Olympiapark und Schloss Nymphenburg: Meine München-Route

Ein München-Tag mit ungeplanten Entdeckungen
Obwohl ich schon mehrfach in München war, gibt es auch in einer Stadt, die man eigentlich zu kennen glaubt, immer wieder Ecken, die einen überraschen. Genau so sollte es mir an diesem Tag gehen. Mein Plan war eigentlich ziemlich einfach: Olympiapark, Schloss Nymphenburg und Hirschgarten miteinander verbinden und daraus einen schönen Tag in München machen.
Gestartet bin ich morgens am Hotel Wetterstein. Von dort fuhr ich zunächst mit der U-Bahn bis zum Westfriedhof. Ab hier wollte ich nicht direkt weiter mit den öffentlichen Verkehrsmitteln fahren, sondern den Weg zum Olympiapark zu Fuß zurücklegen. Ich mag es einfach, wenn zwischen den eigentlichen Zielen noch ein bisschen Zeit zum Entdecken bleibt. Gerade dabei findet man manchmal Dinge, die in keinem eigenen Reiseplan stehen.
Und genau das passierte schon kurz nach meinem Start.
Eigentlich wollte ich nur zum Olympiapark
Auf dem Weg fiel mir an einer Kreuzung plötzlich die Borstei auf. Ich kannte sie vorher nicht und hatte sie für diesen Tag auch überhaupt nicht eingeplant. Die kleine Wohnsiedlung mit ihren Gebäuden, Geschäften, Gärten und begrünten Bereichen sah so interessant aus, dass ich kurzerhand einen kleinen Abstecher machte.


Statt einfach weiter zum Olympiapark zu laufen, schlenderte ich also erst einmal ein Stück durch die Borstei. Es war genau diese Art von ungeplanter Entdeckung, die ich beim Reisen besonders mag. Man hat eigentlich ein Ziel, lässt sich aber trotzdem von dem überraschen, was unterwegs auftaucht.
Ich schaute mir die kleinen Wege und die unterschiedlichen Bereiche der Siedlung an, bevor ich schließlich meinen Weg Richtung Olympiapark fortsetzte.
Weiter zum Olympiapark
Irgendwann war die Borstei dann hinter mir und ich machte mich weiter auf den Weg zum Olympiapark. Dort angekommen, führte mich mein Weg natürlich ziemlich schnell Richtung Olympiaberg.
Ich war zwar schon einmal im Olympiapark gewesen, allerdings lag dieser Besuch schon lange zurück. Deshalb fühlte es sich trotzdem ein bisschen wie ein neues Entdecken an. Und natürlich wollte ich wieder hinauf auf den Olympiaberg.
Der Aufstieg lohnt sich für mich vor allem wegen der Aussicht. Von oben bekommt man nicht nur einen schönen Blick über das weitläufige Olympiagelände, sondern kann auch weit über München schauen.

Gleichzeitig wurde mir hier schon klar, dass man im Olympiapark problemlos wesentlich mehr Zeit verbringen kann, als ich an diesem Tag eingeplant hatte. Wer nicht nur einmal über das Gelände laufen und zum Olympiaberg möchte, findet hier genug Möglichkeiten für einen ganzen Aufenthalt.
Man kann einfach durch den Park spazieren, eine Picknickpause machen oder sich verschiedene Attraktionen anschauen. Dazu gehören beispielsweise SEA LIFE München und eine Dinosaurierausstellung. Wer nicht alles zu Fuß erkunden möchte, kann außerdem mit einer kleinen Bimmelbahn durch den Park fahren.
Für mich sollte es an diesem Tag allerdings noch weitergehen.
Denn der Olympiapark war nur der erste größere Stopp meiner Route. Mein eigentliches Ziel für diesen Tag lag noch vor mir – und ausgerechnet dort sollte später mein persönliches Highlight auf mich warten.
Mit der Tram Richtung vom Olympiapark zum Schloss Nymphenburg
Nach meiner Runde durch den Olympiapark machte ich mich langsam auf den Weg zur Tramhaltestelle. Der Weg dorthin zog sich noch ein kleines Stück, aber nach dem Spaziergang durch den Park war das für mich kein Problem. Schließlich hatte ich an diesem Tag noch einiges vor und wollte nicht schon beim ersten großen Ziel den ganzen Tag verbringen.
Von der Infanteriestraße fuhr ich anschließend mit der Tram bis zum Romanplatz. Für mich war die Fahrt eine angenehme Abwechslung zum bisherigen Laufen und gleichzeitig genau das, was ich an solchen Tagen in München mag: Man kann einen Teil der Strecke mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen und an anderer Stelle wieder zu Fuß weitergehen.
Am Romanplatz angekommen, ging es für mich zu Fuß weiter. Ich lief durch die Romanstraße und eigentlich war mein nächstes Ziel ganz klar: das Schloss Nymphenburg.
Eine ungeplante Pause im Café am Schloss
Doch kurz bevor ich das Schloss erreichte, entdeckte ich das Café am Schloss.
Und was soll ich sagen? Bei einer schönen kleinen Torte und einem Latte Macchiato kann ich unterwegs schließlich nur schwer Nein sagen.


Das Café wirkte auf mich direkt sehr gemütlich. Es ist eher klein und die verschiedenen Torten, die dort angeboten wurden, sahen für mich so aus, als würden sie tatsächlich selbstgemacht werden. Da ich ohnehin schon einige Zeit unterwegs war, kam mir diese kleine Pause gerade recht.
Ich setzte mich draußen hin, etwas abgeschirmt hinter einer Hecke. Dadurch hatte ich ein ruhiges Plätzchen und konnte für einen Moment einfach sitzen bleiben, bevor es mit der nächsten Etappe weiterging.
Dazu gab es für mich einen Latte Macchiato und ein Stück Latte-Macchiato-Torte. Für beides habe ich knapp 10 Euro bezahlt.
Gerade solche ungeplanten Pausen gehören für mich zu einem Reisetag einfach dazu. Ich muss nicht jede Minute verplanen und schon gar nicht an jedem Ziel sofort weiterlaufen. Manchmal ist ein Kaffee mit einem Stück Kuchen genau das, was man nach einigen Kilometern braucht.
Und danach war ich bereit für das eigentliche Ziel.
Endlich zum Schloss Nymphenburg
Vom Café aus war es nicht mehr weit bis zum Schloss Nymphenburg. Ich war gespannt, denn obwohl ich schon oft in München gewesen war, hatte ich das Schloss bisher tatsächlich noch nicht besucht.

Das fand ich im Nachhinein selbst ein bisschen erstaunlich.
München verbindet man für mich natürlich schnell mit bekannten Orten wie Marienplatz, Englischem Garten oder Olympiapark. Ein Schloss mitten in der Stadt hatte ich dabei irgendwie nicht auf dem Schirm.
Vielleicht liegt das auch daran, dass ich auf Reisen eher selten mit einem klassischen Reiseführer unterwegs bin. Dort hätte das Schloss vermutlich schon längst auf meiner Liste gestanden. Umso größer war meine Überraschung, als ich schließlich vor dem Schloss stand. Und was mich dort erwartete, war noch einmal etwas ganz anderes als das, was ich bis dahin von diesem Tag gesehen hatte.
Durch den Schlosspark von Nymphenburg
Ich ging seitlich am Schloss vorbei und gelangte in den weitläufigen Schlosspark. Und spätestens hier war ich wirklich überrascht.

Ich hatte zwar mit einem schönen Park gerechnet, aber nicht damit, wie großzügig und abwechslungsreich die Anlage ist. Überall gab es gepflegte Wege, große Grünflächen, Bäume und liebevoll angelegte Bereiche. Dazu kamen kleine Bauwerke, Wasser und immer wieder neue Perspektiven.
Für mich war das eine völlig andere Seite von München.
Nach dem eher lebhaften Olympiapark und der Fahrt durch die Stadt war es hier deutlich ruhiger. Gleichzeitig gab es so viel zu entdecken, dass ich nicht einfach nur einmal durch den Park laufen wollte.
Kleiner See, Pagodenburg und Amalienburg
Ich ließ mich ohne festen Rundgang durch den Park treiben und kam unter anderem am kleinen See vorbei. Gerade solche Wasserflächen geben einem Park immer noch einmal eine ganz andere Atmosphäre. Man bleibt automatisch etwas länger stehen, schaut aufs Wasser und nimmt die Umgebung anders wahr.
Unterwegs kam ich auch an der Pagodenburg und der Amalienburg vorbei. Dazu entdeckte ich den sogenannten Baum der ewigen Liebe.


Genau diese vielen kleinen Ziele machen den Schlosspark für mich so interessant. Es ist nicht einfach nur eine große Grünfläche rund um das Schloss, sondern ein Ort, an dem man immer wieder etwas Neues entdeckt.
Und dabei hatte ich längst nicht alles gesehen.
Hier könnte man problemlos einen ganzen Tag verbringen
Ich war ungefähr zwei Stunden rund um Schloss und Park unterwegs, bevor ich mich wieder auf den Weg machte. Trotzdem hatte ich am Ende nicht das Gefühl, wirklich alles gesehen zu haben.
Den Botanischen Garten habe ich beispielsweise gar nicht mehr besucht und auch im hinteren Teil des Schlossparks war ich nicht überall unterwegs. Wer sich für die gesamte Anlage Zeit nimmt, kann hier also deutlich länger bleiben als ich an diesem Tag.
Genau deshalb würde ich den Schlosspark auch nicht als kurzen Zwischenstopp einplanen, wenn man wirklich etwas davon haben möchte.
Man kann gemütlich spazieren, sich auf eine Bank setzen, Fotos machen und die verschiedenen Bereiche entdecken. Je nach Jahreszeit verändert sich die Stimmung dabei wahrscheinlich noch einmal deutlich.


Ich war im Herbst dort und fand gerade die Farben wunderschön. Das warme Laub und die verschiedenen Grüntöne passten für mich perfekt zu der weitläufigen Anlage.
Mein persönliches Highlight des Tages
Von allen Stationen an diesem Tag war Schloss Nymphenburg für mich ganz klar die größte Überraschung.
Nicht, weil ich vorher besonders große Erwartungen gehabt hätte – im Gegenteil. Ich wusste eigentlich kaum, was mich dort erwartet. Genau deshalb war der Eindruck umso schöner.

Ich hatte München vorher schon oft besucht und trotzdem einen Ort gefunden, den ich bisher komplett übersehen hatte. Für mich ist das ein schönes Beispiel dafür, warum ich nicht immer nur die klassischen Sehenswürdigkeiten abarbeiten möchte.
Manchmal lohnt es sich, einfach einmal ein Ziel auszuwählen, das bisher noch nicht auf dem eigenen Reiseplan stand.
Und Schloss Nymphenburg war nach dem Olympiapark für mich genau so ein Ort.
Trotzdem wollte ich an diesem Tag noch nicht zurück zum Hotel. Ein weiterer Punkt stand noch auf meinem Plan: der Hirschgarten. Vor allem eine ganz bestimmte Attraktion hatte mich neugierig gemacht – das Damwild, das dort mitten im Park lebt.
Auf der Suche nach Damwild im Hirschgarten
Nach ungefähr zwei Stunden rund um Schloss Nymphenburg und im Schlosspark machte ich mich langsam auf den Weg zu meinem nächsten Ziel: dem Hirschgarten.
Ich wollte den Tag bewusst noch nicht beenden. Schließlich hatte ich mir vorgenommen, mehrere unterschiedliche Seiten von München miteinander zu verbinden. Nach dem Olympiapark und dem weitläufigen Schlosspark war der Hirschgarten dafür eine ganz andere Station.
Der eigentliche Grund, warum ich unbedingt dorthin wollte, war allerdings nicht nur der bekannte Biergarten.

Ich hatte vorher gelesen und auf Bildern gesehen, dass im Hirschgarten Damwild lebt. Und genau das wollte ich mir natürlich selbst anschauen.
Erst die Tiere, dann der Biergarten
Bevor ich mich irgendwo hinsetzte, machte ich mich deshalb erst einmal auf die Suche nach dem Damwild. Die Tiere sind tatsächlich ein besonderes Highlight des Hirschgartens und für mich war es schön, sie aus der Nähe beobachten zu können.
Danach hatte ich mir eine Pause verdient.
Der Hirschgarten-Biergarten war an diesem Tag schon ziemlich gut besucht. Trotzdem fand ich eine etwas ruhigere Ecke, in der ich mich niederlassen konnte. Nach den vielen Kilometern und Eindrücken des Tages tat diese Pause richtig gut.


Ich holte mir ein Radler, eine Tomatenstulle und einen Kartoffelsalat. Für die Stulle und den Kartoffelsalat zusammen habe ich unter 10 Euro bezahlt. Den genauen Betrag weiß ich leider nicht mehr, deshalb möchte ich hier lieber keine falsche Zahl nennen.
Das Radler kostete 4,60 Euro für einen halben Liter. Wer lieber die große Variante möchte, bekommt dort natürlich auch eine Maß.
Ein Biergarten, der mehr als nur Essen bietet
Was mir am Hirschgarten besonders gut gefallen hat, ist die Kombination aus Biergarten und Park.
Man kann hier natürlich einfach zum Essen und Trinken herkommen. Gleichzeitig lässt sich der Besuch aber wunderbar mit einem Spaziergang verbinden. Gerade wenn man vorher Schloss Nymphenburg besucht hat, bietet sich die Kombination für einen ganzen Ausflug an.

Und auch für Familien ist der Hirschgarten interessant. Neben dem Damwild gibt es einen Spielplatz und ein kleines Karussell, sodass Kinder hier ebenfalls etwas zu entdecken haben.
Wer nicht im Biergarten sitzen möchte, kann außerdem den Restaurantbereich nutzen. Dadurch ist der Hirschgarten nicht nur bei schönem Wetter interessant, sondern bietet verschiedene Möglichkeiten für eine Pause.
Mein Tipp für die Kombination mit Schloss Nymphenburg
Für mich hat sich der Abstecher auf jeden Fall gelohnt. Ich würde sogar sagen, dass sich Schloss Nymphenburg und Hirschgarten sehr gut miteinander verbinden lassen.
Man kann zunächst durch das Schloss und den Park schlendern, sich anschließend auf den Weg zum Hirschgarten machen und dort den Tag bei einem Essen oder Getränk ausklingen lassen. Oder man kommt ausschließlich wegen des Hirschgartens – gerade mit Kindern ist das Damwild sicherlich ein schönes zusätzliches Erlebnis.
Zudem ist der Weg vom Schloß zum Biergarten ein ein schöner Spaziergang. Ich hatte an diesem Tag allerdings noch einen weiteren Punkt auf meiner Liste. Denn die Wiesn stand kurz bevor und ich wollte unbedingt noch sehen, wie es auf der Theresienwiese zwei Tage vor der Eröffnung aussah.
Kurz vor der Wiesn auf der Theresienwiese
Nach meiner Pause im Hirschgarten machte ich mich wieder auf den Weg. Für den nächsten Abschnitt wollte ich allerdings nicht mehr alles zu Fuß laufen. Deshalb stieg ich in den Bus Richtung Theresienwiese.

Die Wiesn sollte zu diesem Zeitpunkt erst zwei Tage später beginnen und genau deshalb wollte ich mir das Gelände vorher noch einmal anschauen. Wenn man München kurz vor dem Oktoberfest besucht, verändert sich die Stadt schließlich schon einige Tage vorher.
Auf der Theresienwiese war bereits einiges aufgebaut und man konnte gut erahnen, was hier nur kurze Zeit später los sein würde. Für mich war es interessant, das Gelände einmal in dieser Zwischenphase zu sehen – noch nicht im großen Wiesn-Trubel, aber schon deutlich anders als eine normale leere Theresienwiese.
Ich lief ein Stück über das Gelände und schaute mir an, wie weit die Vorbereitungen bereits waren. Viel mehr Zeit wollte ich dort an diesem Tag allerdings gar nicht verbringen. Nach den vielen Stationen und Kilometern war langsam auch für mich absehbar, dass dieser Tag deutlich länger geworden war, als ich ursprünglich gedacht hatte.
Fast 18 Kilometer – und trotzdem fühlte es sich nicht so an
Als ich später auf meine Strecke zurückblickte, konnte ich selbst kaum glauben, dass ich an diesem Tag knapp 18 Kilometer gelaufen war. Eigentlich hatte es sich überhaupt nicht nach so viel angefühlt.
Natürlich war ich lange unterwegs gewesen, aber durch die vielen unterschiedlichen Stationen hatte sich der Tag immer wieder aufgeteilt. Mal war ich am Laufen, dann wieder im Park unterwegs, saß im Café, schaute mir das Schloss an oder machte eine Pause im Hirschgarten. Dadurch hatte ich nie das Gefühl, einfach nur Kilometer zu sammeln.
Und genau das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum mir die Strecke im Nachhinein gar nicht so lang vorkam. Es gab immer wieder etwas zu entdecken und genügend Möglichkeiten, zwischendurch eine Pause einzulegen.
Ein Tag voller Überraschungen
Wenn ich morgens im Hotel Wetterstein losgefahren bin, hätte ich wahrscheinlich nicht gedacht, dass ausgerechnet Schloss Nymphenburg neben dem Olympiapark mein Highlight des Tages werden würde.
Der Olympiapark war mir bereits bekannt, die Borstei entdeckte ich eher zufällig und den Hirschgarten hatte ich wegen des Damwilds bewusst auf meine Liste gesetzt. Aber Schloss Nymphenburg war für mich die größte Überraschung.
Ich war schon oft in München gewesen und trotzdem hatte ich diesen Ort bisher nie besucht.
Vielleicht ist genau das einer der Gründe, warum ich München immer wieder gerne entdecke. Selbst wenn man glaubt, eine Stadt schon ganz gut zu kennen, kann man noch etwas Neues finden.
Und manchmal braucht es dafür nicht einmal einen komplizierten Plan.
Praktische Tipps für meine München-Route zum Olympiapark und Schloss Nymphenburg
Die Strecke lässt sich meiner Meinung nach ziemlich unkompliziert nachmachen. Trotzdem würde ich sie nicht als klassische Sehenswürdigkeiten-Tour planen, bei der man von einem Punkt zum nächsten hetzt. Gerade die Mischung aus Laufen, öffentlichen Verkehrsmitteln und spontanen Pausen hat für mich den Reiz dieses Tages ausgemacht.
Meine Route im Überblick
Meine Strecke an diesem Tag sah ungefähr so aus:
Hotel Wetterstein → U-Bahn Westfriedhof → Borstei → Olympiapark → Olympiaberg → Tram Infanteriestraße → Romanplatz → Café am Schloss → Schloss Nymphenburg und Schlosspark → Hirschgarten → Bus → Theresienwiese
Insgesamt bin ich an diesem Tag auf ungefähr 18 Kilometer gekommen. Dabei war aber nicht alles eine durchgehende Wanderung. Ich habe zwischendurch die U-Bahn, die Tram und den Bus genutzt und immer wieder längere Pausen gemacht.
Genau deshalb würde ich die Kilometerzahl auch nicht als feste Vorgabe sehen. Wer weniger laufen möchte, kann einzelne Abschnitte problemlos mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abkürzen.
Wie viel Zeit sollte man einplanen?
Für diese Kombination würde ich einen ganzen Tag einplanen. Ich war morgens gestartet und bis in den späteren Nachmittag beziehungsweise Abend unterwegs.
Allein im Schlosspark Nymphenburg habe ich ungefähr zwei Stunden verbracht. Dazu kamen der Olympiapark, die Borstei, die Kaffeepause im Café am Schloss, der Hirschgarten und zum Schluss noch die Theresienwiese.
Wer sich im Olympiapark oder in Nymphenburg mehr Zeit lässt, kann daraus problemlos einen sehr langen Tag machen.
Wenn du weniger Zeit hast, würde ich dagegen nicht versuchen, alle Stationen unbedingt unterzubringen. Gerade der Schlosspark lässt sich auch wunderbar als eigenes Ziel besuchen.
Mit Deutschlandticket oder MVV-Tageskarte?
Ich war mit meinem Deutschlandticket unterwegs und fand das für diese Route natürlich besonders praktisch. Gerade weil ich an verschiedenen Stellen spontan entscheiden konnte, ob ich weiterlaufe oder ein Verkehrsmittel nehme, war ich dadurch sehr flexibel.
Wer kein Deutschlandticket hat, sollte sich für den jeweiligen Tag anschauen, welche MVV-Tageskarte zum eigenen Fahrgebiet passt. Für 2026 kostet die Single-Tageskarte beispielsweise 10,10 Euro für Zone M; je nach benötigtem Geltungsbereich kann der Preis höher liegen. Die Tageskarte gilt für beliebig viele Fahrten innerhalb des gewählten Bereichs bis 6 Uhr am Folgetag.
Gerade bei einer Route wie zum Olympiapark und Schloss Nymphenburg mit mehreren Fahrten würde ich deshalb nicht automatisch mehrere Einzeltickets kaufen, sondern vorher prüfen, ob eine Tageskarte günstiger ist. Der MVV berücksichtigt bei mehreren Fahrten außerdem einen sogenannten Bestpreis.
Was kostet der Tag?
Das Schöne an dieser Route: Viele der Stationen kosten keinen Eintritt, wenn man sie einfach von außen beziehungsweise im frei zugänglichen Bereich besucht.
Ich habe an diesem Tag im Grunde nur für Essen und Getränke Geld ausgegeben:
- Latte Macchiato + Latte-Macchiato-Torte im Café am Schloss: knapp 10 €
- Radler im Hirschgarten: 4,60 € für 0,5 Liter
- Tomatenstulle + Kartoffelsalat im Hirschgarten: unter 10 €
- Eintritt: 0 €
- Öffentliche Verkehrsmittel: mit meinem Deutschlandticket keine zusätzlichen Kosten
Wer also das eigene Essen und Getränke mitnimmt und bereits ein Deutschlandticket hat, kann diesen Tag theoretisch sogar komplett ohne zusätzliche Ausgaben erleben.
Wann ist die Route besonders schön?
Ich war im Herbst unterwegs und fand gerade die Farben im Olympiapark und Schloss Nymphenburg wunderschön. Grundsätzlich würde ich die Strecke aber nicht auf eine bestimmte Jahreszeit beschränken.

Der Olympiapark funktioniert bei gutem Wetter natürlich besonders schön, während der Schlosspark zu jeder Jahreszeit seinen eigenen Reiz hat. Im Sommer stelle ich mir die vielen Grünflächen sehr schön vor, im Herbst kommen die Farben dazu und im Winter dürfte die Anlage wieder ganz anders wirken.
Auch der Hirschgarten lässt sich natürlich unabhängig von der Jahreszeit besuchen. Wenn das Damwild für dich ein wichtiger Grund für den Besuch ist, würde ich trotzdem etwas Zeit für einen ruhigen Spaziergang einplanen und nicht nur schnell zum Biergarten gehen.
Meine Tipps für die Route Olympiapark und Schloss Nymphenburg
Bequeme Schuhe anziehen:
18 Kilometer können am Ende doch zusammenkommen – auch wenn sie sich zwischendurch gar nicht so anfühlen.
Nicht zu viel vorplanen:
Gerade die Borstei und das Café am Schloss waren für mich ungeplante beziehungsweise spontane Zwischenstopps. Ein bisschen Luft im Tagesplan macht die Route deshalb angenehmer.
Zeit für Nymphenburg einplanen:
Wenn du Schloss und Schlosspark noch nicht kennst, würde ich hier nicht zu knapp kalkulieren. Ich war ungefähr zwei Stunden dort und hätte problemlos noch länger bleiben können. Gerade wenn man den Botanischen Garten noch besuchen möchte.
Öffentliche Verkehrsmittel als Abkürzung nutzen:
Die Route muss nicht komplett zu Fuß gelaufen werden. Genau diese Kombination aus Laufen und ÖPNV hat für mich an diesem Tag sehr gut funktioniert.
Eigenes Essen mitnehmen, wenn du günstig unterwegs sein möchtest:
Die Parks bieten sich für eine Pause an. So kannst du die Kosten niedrig halten und bist gleichzeitig nicht auf Öffnungszeiten oder Restaurants angewiesen.
Nicht nur die bekanntesten Ziele anschauen:
Für mich war gerade die Borstei ein schönes Beispiel dafür, dass sich kleine Abstecher lohnen können. Und Schloss Nymphenburg war trotz meiner vielen München-Besuche die größte Überraschung des Tages.
Mein persönliches Fazit zum Olympiapark und Schloss Nymphenburg
Dieser Tag hat mir wieder einmal gezeigt, dass man München nicht unbedingt nach einem festen Sehenswürdigkeiten-Plan entdecken muss.
Ich hatte zwar morgens eine grobe Vorstellung davon, welche Ziele ich besuchen wollte, aber dazwischen blieb genug Raum für spontane Entdeckungen. Genau dadurch kam die Borstei dazu, das Café am Schloss wurde zu meiner Kaffeepause und aus einem geplanten Besuch im Schlosspark wurde schließlich mein persönliches Highlight.
Schloss Nymphenburg hat mich dabei am meisten überrascht. Nicht, weil ich vorher besonders viel darüber wusste, sondern gerade weil ich es überhaupt nicht auf dem Schirm hatte.

Und vielleicht ist das auch mein wichtigster Tipp für München: Wenn du schon mehrfach dort warst, schau nicht nur nach den bekannten Sehenswürdigkeiten. Manchmal wartet das schönste neue Erlebnis genau dort, wo du bisher einfach vorbeigelaufen bist.
Für mich war es jedenfalls ein ziemlich perfekter München-Tag: Olympiapark, ein kleiner Abstecher in die Borstei, Kaffee und Torte, Schloss Nymphenburg, Damwild im Hirschgarten und zum Abschluss noch die Theresienwiese kurz vor der Wiesn. Und das Ganze mit ungefähr 18 Kilometern, ohne dass sich der Tag irgendwann nach einer langen Wanderung angefühlt hätte.
Häufige Fragen zu meiner München-Route
Kann man Olympiapark, Schloss Nymphenburg und Hirschgarten an einem Tag besuchen?
Ja, das lässt sich gut miteinander verbinden. Ich habe an einem Tag alle drei Ziele besucht und zusätzlich die Borstei, das Café am Schloss und die Theresienwiese eingeplant. Insgesamt bin ich dabei auf ungefähr 18 Kilometer gekommen. Durch die Nutzung von U-Bahn, Tram und Bus muss die Strecke aber nicht komplett zu Fuß gelaufen werden.
Wie viel Zeit sollte man für Schloss Nymphenburg einplanen?
Das hängt davon ab, was du alles sehen möchtest. Ich war ungefähr zwei Stunden rund um das Schloss und im Schlosspark unterwegs und habe dabei längst nicht alles gesehen. Den Botanischen Garten und den hinteren Teil des Schlossparks habe ich beispielsweise ausgelassen. Wer das Gelände ausführlicher erkunden möchte, sollte deshalb entsprechend mehr Zeit einplanen.
Kann man Schloss Nymphenburg und Hirschgarten gut verbinden?
Ja, die beiden Ziele lassen sich meiner Meinung nach sehr gut miteinander kombinieren. Nach dem Besuch von Schloss und Schlosspark kannst du weiter zum Hirschgarten gehen und dort das Damwild anschauen oder im Biergarten eine Pause machen. Gerade mit Kindern ist die Kombination interessant, da es neben dem Damwild auch einen Spielplatz und ein kleines Karussell gibt.
Ist der Olympiapark kostenlos?
Der Olympiapark selbst kann kostenlos besucht werden. Du kannst durch das Gelände spazieren und zum Olympiaberg hinaufgehen, ohne Eintritt zu bezahlen. Für einzelne Attraktionen innerhalb des Olympiaparks, beispielsweise SEA LIFE, gelten natürlich eigene Eintrittspreise.
Lohnt sich der Olympiaberg?
Für mich auf jeden Fall, vor allem wegen der Aussicht. Vom Olympiaberg hast du einen schönen Blick über das Olympiagelände und über München. Wenn du sowieso im Olympiapark unterwegs bist, würde ich den kurzen Aufstieg deshalb mitnehmen.
Kann man die Route auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln machen?
Ja. Genau das habe ich an diesem Tag auch gemacht. Ich bin vom Hotel Wetterstein mit der U-Bahn zum Westfriedhof gefahren, anschließend zum Olympiapark gelaufen und später mit der Tram von der Infanteriestraße zum Romanplatz gefahren. Nach dem Hirschgarten ging es außerdem mit dem Bus weiter zur Theresienwiese.
Kann man die München-Route auch ohne Eintritt erleben?
Ja. Wenn du nur die frei zugänglichen Bereiche besuchst, kannst du die Route grundsätzlich ohne Eintrittsgelder machen. Ich habe an diesem Tag ebenfalls keinen Eintritt bezahlt. Kosten entstehen dann vor allem für die Anreise beziehungsweise den öffentlichen Nahverkehr sowie für Essen und Getränke.
Ist die Route auch für einen München-Besuch im Herbst geeignet?
Ja, und mir hat sie gerade im Herbst besonders gut gefallen. Die Farben im Schlosspark Nymphenburg waren für mich ein echtes Highlight. Grundsätzlich lässt sich die Route aber zu jeder Jahreszeit unternehmen – je nachdem, welche Atmosphäre du bevorzugst.
Wie viele Kilometer sind es bei dieser München-Route?
Bei meiner persönlichen Route waren es ungefähr 18 Kilometer. Allerdings war das keine durchgehende Wanderung, da ich mehrere Abschnitte mit U-Bahn, Tram und Bus zurückgelegt habe. Durch die verschiedenen Pausen und Sehenswürdigkeiten fühlten sich die 18 Kilometer für mich deutlich weniger an, als die Zahl zunächst vermuten lässt.
Und wenn du jetzt noch nicht genug von München hast: Ich habe noch einige weitere Ecken der Stadt für dich entdeckt. Von schönen Spaziergängen und besonderen Orten bis zu Ausflügen, die sich wunderbar mit dem Deutschlandticket verbinden lassen.
Vielleicht ist ja genau das nächste Ziel dabei, das du bisher noch nicht auf dem Schirm hattest. Dann schau gerne hier einmal rein.