagspause machen und zwischendurch einfach immer wieder stehen bleiben oder uns irgendwo hinsetzen.

Und das alles, ohne Berlin verlassen zu müssen.
Gerade dieser Punkt ist für mich eigentlich das Schönste am Britzer Garten. Wir sind mit S-Bahn und Bus hingefahren und standen kurze Zeit später in einer Umgebung, in der die Stadt plötzlich ganz weit weg wirkte. Keine großen Straßen, kaum Stadtgeräusche und stattdessen Natur, Vögel, Wasser, Blumen und Tiere.
Natürlich weiß man, dass man sich noch in Berlin befindet. Aber das Gefühl sagt einem etwas anderes.
Für mich ein echtes Stück Auszeit
Ich mag Ausflüge, bei denen man nicht von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten hetzen muss. Und genau das kann man im Britzer Garten wunderbar machen.
Ihr könnt euch einen Weg aussuchen und einfach loslaufen. Wenn euch etwas gefällt, bleibt ihr stehen. Wenn ihr eine Pause braucht, setzt ihr euch hin. Wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, gibt es zwischendurch Spielplätze. Und wenn ihr Hunger bekommt, könnt ihr entweder etwas einkehren oder – so wie wir – einfach euer eigenes Essen mitbringen.
Dadurch fühlt sich der Besuch nicht wie ein durchgeplanter Ausflug an, sondern tatsächlich wie eine kleine Auszeit vom Alltag.
Wir waren ungefähr vier bis fünf Stunden dort und trotzdem hatte ich am Ende nicht das Gefühl, dass wir alles gesehen hätten. Dafür ist der Britzer Garten einfach groß genug.
Würde ich wiederkommen?
Ganz klar: Ja.
Ich kann mir sogar gut vorstellen, den Britzer Garten noch einmal zu einer ganz anderen Jahreszeit zu besuchen.
Unser Besuch Ende September war geprägt von den ersten bunten Blättern, Kastanien und Eicheln und natürlich dem wunderschönen Dahlienfeuer. Mich würde aber genauso interessieren, wie der Park im Frühling aussieht, wenn nach dem Winter überall wieder neues Leben entsteht.
Und auch einen Besuch im späteren Herbst könnte ich mir gut vorstellen. Wenn die Bäume noch viel bunter sind und das Laub in verschiedenen Rot-, Gelb- und Orangetönen leuchtet, dürfte der Park wieder eine ganz andere Stimmung haben.
Vielleicht wird aus unserem nächsten Besuch also ein Frühlingsausflug oder ein Herbstspaziergang.
Lohnt sich der Britzer Garten in Berlin für 5 €?
Für mich eindeutig ein Ausflugsziel, das man sich merken kann, wenn man in Berlin einfach mal raus aus dem Alltag möchte.
Die 5 € Eintritt finde ich für das, was der Park bietet, absolut nachvollziehbar. Wir konnten dort mehrere Stunden verbringen, hatten keinen zusätzlichen Eintritt für einzelne Bereiche und konnten unser Mittagessen selbst mitbringen.
Natürlich könnt ihr vor Ort noch Geld für Essen, Getränke, Eis oder andere Angebote ausgeben. Ihr müsst es aber nicht.
Und genau das macht den Britzer Garten auch für einen günstigen Tagesausflug interessant.
Ihr könnt euch für ein paar Euro Eintritt einen schönen Tag machen, ohne dass daraus automatisch ein teurer Ausflug wird.
Mein Tipp für euren nächsten Berlin-Ausflug
Wenn ihr also das nächste Mal das Gefühl habt, dass euch Berlin ein bisschen zu laut, zu voll oder zu hektisch ist, müsst ihr nicht gleich einen Ausflug weit vor die Stadt planen.
Vielleicht reicht eine Fahrt zum Britzer Garten.
Packt euch etwas zu essen und zu trinken ein, zieht bequeme Schuhe an und nehmt euch einfach ein paar Stunden Zeit. Ihr müsst keinen perfekten Plan haben und auch nicht versuchen, jeden Winkel zu sehen.
Lasst euch einfach treiben.
Vielleicht entdeckt ihr dabei einen Grünspecht, ein Eichhörnchen oder habt – mit etwas Glück – sogar eine ganz besondere Begegnung wie wir mit dem Fuchs und seiner Maus.
Und vielleicht steht ihr irgendwann genauso wie wir mitten im Park und denkt:
„Sind wir wirklich noch in Berlin?“
Für mich ist genau das der Grund, warum ich den Britzer Garten wieder besuchen würde.
Denn manchmal braucht es keinen Urlaub und keine weite Reise.
Manchmal reichen 5 € Eintritt, ein schöner Tag und ein bisschen Zeit, um mitten in Berlin für ein paar Stunden dem Alltag zu entfliehen.
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