Wolayersee Wanderung: Aufstieg zu einem besonderen Bergsee

Die Wolayersee Wanderung stand bei uns schon eine ganze Weile auf der Liste. Freunde hatten uns irgendwann gefragt, ob wir den Wolayersee nicht einmal gemeinsam erwandern wollen. Wir kannten ihn bisher noch nicht und fanden die Idee sofort spannend. Also machten wir uns an einem Sonntag früh auf den Weg und starteten gegen 8 Uhr in Kötschach-Mauthen zu unserer ersten Wanderung zum Wolayersee.
Über eine schmale Bergstraße zur Hubertuskapelle
Der letzte Abschnitt bis zur Hubertuskapelle führte über eine schmale Bergschotterstraße. Hier sollte man definitiv etwas Zeit und Nerven mitbringen. Die Straße ist stellenweise wirklich eng und wenn ein anderes Fahrzeug entgegenkommt, muss man schauen, wo man am besten ausweichen kann.
Wir hatten Glück und kamen gut durch.
Am Ende der Straße wartete dann ein großer, kostenloser Parkplatz an der Hubertuskapelle auf uns. Hier ließen wir das Auto stehen und machten uns zu Fuß auf den Weg zum Wolayersee.
Schon zu diesem Zeitpunkt wussten wir allerdings: Das wird kein kurzer Spaziergang. Von hier aus begann schließlich unsere eigentliche Tour zum Wolayersee.
Der lange Weg Richtung Wolayersee
Zunächst führte unser Weg über eine breite Forststraße in Richtung Talschluss. Wir liefen über Wiesen und Weideflächen und kamen schon bald an den ersten Abzweig.

Hier begann der eigentliche Wanderweg und es ging über einen schmaleren Steig bergauf. Grundsätzlich kann man den Weg immer wieder über die Forststraße gehen. Wir entschieden uns später sogar bewusst dafür, die Forststraße bergab komplett zu nutzen, da uns einige der sogenannten Abkürzungen stellenweise einfach zu steil waren.
Beim Aufstieg wechselten sich Forststraße und kleinere Steige immer wieder ab. Mal ging es etwas gemütlicher über den breiten Weg weiter, dann wieder über einen schmalen Pfad bergauf.
Unterwegs begegneten uns erstaunlich viele E-Biker. Gerade für diese lange Strecke fanden wir die Variante mit dem E-Bike durchaus spannend. Man kann damit einen großen Teil des Anstiegs deutlich entspannter bewältigen und hat oben trotzdem noch die Möglichkeit, die beeindruckende Landschaft zu genießen.
Für uns ging es allerdings zu Fuß weiter. Und je höher wir kamen, desto mehr wurde aus der anfänglichen Wanderung eine richtige Bergtour.
Wolayersee Wanderung – Durch Almen und über den Berg zum Wolayersee
Unsere Wanderung zum Wolayersee sollte deutlich länger werden, als es am Anfang vielleicht den Eindruck machte. Laut Komoot kamen wir am Ende auf 15,9 Kilometer und rund 860 Höhenmeter. Insgesamt waren wir 7 Stunden und 18 Minuten unterwegs, davon 4 Stunden und 12 Minuten tatsächlich in Bewegung. Für den Hinweg benötigten wir knapp fünf Stunden, während wir für den Rückweg etwa zwei Stunden brauchten.
Wir starteten bei ungefähr 8 Grad, was für den frühen Morgen Ende September ziemlich frisch war. Im Laufe des Tages sollte es allerdings noch deutlich wärmer werden und die Temperaturen kletterten auf ungefähr 20 Grad. Wir liefen auch noch sehr viel im Schatten, denn die Sonne hatte es sehr schwer bis ins Tal hineinzukommen.

Zunächst ging es weiter über die Forststraße durch Wiesen und Weideflächen in Richtung Talschluss. Immer wieder wechselten wir zwischen der breiten Straße und schmaleren Steigen. Dabei wurde der Weg zunehmend steiler und auch etwas abwechslungsreicher.
Ein kleiner Bauchladen auf dem Berg
Irgendwann kam uns eine Gruppe junger Frauen entgegen, die offensichtlich eine ziemlich besondere Nacht hinter sich hatte. Sie hatten auf der Hütte übernachtet und waren dort zu einem Junggesellinnenabschied unterwegs gewesen.
Mit dabei hatten sie einen kleinen Bauchladen und machten unterwegs fleißig Werbung für ihre Hochzeitskasse. Natürlich wurden auch wir nicht verschont und durften etwas „kaufen“. So wechselten Pflaster und Energieriegel den Rucksack.
Solche Begegnungen machen eine lange Wanderung irgendwie besonders. Man rechnet mitten in den Bergen schließlich mit vielem – aber nicht unbedingt mit einem kleinen Bauchladen auf dem Wanderweg.
Wolayersee Wanderung – Über die erste Alm
Nach einiger Zeit erreichten wir eine Hochebene mit einer kleinen Alm. Ende September war diese allerdings bereits nicht mehr bewirtschaftet.

Hier wurde die Landschaft wieder etwas weiter und wir konnten kurz durchatmen, bevor der nächste Anstieg auf uns wartete. Hinter der Alm führte der Weg wieder über einen schmaleren Steig bergauf und wir gewannen weiter an Höhe.
Und genau hier wurde die Wanderung für uns besonders schön.
Murmeltiere ganz nah am Weg
Auf der nächsten Hochebene hatten wir nämlich richtig Glück: Wir konnten mehrere Murmeltiere beobachten.
Und das nicht irgendwo weit entfernt mit einem Fernglas, sondern erstaunlich nah am Weg. Eigentlich befinden sich die Tiere Ende September schon im Winterschlaf. Da es in diesem Jahr aber ungewöhnlich warm war, waren offenbar noch einige von ihnen unterwegs.


Für uns war das eine der schönsten Überraschungen der gesamten Tour. Wir blieben eine Weile stehen und beobachteten die Tiere, bevor es weiterging.
Solche Momente kann man eben nicht planen – und genau deshalb bleiben sie von einer Wanderung oft besonders lange im Gedächtnis.
Je höher wir kamen, desto schöner wurde die Aussicht
Auch wenn der Aufstieg teilweise anstrengend war, wurde die Landschaft mit jedem Höhenmeter beeindruckender. Immer wieder kamen wir an kleinen Bächen vorbei und entdeckten unterwegs kleinere Wasserfälle.
Und während wir beim Aufstieg hauptsächlich damit beschäftigt waren, den nächsten Anstieg zu bewältigen, mussten wir zwischendurch immer wieder stehen bleiben und zurückschauen.

Je höher wir kamen, desto weiter wurde der Blick zurück ins Tal.
Einige Abschnitte waren durchaus steil und teilweise auch etwas ausgesetzt. Wer sich auf solchen Wegen nicht wohlfühlt, kann an vielen Stellen auf der Forststraße bleiben. Diese ist zwar länger, dafür aber deutlich gleichmäßiger und für uns beim Abstieg die angenehmere Variante.
Die Beschilderung fanden wir insgesamt gut. Wir konnten uns problemlos orientieren und hatten nicht das Gefühl, irgendwann nicht mehr zu wissen, wo es weitergeht.
Trotzdem sollte man die Tour nicht unterschätzen: 860 Höhenmeter auf knapp 16 Kilometern machen daraus schon eine richtige Bergwanderung und keinen gemütlichen Spaziergang zum See.
Der letzte Anstieg – und dann endlich der Wolayersee
Der letzte Abschnitt hatte es dann noch einmal richtig in sich. Der Weg führte ziemlich steil durch die Sträucher nach oben und irgendwie konnten wir zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht richtig erkennen, wo genau der Wolayersee liegen sollte. Nach den vielen Kilometern und Höhenmetern waren wir inzwischen auch ziemlich platt.
Immer wieder dachten wir: Jetzt müsste es doch gleich geschafft sein. Aber ein Stück ging es dann doch noch weiter nach oben.

Irgendwann kamen wir an eine letzte Abzweigung und wieder auf die Forststraße. Für uns war ziemlich schnell klar, dass wir die letzten Meter lieber auf der Straße laufen wollten. Die steilen kleinen Wege hatten uns für diesen Tag wirklich gereicht.
Und dann war es tatsächlich geschafft.
Wir gingen noch ein Stück weiter und plötzlich konnten wir den Wolayersee sehen. Nach ungefähr fünf Stunden Aufstieg war das für uns wirklich ein besonderer Moment. Wir blieben erst einmal stehen, haben Fotos gemacht und einfach den Blick auf den See genossen.
Nach so einem langen Aufstieg fühlt sich so ein Moment natürlich noch einmal ganz anders an. Man ist müde, freut sich aber gleichzeitig riesig, endlich da zu sein. Und genau dieses Gefühl hatten wir hier.
Pause am Wolayersee
Am See selbst machten wir erst einmal eine kurze Pause. Die Umgebung war für uns unglaublich schön und gleichzeitig hatte der Wolayersee etwas Ruhiges und fast Mystisches. Nach dem doch ziemlich anstrengenden Aufstieg war es schön, einfach einmal nichts zu müssen und die Landschaft auf sich wirken zu lassen.

Danach gingen wir weiter zur Wolayerseehütte. Schließlich hatten wir uns die Einkehr nach dem Aufstieg verdient.
Wir bestellten uns einen Hollersaft und eine Käse- und Bretteljause und setzten uns erst einmal gemütlich hin. Genau solche Momente gehören für mich zu einer Wanderung einfach dazu. Nicht nur ankommen, schnell ein Foto machen und wieder zurück, sondern sich auch wirklich die Zeit nehmen, oben zu sitzen und etwas zu essen.



Wir waren mit unserer Wanderung an einem der letzten Wochenenden vor der Schließung der Wolayersee Hütte dort. Das Wetter war richtig schön und entsprechend waren noch einige andere Wanderer unterwegs. Manche kamen von der Valentinalm, andere waren von der italienischen Seite heraufgekommen.
Trotzdem fühlte es sich für uns nicht überlaufen an. Dafür ist der Wolayersee einfach zu abgeschieden und der Aufstieg zu lang.
Und während wir dort oben saßen, fiel unser Blick natürlich auch immer wieder auf die andere Seite des Sees. Dort konnten wir die Grenze zu Italien erkennen. Wir überlegten kurz, ob wir noch weiter in diese Richtung gehen sollten. Allerdings hätten wir dafür noch einmal deutlich mehr Zeit gebraucht und wir wollten schließlich auch wieder zurück ins Tal.
Also blieb es bei unserem Besuch auf dieser Seite – vorerst zumindest.
Denn genau dort entstand bei uns schon die Idee, dass wir den Wolayersee irgendwann vielleicht einmal von der italienischen Seite aus besuchen möchten. Nicht nur wegen der Landschaft, sondern auch wegen der Geschichte dieser Grenzregion und dem, was sich hier während der Kriegszeit abgespielt hat.
Für diesen Tag waren wir allerdings erst einmal zufrieden. Wir hatten unser Ziel erreicht, eine schöne Pause an der Hütte gemacht und konnten jetzt langsam wieder an den Abstieg denken.
Wolayersee Wanderung – Ein Blick über die Grenze nach Italien
Während wir an der Wolayerseehütte saßen, fiel unser Blick immer wieder auf die andere Seite des Sees. Dort verläuft die Grenze zu Italien. Wir konnten sie von hier oben gut erkennen und natürlich kam sofort die Überlegung auf, ob wir nicht einfach noch ein Stück weitergehen sollten.
Aber irgendwann muss man bei einer solchen Wanderung auch vernünftig sein. Wir hatten bereits den langen Aufstieg hinter uns und wussten, dass noch der komplette Rückweg vor uns lag. Außerdem hätten wir für den Abstecher in Richtung Grenze noch einmal ungefähr eine Stunde oder sogar etwas mehr einplanen müssen.
Also entschieden wir uns dagegen.

Im Nachhinein finde ich das gar nicht schlimm, denn eigentlich ist dadurch direkt eine Idee für eine weitere Tour entstanden. Wir könnten uns gut vorstellen, den Wolayersee irgendwann einmal von der italienischen Seite aus anzusteuern. Gerade weil diese Gegend nicht nur landschaftlich interessant ist, sondern auch eine bewegte Geschichte hat.
Die Grenze wirkt hier oben irgendwie anders als im Tal. Es gibt keinen Ort, an dem wir einfach mit dem Auto über eine Grenze fahren oder ein Schild fotografieren. Stattdessen sitzt man mitten in den Bergen und schaut einfach hinüber auf die andere Seite. Für uns war das ein schöner Moment, der die Wanderung noch einmal um eine besondere Facette ergänzt hat.
Und dann ging es wieder zurück
Irgendwann hieß es für uns aber: Rucksack auf und zurück ins Tal.
Nach unserer Pause an der Hütte waren wir wieder etwas erholt und freuten uns gleichzeitig darauf, dass es nun hauptsächlich bergab ging. Die rund 860 Höhenmeter hatten wir schließlich bereits hinter uns.
Trotzdem sollte man den Rückweg nicht unterschätzen. Gerade nach so vielen Stunden in den Beinen merkt man beim Abstieg irgendwann jeden Schritt. Wir kannten den Weg inzwischen und wussten, welche steileren Stellen noch auf uns warteten.
Die kleinen steilen Abkürzungen, die wir auf dem Hinweg teilweise noch genutzt hatten, ließen wir beim Rückweg lieber aus. Für uns war die Forststraße die angenehmere Variante, auch wenn der Weg dadurch natürlich etwas länger wurde, waren wir dennoch schneller unterwegs.
Insgesamt kamen wir an diesem Tag auf knapp 16 Kilometer und rund 860 Höhenmeter. Komoot zeigte am Ende eine Gesamtzeit von 7 Stunden und 18 Minuten, davon waren wir etwa 4 Stunden und 12 Minuten tatsächlich in Bewegung. Für den Aufstieg haben wir ungefähr fünf Stunden gebraucht, für den Abstieg rund zwei Stunden.

Das sagt eigentlich schon ziemlich viel über die Tour aus: Der Wolayersee ist für uns definitiv kein kleiner Spaziergang zu einem Bergsee, sondern eine richtige Bergwanderung.
Und genau deshalb waren wir am Ende auch ziemlich stolz, dass wir sie gemacht haben.
Unser Fazit zur Wanderung zum Wolayersee
Die Wanderung zum Wolayersee war für uns eine dieser Touren, bei denen man unterwegs durchaus einmal denkt: Warum machen wir das eigentlich?
Aber spätestens oben am See war dieser Gedanke wieder vergessen.

Wir fanden die Landschaft wunderschön, den Weg abwechslungsreich und gerade die Kombination aus Wald, Almen, Bächen, kleinen Wasserfällen, Murmeltieren und den immer besser werdenden Ausblicken richtig schön. Dazu kommt natürlich die besondere Lage direkt an der italienischen Grenze.
Würde ich die Tour noch einmal machen? Ja.
Allerdings würde ich sie nicht unbedingt im Hochsommer wählen. Schon bei unserem Start mit etwa 8 Grad und später rund 20 Grad war der Aufstieg ordentlich anstrengend. Im Sommer stelle ich mir die Tour bei großer Hitze noch einmal deutlich härter vor.
Wer die Strecke nicht komplett zu Fuß machen möchte, könnte sich außerdem die Variante mit dem E-Bike anschauen. Wir haben unterwegs einige E-Biker gesehen, die den Anstieg genutzt haben. Das wäre für uns tatsächlich auch einmal interessant. Oben an der Hütte gibt es zudem die Möglichkeit sein E-Bike auf zuladen.
Mit Kindern oder Hund würde ich die Tour nur machen, wenn beide an längere und anspruchsvollere Bergtouren gewöhnt sind. Es gibt einige steile und teilweise ausgesetzte Stellen und die Strecke ist mit ihren fast 16 Kilometern einfach nicht ohne.
Wer oben übernachten möchte, kann außerdem die Wolayerseehütte nutzen. Toiletten gibt es dort oben an der Hütte, unterwegs sollte man sich dagegen darauf einstellen, dass man keine sanitären Einrichtungen vorfindet.
Für uns war der Wolayersee jedenfalls eines der besonderen Erlebnisse rund um Kötschach-Mauthen. Nicht, weil die Wanderung einfach gewesen wäre – ganz im Gegenteil. Sondern gerade weil wir uns den See wirklich erarbeiten mussten und am Ende mit diesem besonderen Blick über die Berge bis zur italienischen Grenze belohnt wurden.
Wolayersee Wanderung – das solltet ihr wissen
Nach unserer Tour gibt es ein paar Dinge, die wir euch für die Wanderung zum Wolayersee auf jeden Fall mitgeben würden. Vor allem solltet ihr die Strecke nicht unterschätzen. Die knapp 16 Kilometer und rund 860 Höhenmeter haben bei uns immerhin für gut fünf Stunden Aufstieg gesorgt.
Früh starten lohnt sich
Wir sind gegen 8 Uhr in Kötschach-Mauthen losgefahren und waren damit ziemlich früh an der Hubertuskapelle. Das würden wir auch wieder so machen.
Zum einen habt ihr dadurch die Wanderung entspannt vor euch und zum anderen ist es einfach angenehm, wenn man bei einer längeren Tour nicht ständig auf die Uhr schauen muss. Wir wollten oben am See schließlich auch noch Zeit haben, um eine Pause an der Hütte zu machen.
Außerdem fanden wir den Start bei den kühleren Temperaturen sehr angenehm. Morgens waren es bei uns gerade einmal etwa 8 Grad, später kletterten die Temperaturen auf ungefähr 20 Grad.
Die Anfahrt zur Hubertuskapelle
Schon die Anfahrt gehört für uns ein bisschen zum Abenteuer dazu. Von Kötschach-Mauthen ging es zunächst durch das Lesachtal. An einer Abzweigung fuhren wir dann hinunter in ein Tal und auf der anderen Seite wieder hinauf.
Nach einem kleinen Ort wurde die Straße zunehmend schmaler und ging schließlich über eine schmale Berg- beziehungsweise Schotterstraße weiter bis zur Hubertuskapelle.
Hier solltet ihr tatsächlich etwas Geduld mitbringen. Die Straße ist stellenweise so schmal, dass es beim Gegenverkehr nicht einfach ist, aneinander vorbeizukommen. Dann muss man eben schauen, wo sich eine breitere Stelle zum Ausweichen findet.
An der Hubertuskapelle gibt es dafür einen großen kostenlosen Parkplatz. Von dort beginnt dann die eigentliche Wanderung.
Forststraße oder Wanderweg?
Das fanden wir unterwegs ziemlich praktisch: Ihr müsst nicht zwingend jeden schmalen und steilen Weg nehmen.
Die Strecke wechselt immer wieder zwischen Forststraße und kleineren Wanderwegen. An einigen Stellen sind die schmalen Wege deutlich steiler. Wer es etwas gemütlicher angehen möchte, kann teilweise auf der Forststraße bleiben.
Wir haben das auf dem Rückweg sogar bewusst gemacht. Manche Abkürzungen waren uns einfach zu steil und nach so vielen Stunden in den Beinen hatten wir keine Lust mehr auf unnötige Kletterei.
Unterwegs haben wir außerdem erstaunlich viele E-Biker gesehen, die sich den Anstieg auf diese Weise erleichtert haben. Für uns wäre das tatsächlich eine interessante Alternative für einen zukünftigen Besuch.
Festes Schuhwerk und genug zu trinken
Auch wenn ein großer Teil der Strecke über Forststraßen führt, würde ich die Tour nicht mit normalen Sneakern machen. Es gibt steilere und teilweise ausgesetzte Passagen und gerade im oberen Bereich wird der Weg deutlich alpiner.
Festes Schuhwerk gehört für uns deshalb definitiv dazu.
Und nehmt ausreichend zu trinken mit. Unterwegs gibt es zwar immer wieder Bäche und kleine Wasserfälle, aber darauf würde ich mich nicht verlassen. Eine richtige Einkehrmöglichkeit gibt es erst oben an der Wolayerseehütte.
Mit Kindern oder Hund?
Wir würden die Tour mit Kindern oder Hund nicht grundsätzlich ausschließen. Allerdings sollten beide an längere und anspruchsvollere Bergtouren gewöhnt sein.
Die Strecke ist lang, hat ordentlich Höhenmeter und einige steilere Abschnitte. Für einen gemütlichen Familienausflug, bei dem jeder einfach ein bisschen spazieren gehen möchte, würden wir sie deshalb eher nicht empfehlen.
Wer dagegen gerne lange in den Bergen unterwegs ist und entsprechende Erfahrung mitbringt, kann die Tour natürlich auch gemeinsam mit Hund oder älteren Kindern planen.
Übernachten am Wolayersee
Wer nach dem langen Aufstieg nicht direkt wieder ins Tal möchte, hat außerdem die Möglichkeit, an der Wolayerseehütte zu übernachten.
Für uns kam das diesmal nicht infrage, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass es etwas Besonderes sein muss, den Abend und vielleicht auch den nächsten Morgen hier ob
Würden wir die Tour empfehlen?
Ja, aber mit einem kleinen Aber.
Wenn ihr eine gemütliche Runde zu einem Bergsee sucht, ist der Wolayersee wahrscheinlich nicht das richtige Ziel. Dafür ist die Strecke einfach zu lang und mit ihren rund 860 Höhenmetern zu anstrengend.
Wenn ihr aber gerne lange in den Bergen unterwegs seid und euch auch vor einem ordentlichen Anstieg nicht scheut, können wir die Tour wirklich empfehlen.
Wir würden sie allerdings nicht unbedingt an einem sehr heißen Sommertag machen. Gerade die Kombination aus Länge, Höhenmetern und steileren Passagen dürfte bei großer Hitze noch einmal deutlich anstrengender werden.
Unser Septembertag war dafür perfekt: morgens kühl, später angenehm warm und vor allem trocken und sonnig.
Und natürlich gehört für uns auch die Einkehr auf der Wolayerseehütte dazu. Nach fünf Stunden Aufstieg schmeckt eine Käse- und Bretteljause mit Hollersaft einfach noch einmal besonders gut.
Unser Wolayersee-Moment
Wenn wir von der Tour heute erzählen, denken wir deshalb gar nicht zuerst an die 860 Höhenmeter oder die müden Beine. Wir denken an den Moment, als wir nach dem letzten steilen Stück endlich oben waren und vor uns der Wolayersee lag.
An das Gefühl, dass wir es tatsächlich geschafft hatten. Die ruhige Stimmung dort oben und unseren Blick hinüber Richtung Italien. Und genau solche Momente sind es, wegen denen wir immer wieder losgehen – auch wenn wir unterwegs manchmal fluchen, uns fragen, wie weit es denn noch sein kann und uns vornehmen, beim nächsten Mal doch eine einfachere Wanderung zu suchen.
Am Ende sind es meistens genau diese Touren, an die wir uns besonders gerne zurückerinnern.
Der Wolayersee war für uns definitiv so eine Tour.
FAQ zur Wolayersee Wanderung
Wie lange dauert die Wanderung zum Wolayersee?
Wir waren insgesamt rund 7 Stunden und 18 Minuten unterwegs. Davon entfielen ungefähr 5 Stunden auf den Aufstieg und etwa 2 Stunden auf den Abstieg. Unsere Strecke war knapp 16 Kilometer lang und hatte rund 860 Höhenmeter.
Wo startet die Wanderung zum Wolayersee?
Wir sind an der Hubertuskapelle gestartet. Von Kötschach-Mauthen fährt man zunächst durch das Lesachtal und anschließend über eine schmale Bergstraße weiter bis zur Kapelle. Dort gibt es einen großen kostenlosen Parkplatz.
Ist die Wanderung zum Wolayersee schwierig?
Wir würden die Tour als anspruchsvolle Bergwanderung einordnen. Die Länge und die rund 860 Höhenmeter sollte man nicht unterschätzen. Dazu kommen einige steilere und teilweise ausgesetzte Passagen. An mehreren Stellen kann man allerdings auf der Forststraße bleiben und dadurch steilere Abkürzungen umgehen.
Kann man mit dem E-Bike zum Wolayersee fahren?
Unterwegs haben wir viele E-Biker gesehen. Deshalb ist das für uns durchaus eine interessante Alternative. Die Strecke führt teilweise über Forststraßen, allerdings gibt es auch kleinere und steilere Wanderwege. Wer mit dem E-Bike unterwegs ist, sollte sich deshalb vorher genau mit der gewählten Route beschäftigen.
Kann man am Wolayersee übernachten?
Ja, an der Wolayerseehütte ist eine Übernachtung möglich. Wir waren selbst nur zur Einkehr dort und sind anschließend wieder ins Tal zurückgewandert.
Gibt es unterwegs Toiletten?
Auf der Strecke selbst gibt es keine Toiletten. Eine Toilette gibt es an der Wolayerseehütte.
Kann man die Wanderung mit Kindern oder Hund machen?
Grundsätzlich ist das möglich, wir würden die Tour aber nur empfehlen, wenn Kinder oder Hund an längere und anspruchsvollere Bergtouren gewöhnt sind. Die Strecke ist lang und enthält einige steile Abschnitte.
Wann ist die beste Zeit für die Wolayersee Wanderung?
Wir waren Ende September unterwegs und fanden die Bedingungen sehr angenehm. Morgens waren es etwa 8 Grad, später rund 20 Grad. Im Hochsommer würden wir die Tour wegen der Länge und der Höhenmeter nicht unbedingt bei großer Hitze machen.
Kann man vom Wolayersee nach Italien weiterwandern?
Vom See aus ist die italienische Grenze zu sehen. Wir sind an diesem Tag allerdings nicht weitergegangen, da wir für den zusätzlichen Weg noch mindestens eine weitere Stunde einplanen mussten und anschließend noch den kompletten Rückweg vor uns hatten. Für uns ist das aber ein Grund, die Gegend vielleicht irgendwann noch einmal von der italienischen Seite zu erkunden.
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